Fussball

Champions League: Loris Karius schießt gegen Kritiker nach Final-Blackouts gegen Real Madrid

Von SPOX
Patzte im Champions-League-Finale 2018 folgenschwer und verlor mit dem FC Liverpool gegen Real Madrid: Torhüter Loris Karius.

Torhüter Loris Karius, aktuell vom FC Liverpool an Besiktas verliehen, hat sich für seine Fehler im Champions-League-Finale 2018 gerechtfertigt - und scharf gegen seine Kritiker geschossen.

"Im Nachhinein hätte ich öffentlich viel offensiver damit umgehen müssen. Ich hatte nach einem Schlag von Sergio Ramos eine Gehirnerschütterung, durch die mein räumliches Sehen eingeschränkt war", sagte Karius im Gespräch mit der Sport Bild und schob nach: "Ich habe es nie als Ausrede genutzt. Aber wenn sich Leute darüber lustig machen, dass sich jemand schwer am Kopf verletzt hat, fehlt mir jedes Verständnis."

Loris Karius: "Reaktionen waren übertrieben und respektlos"

Karius, der aktuell an den türkischen Erstligisten Besiktas ausgeliehen ist, ergänzte: "Mit gerade mal 24 Jahren stand ich im Champions-League-Finale. Unter den aktiven deutschen Torhütern waren sonst nur Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen im Finale. Aber mein Anteil daran mit all meinen Paraden und guten Leistungen vorher war auf einmal nicht mehr präsent. Die Reaktionen waren völlig übertrieben und respektlos. Fehler werden mit unterschiedlichem, ja sogar abartigem Maß gemessen und nicht fair bewertet."

Der ehemalige Schlussmann von Mainz 05 hatte im Endspiel der Königsklasse gegen Real Madrid (1:3) gleich zweimal gepatzt und im Anschluss sogar Mordrohungen erhalten, wie er verriet. Diese könne er allerdings nicht für bare Münze nehmen. "Das sind Leute, die anonym schreiben und in ihrem Profil nicht mal ihr Gesicht zeigen. Ich glaube, wenn die Leute persönlich an mir vorbeigehen, bekommen sie den Mund nicht auf", sagte Karius.

Karius besitzt bei den Reds noch einen Vertrag bis 2021. Dass Besiktas die festgeschriebene Kaufoption über acht Millionen Euro zieht, gilt als unwahrscheinlich. Informationen der türkischen Sportzeitung Fanatik zufolge habe der Klub aus Istanbul Abstand von einer Festverpflichtung genommen.

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