Fussball

Chinas Nationaltrainer Marcello Lippi in der Kritik: "Schlag ins Gesicht"

SID
Marcello Lippi steht in China in der Kritik.
© getty

Chinas Nationaltrainer Marcello Lippi muss für sein Fernbleiben bei der Ostasienmeisterschaft harsche Kritik einstecken. Chinesische Medien bezeichnen die Absage des gut bezahlten italienischen Weltmeistertrainers von 2006 als "Schlag ins Gesicht" und sehen darin eine Vernachlässigung seines Amtes.

Erst am Donnerstag hatte der chinesische Verband mitgeteilt, dass Lippi während des in Südkorea stattfindenden Turniers (10. bis 18. Dezember) in Italien bleibe und von seinem Co-Trainer Li Tie vertreten werde.

Für zahlreiche lokale Medien stellt dies angesichts des mit geschätzten 25 Millionen US-Dollar (22,4 Millionen Euro) fürstlichen Jahresgehalts des 71-Jährigen ein großes Problem dar.

"Sollte es nicht sein Job sein, die Mannschaft auszubilden?", fragte die einflussreiche chinesische Sportzeitung Oriental Sports Daily: "Da er das Gehalt des Nationaltrainers bekommt, sollte er auch die Arbeit tun, die der Nationaltrainer leisten sollte."

Medien: "Lippi verdient sein Gehalt viel zu einfach"

Gleichzeitig wirft ihm die Zeitung vor, keinerlei Interesse an der langfristigen Entwicklung des chinesischen Fußballs zu haben. Das Onlineportal Tencent schrieb: "Die Fans sagen zu Recht, dass Lippi viel zu einfach sein Jahresgehalt verdient."

Lippi trainiert bis auf eine viermonatige Pause Anfang 2019 bereits seit über drei Jahren die chinesische Auswahl und soll das bevölkerungsreichste Land der Welt 2022 zu seiner zweiten WM-Teilnahme führen.

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