Fussball

IFAB-Geschäftsführer: "Fußball kann nicht mehr auf Videobeweis verzichten"

SID
Lukas Brud hält den Videobeweis im Fußball für unverzichtbar.

Der Profifußball ist durch die Einführung des Videobeweises gerechter geworden. Diese Meinung vertritt Lukas Brud als Geschäftsführer der Regelhüter vom International Football Association Board (IFAB).

"Der Fußball und die öffentliche Aufmerksamkeit sind mittlerweile zu groß geworden, als dass man in großen Spielen wie einem Finale auf den Videobeweis verzichten könnte", sagte sagte Brud dem Fußball-Magazin 11FREUNDE: "In der Hinrunde der vergangenen Bundesligasaison wurden zum Beispiel 82 klare Fehlentscheidungen korrigiert. Ohne den Videobeweis gäbe es diese weiterhin."

Am 29. Februar findet die Generalversammlung der Regelhüter in Belfast/Nordirland statt, dort könnte das Protokoll des Video-Assistenten verändert werden. "Wir arbeiten an einer transparenteren Kommunikation, um mehr Verständnis bei den Zuschauern zu gewinnen", sagte Brud. Weitere zentrale Themen sind mögliche Auswechslungen bei Gehirnerschütterungen sowie das Verhalten der Spieler. "Mittlerweile stürmt nach jeder Entscheidung die komplette Mannschaft auf den Schiedsrichter zu. Die Belagerung muss aufhören", sagte er.

Beim Thema Abseits hat Brud eine klare Meinung. "Auch wenn es nur um einen Zentimeter Abseits geht, dann ist es eben Abseits. Daran wird sich auch entgegen mancher Berichte nichts ändern", sagte er.

Zu Fällen, in denen der "VAR" bei hauchdünnen Abseits-Entscheidungen herangezogen wird, meinte Brud: "Wenn ich als Schiedsrichter hin und her spulen muss und mir nicht ganz sicher bin, sprich das Abseits nicht klar belegen kann, dann sage ich: Finger weg! Da kann ich also zu einem gewissen Grad die Ansicht unterstreichen: Im Zweifel für den Angreifer!"

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