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Fussball

Rassisten, Hetzer, Pseudo-Terroristen

Von Oliver Birkner / Dominik Stenzel / Niccolo Schmitter
Pescaras Sulley Muntari wurde in Cagliari von einer Gruppe Fans systematisch verhöhnt

Die Blitzlichter warten diesmal mit allerhand Grobheiten auf. In Italien wird man daran erinnert, dass Rassismus in Europa noch allgegenwärtig ist. In Barcelona sorgt ein Fan mit Knarre für einen Schockmoment und Malagas Präsi für einen Twitter-Eklat. Harmloser geht's in England zu: Ein Fußballer ohne Beinarbeit beweist sich im Schwimmbecken.

Serie A

Von Oliver Birkner

Unter der Grasnarbe des Spieltags: Eine unübliche Schlussphase erlebte die Partie Cagliari gegen Pescara (1:0). Als die Gäste kollektiv zum Konter ausschwärmten, blieb lediglich Sulley Muntari zurück. Der Ghanaer stürmte auf den Schiri und vierten Referee zu und forderte einen Spielabbruch.

Während der 90 Minuten hatte sich eine Gruppe der Cagliari-Kurve die akribische Aufgabe gestellt, nicht die Partie zu verfolgen, sondern Muntari und ihn mit "Scheiß-Neger", Bananenfresser" und "Schimpanse" verbal zu torpedieren. Dem Schiedsrichter ging der Protest etwas zu rüde über die Bühne und strafte ihn mit einer Gelben Karte ab. Darauf verließ Muntari einfach den Rasen in Richtung Dusche und könnte deshalb nun gar gesperrt werden.

Im selben Stadion war übrigens das Spiel gegen Inter 2010 nach rassistischen Beleidigungen gegen Samuel Eto'o für einige Minuten unterbrochen worden. Einen Gruß an die Pfeifenmänner hatte der Ghanaer vor der Abfahrt dann noch loszuwerden: "Wenn er nicht der Schiri wäre, würde er längst unter der Erde liegen." Womöglich hätte das zu einem Platzverweis geführt.

Tipps des Spieltags: Ja, das Fieber grassiert vor dem Halbfinale der Juventus bei Monaco. Seit Tagen müssen Seiten und TV-Berichte gefüllt werden, so dass einigen langsam die Munition ausgeht. Ein Reporter hauchte vor Ort verblüfft in die Kamera, dass man in Monaco noch gar nichts vom heißesten Spiel der Spiele spüren würde, um dann Motorrad-Crack und Wahl-Monegassen Loris Capirossi zu interviewen.

"Capirex" enthüllte: "Hier ist das Klima immer fantastisch. Außer es regnet, wie heute." Juve-Coach Max Allegri wird das notiert haben. Wie die taktischen Tipps seines Torino-Kollegen Sinisa Mihajlovic. Auf die Frage, was er von Monaco hält, und wie man es am besten spielt, sagte er: "Das geht mir ehrlich total am Arsch vorbei." Nun ist Juve für die Reise bestens gewappnet.

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Altro? Alles, aber auch wirklich alles über die Serie B verspricht Sky wöchentlich. Das Versprechen wurde insbesondere an diesem Wochenende eingelöst, als die Abonnenten wirklich alles über den 17 Jahre alten Profi-Debütanten Nicolò Zaniolo von Virtus Entella erfuhren. Ob es stimme, dass ein Kleinbus ihn jeden Tag zum Training daheim abholen würde. Si! "Wir danken dem Busfahrer!" jauchzte es ins Mikro. "Wie heißt er?" - "Hm, weiß ich gar nicht." Grazie, mehr geht nicht.

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