Fussball

Fußballerlebnisse in Japan und Südkorea: Lieblingsspieler statt Lieblingsverein

Der Spieler ist in Südkorea wichtiger als der Verein.
© getty

Nach dem Spiel verbeugt man sich in Japan

Zunächst ist alles ganz genau so wie in Europa. Nach Abpfiff schlendern die Spieler Richtung Fankurve, stellen sich nebeneinander auf und nehmen sich an den Händen. Statt diese dann aber wie hierzulande zumeist unter lauten "Hey! Hey! Hey!"-Rufen nach oben schnellen zu lassen, neigen sie still ihren Kopf nach unten. Verbeugung vor den eigenen Fans.

So war es beim J-League-Spiel der Urawa Red Diamonds gegen den FC Tokyo Ende März - und so ist es auch bei jedem anderen Spiel mit japanischer Beteiligung. Egal ob Klubfußball oder Nationalmannschaft. "Die Verbeugung ist der japanische Gruß. Es ist Teil unserer Fußballkultur, dass ihn die Spieler nach Abpfiff machen", sagt Journalist Yamaguchi.

Zu dieser Ehre kommen aber nicht nur die Fans in der Kurve - nacheinander verbeugen sich die Spieler vor jeder Tribüne. Völlig egal ist dabei das Ergebnis, völlig egal auch die Reaktion der Fans. "Sogar wenn die Mannschaft schlecht spielt, verliert und von den eigenen Fans ausgepfiffen wird, verbeugen sich die Spieler vor den Rängen", erklärt Yamaguchi.

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