Die ältesten Stadien aus Europas Top-Ligen: Es war einmal eine Grünfläche

 
Der Trend geht zum neuen Stadion - zumindest bei den Top-Klubs Europas. Viele Vereine halten jedoch noch an den altehrwürdigen Spielstätten fest. SPOX zeigt die ältesten Stadien aus Europas Top-5-Ligen, in denen immer noch Erstliga-Fußball gespielt wird.
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Der Trend geht zum neuen Stadion - zumindest bei den Top-Klubs Europas. Viele Vereine halten jedoch noch an den altehrwürdigen Spielstätten fest. SPOX zeigt die ältesten Stadien aus Europas Top-5-Ligen, in denen immer noch Erstliga-Fußball gespielt wird.
Balaidos (Celta Vigo) - 1928: Bevor das Stadion in den 20er Jahren gebaut werden konnte, musste erst einmal der Fluß Lagares umgeleitet werden. Bei der WM 1982 richtete das Stadion drei Spiele aus – die Zuschauer sahen drei Unentschieden.
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Balaidos (Celta Vigo) - 1928: Bevor das Stadion in den 20er Jahren gebaut werden konnte, musste erst einmal der Fluß Lagares umgeleitet werden. Bei der WM 1982 richtete das Stadion drei Spiele aus – die Zuschauer sahen drei Unentschieden.
Benito Villamarin (Real Betis) - 1927: Ursprünglich gebaut für die Iberoamerika-Ausstellung 1929, eine Art Expo. Im spanischen Bürgerkrieg wurden im Stadion zwischenzeitlich auch einmal marokkanische Truppen untergebracht.
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Benito Villamarin (Real Betis) - 1927: Ursprünglich gebaut für die Iberoamerika-Ausstellung 1929, eine Art Expo. Im spanischen Bürgerkrieg wurden im Stadion zwischenzeitlich auch einmal marokkanische Truppen untergebracht.
Mendizorrotza (Deportivo Alaves) - 1924: Das im Baskenland gelegene Stadion soll bis 2021 renoviert und auf 32.000 Plätze ausgebaut werden. Derzeit fasst es knapp 20.000 Fans.
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Mendizorrotza (Deportivo Alaves) - 1924: Das im Baskenland gelegene Stadion soll bis 2021 renoviert und auf 32.000 Plätze ausgebaut werden. Derzeit fasst es knapp 20.000 Fans.
La Ceramica (FC Villarreal) - 1923: Eigentlich ist die Spielstätte als Estadio El Madrigal berühmt. 2017 sicherte sich jedoch nach über 90 Jahren ein Keramik-Konsortium die Namensreche. Der Ton macht in Villarreal eben die Musik.
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La Ceramica (FC Villarreal) - 1923: Eigentlich ist die Spielstätte als Estadio El Madrigal berühmt. 2017 sicherte sich jedoch nach über 90 Jahren ein Keramik-Konsortium die Namensreche. Der Ton macht in Villarreal eben die Musik.
Mestalla (FC Valencia) - 1923: Das Mestalla diente im Spanischen Bürgerkrieg zwischenzeitlich als Konzentrationslager und Lagerhaus. Eigentlich sollte es schon längst durch das Nou Mestalla abgelöst werden, doch das wird seit Jahren einfach nicht fertig.
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Mestalla (FC Valencia) - 1923: Das Mestalla diente im Spanischen Bürgerkrieg zwischenzeitlich als Konzentrationslager und Lagerhaus. Eigentlich sollte es schon längst durch das Nou Mestalla abgelöst werden, doch das wird seit Jahren einfach nicht fertig.
Paolo Mazza (SPAL) - 1928: Schnuckelige 16.134 Zuschauer fasst die Heimstätte von SPAL in Ferrara. Zur Einweihung waren es vor 91 Jahren gerade mal 4.000 – aber 1951 auch schon einmal 25.000.
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Paolo Mazza (SPAL) - 1928: Schnuckelige 16.134 Zuschauer fasst die Heimstätte von SPAL in Ferrara. Zur Einweihung waren es vor 91 Jahren gerade mal 4.000 – aber 1951 auch schon einmal 25.000.
Stadio Renato Dall'Ara (FC Bologna) - 1927: 60.000 Zuschauer sollen sich zum Eröffnungsspiel zwischen Italien und Spanien auf den Tribünen gedrängt haben. Auch dieses Stadion hat gleich zwei Weltmeisterschaften beherbergt (1934, 1990).
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Stadio Renato Dall'Ara (FC Bologna) - 1927: 60.000 Zuschauer sollen sich zum Eröffnungsspiel zwischen Italien und Spanien auf den Tribünen gedrängt haben. Auch dieses Stadion hat gleich zwei Weltmeisterschaften beherbergt (1934, 1990).
Giuseppe Meazza (AC Milan, Inter Mailand) - 1926: Das "San Siro", so der Spitzname der Arena, wird seinen 100. Geburtstag leider nicht mehr erleben. Die Mailänder Klubs haben sich auf einen Neubau geeinigt, 2022 soll abgerissen werden.
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Giuseppe Meazza (AC Milan, Inter Mailand) - 1926: Das "San Siro", so der Spitzname der Arena, wird seinen 100. Geburtstag leider nicht mehr erleben. Die Mailänder Klubs haben sich auf einen Neubau geeinigt, 2022 soll abgerissen werden.
Ennio Tardini (Parma) - 1923: Die Heimat von Parma Calcio hat sich bis heute gehalten, ist aber nur für knapp 22.000 Zuschauer freigegeben und damit zu klein für Matches der UEFA. Im Tardini werden zudem immer wieder Rugby-Matches ausgetragen.
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Ennio Tardini (Parma) - 1923: Die Heimat von Parma Calcio hat sich bis heute gehalten, ist aber nur für knapp 22.000 Zuschauer freigegeben und damit zu klein für Matches der UEFA. Im Tardini werden zudem immer wieder Rugby-Matches ausgetragen.
Luigi Ferraris (Sampdoria, FC Genua) - 1911: Das älteste Stadion, das in Italien noch in Betrieb ist, war bei der WM 1934 und 1990 im Einsatz – für letztere wurde es fast komplett neu errichtet. Benannt ist es nach einem Major aus dem Ersten Weltkrieg.
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Luigi Ferraris (Sampdoria, FC Genua) - 1911: Das älteste Stadion, das in Italien noch in Betrieb ist, war bei der WM 1934 und 1990 im Einsatz – für letztere wurde es fast komplett neu errichtet. Benannt ist es nach einem Major aus dem Ersten Weltkrieg.
Stade Geoffroy-Guichard (AS Saint-Etienne) – 1931: Bei seiner Eröffnung bot das Stadion 1800 Plätze. Mittlerweile sind es 42.000, allerdings ausschließlich Sitzplätze. Für die EM 1984 und die WM 1998 wurde das Stadion jeweils renoviert.
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Stade Geoffroy-Guichard (AS Saint-Etienne) – 1931: Bei seiner Eröffnung bot das Stadion 1800 Plätze. Mittlerweile sind es 42.000, allerdings ausschließlich Sitzplätze. Für die EM 1984 und die WM 1998 wurde das Stadion jeweils renoviert.
Stade de la Meinau (RC Straßburg) – 1914: Alles begann mit einer Grünfläche im Park der Stadt, umgeben von Bäumen. 1914 stellte man eine Holztribüne hin. Das Stadion wuchs und fasst derzeit 26.100 Zuschauer.
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Stade de la Meinau (RC Straßburg) – 1914: Alles begann mit einer Grünfläche im Park der Stadt, umgeben von Bäumen. 1914 stellte man eine Holztribüne hin. Das Stadion wuchs und fasst derzeit 26.100 Zuschauer.
Stade Raymond Kopa (SCO Angers) – 1912: Bis 2017 hieß das Stadion noch Stade Bessonneau, benannt nach einem französischen Industriellen. Erst nach dem Tod des früheren Angers-Stars Raymond Kopa wurde es umbenannt.
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Stade Raymond Kopa (SCO Angers) – 1912: Bis 2017 hieß das Stadion noch Stade Bessonneau, benannt nach einem französischen Industriellen. Erst nach dem Tod des früheren Angers-Stars Raymond Kopa wurde es umbenannt.
Roazhon Park (FC Stade Rennes) – 1912: Roazhon ist der bretonische Name von Rennes. Die Sitzschalen sind in den Vereinsfarben von Stade Rennes gehalten. Bei der Frauen-WM 2019 scheiterte die deutsche Mannschaft in diesem Stadion an Schweden.
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Roazhon Park (FC Stade Rennes) – 1912: Roazhon ist der bretonische Name von Rennes. Die Sitzschalen sind in den Vereinsfarben von Stade Rennes gehalten. Bei der Frauen-WM 2019 scheiterte die deutsche Mannschaft in diesem Stadion an Schweden.
Stade Gaston-Gerard (FCO Dijon) – 1934: Das Stadion wurde nicht nur für Fußball konzipiert. Auch Rugby wurde hier gespielt, selbst Leichtathletik-Wettbewerbe und Radrennen wurden abgehalten. Seit 2015 ist es eine reine Fußballarena.
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Stade Gaston-Gerard (FCO Dijon) – 1934: Das Stadion wurde nicht nur für Fußball konzipiert. Auch Rugby wurde hier gespielt, selbst Leichtathletik-Wettbewerbe und Radrennen wurden abgehalten. Seit 2015 ist es eine reine Fußballarena.
Anfield (FC Liverpool) – 1884: Vermutlich wissen viele nicht, dass zunächst ausgerechnet der Stadtrivale FC Everton in Anfield spielte. Aufgrund der hohen Pachtgebühren zogen die Toffees jedoch um. Der FC Liverpool zog ein, der Rest ist legendär.
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Anfield (FC Liverpool) – 1884: Vermutlich wissen viele nicht, dass zunächst ausgerechnet der Stadtrivale FC Everton in Anfield spielte. Aufgrund der hohen Pachtgebühren zogen die Toffees jedoch um. Der FC Liverpool zog ein, der Rest ist legendär.
Turf Moor (FC Burnley) – 1883: Das Stadion diente in seinen Anfängen gleich mehreren Sportarten: Cricket, Pferderennen, Fußball. Mit Prinz Albert Victor besuchte 1886 erstmals ein Mitglied der britischen Königsfamilie ein Fußballstadion, The Turf.
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Turf Moor (FC Burnley) – 1883: Das Stadion diente in seinen Anfängen gleich mehreren Sportarten: Cricket, Pferderennen, Fußball. Mit Prinz Albert Victor besuchte 1886 erstmals ein Mitglied der britischen Königsfamilie ein Fußballstadion, The Turf.
St. James Park (Newcastle United) – 1880: Es handelt sich um ein reines Fußballstadion. Seit 2002 gibt es zwei Tribünen, die die anderen um das Doppelte überragen. Newcastle plant seit Jahren den Ausbau des Stadions von 52.405 auf rund 70.000 Plätze.
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St. James Park (Newcastle United) – 1880: Es handelt sich um ein reines Fußballstadion. Seit 2002 gibt es zwei Tribünen, die die anderen um das Doppelte überragen. Newcastle plant seit Jahren den Ausbau des Stadions von 52.405 auf rund 70.000 Plätze.
Stamford Bridge (FC Chelsea) – 1877: Aufgrund der geografischen Lage im Stadtteil Fulham wurde das ursprüngliche Leichtathletik-Stadion zunächst dem FC Fulham angeboten, doch der lehnte ab. So zog 1905 der neugegründete FC Chelsea ein.
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Stamford Bridge (FC Chelsea) – 1877: Aufgrund der geografischen Lage im Stadtteil Fulham wurde das ursprüngliche Leichtathletik-Stadion zunächst dem FC Fulham angeboten, doch der lehnte ab. So zog 1905 der neugegründete FC Chelsea ein.
Bramall Lane (Sheffield United) – 1855: Das älteste Stadion der Welt, in dem noch immer Profi-Fußball gespielt wird. Anfangs wurde hier Cricket gespielt. 1862 fand dann das erste Fußballspiel statt – FC Sheffield gegen FC Hallam, ein 0:0.
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Bramall Lane (Sheffield United) – 1855: Das älteste Stadion der Welt, in dem noch immer Profi-Fußball gespielt wird. Anfangs wurde hier Cricket gespielt. 1862 fand dann das erste Fußballspiel statt – FC Sheffield gegen FC Hallam, ein 0:0.
BayArena (Bayer Leverkusen) - 1958: Die bis 1998 Ulrich-Haberland-Stadion genannte Arena war die erste in Europa, die über einen McDonalds und ein Hotel verfügte. Für die Heimfans sind nur 3.000 Stehplätze vorhanden, die kleinste Anzahl in der Bundesliga.
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BayArena (Bayer Leverkusen) - 1958: Die bis 1998 Ulrich-Haberland-Stadion genannte Arena war die erste in Europa, die über einen McDonalds und ein Hotel verfügte. Für die Heimfans sind nur 3.000 Stehplätze vorhanden, die kleinste Anzahl in der Bundesliga.
Schwarzwaldstadion (SC Freiburg) - 1954: Das ehemalige Dreisamstadion (bis 2004), in dem ein Gefälle von über einem Meter besteht, hat bald ausgedient: Spätestens zur kommenden Saison zieht der SC in das SC-Stadion am Freiburger Flugplatz um.
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Schwarzwaldstadion (SC Freiburg) - 1954: Das ehemalige Dreisamstadion (bis 2004), in dem ein Gefälle von über einem Meter besteht, hat bald ausgedient: Spätestens zur kommenden Saison zieht der SC in das SC-Stadion am Freiburger Flugplatz um.
Olympiastadion Berlin (Hertha BSC) - 1936: Für die Olympiade 1936 mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Plätzen errichtet. Betrug die Maximalzuschauerzahl bei einem Spiel der Hertha 88.075 Zuschauer (1969). Seit 1985 die Heimat des DFB-Pokal-Finals.
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Olympiastadion Berlin (Hertha BSC) - 1936: Für die Olympiade 1936 mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Plätzen errichtet. Betrug die Maximalzuschauerzahl bei einem Spiel der Hertha 88.075 Zuschauer (1969). Seit 1985 die Heimat des DFB-Pokal-Finals.
Weserstadion (Werder Bremen) - 1926: Seit Juli mit dem gewöhnungsbedürftigen Zusatz wohninvest ausgestattet, bestand eine erste Version des Stadions aus Sportplatz und Holztribüne bereits seit 1909. Der Name Weserstadion ist seit 1947 vorhanden.
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Weserstadion (Werder Bremen) - 1926: Seit Juli mit dem gewöhnungsbedürftigen Zusatz wohninvest ausgestattet, bestand eine erste Version des Stadions aus Sportplatz und Holztribüne bereits seit 1909. Der Name Weserstadion ist seit 1947 vorhanden.
Stadion an der Alten Försterei (Union Berlin) - 1920: Das größte reine Fußballstadion der Hauptstadt wurde zwischen 2008 und 2013 letztmals renoviert, unter großer Mithilfe der Fans. Legendär: Das Weihnachtssingen. Erster Stadionname: Sportplatz Sadowa.
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Stadion an der Alten Försterei (Union Berlin) - 1920: Das größte reine Fußballstadion der Hauptstadt wurde zwischen 2008 und 2013 letztmals renoviert, unter großer Mithilfe der Fans. Legendär: Das Weihnachtssingen. Erster Stadionname: Sportplatz Sadowa.
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