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Fussball

Eine ganze Ladung "unnötiger Scheiß"

Von Oliver Birkner / Frank Oschwald / Dominik Stenzel
Keine Bildunterschrift. Aus Gründen.

Primera Division

Von Frank Oschwald

Die mit dem roten Halsband: Mit stolz geschwellter Brust liefen die Verantwortlichen von Betis im Sommer 2015 durch die Straßen von Sevilla. Mit der Überzeugungskunst eines Sektenführers schleusten sie den Weltfußballer und Ex-Real-Spieler Rafael van der Vaart in die Andalusische Metropole. Und zwar für, ha, null Euro! Der gute Mann war schließlich ablösefrei. Die müssen aber unglaubliche Argumente haben, könnte man als Außenstehender meinen. Ja, hatten sie, vielleicht schauen wir zunächst allerdings auf seine Meilensteine bei Betis. Einmal glänzte der gute Mann so richtig. In der vierten Runde der Copa del Rey bereitete der alternde Niederländer beim 3:3 gegen Sporting Gijon ein Tor vor. Auch die Nachbeben seiner insgesamt neun prägenden Einsätze sind heute noch zu spüren. Kurzum: Van der Vaart ist Betis.

Inzwischen enthüllte der Spiegel im Zuge dieser Football-Leaks-Kiste nette Geschichten aus dem Leben des Niederländers. Offenbar webten die Verantwortlichen eine fürchterlich wichtige Klausel in den Vertrag ein: Van der Vaart war es in seiner Zeit beim Klub verboten, rote Schuhe zu tragen. Warum? Nun, das sind die Farben des geliebten Stadtrivalen FC Sevilla. Das ließ van der Vaart sich ordentlich bezahlen. Dafür bekam er, bitte kurz hinsitzen, 114.429 Euro. Jetzt noch kurz einen Gurt anlegen. Die 114.429 Euro kassierte er nämlich monatlich. In seinen 14 Monaten beim Verein kassierte er somit, Helm aufsetzen, 1,6 Millionen Euro. Alleine dafür, dass er keine roten Schuhe trug. Liebe Kreisliga-Kicker, ja, ihr könnt jetzt leise heulen.

Picasso des Spieltags: Unser Loddar plauderte unter der Woche auch mal wieder aus dem Nähkästchen. Er sei während seiner Zeit bei Inter hauchdünn vor einem Wechsel zu Real Madrid gewesen. "1990 nach der Weltmeisterschaft hatte ich auch über die Grenzen Italiens hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt. Der damalige Präsident von Real Madrid, Ramon Mendoza, ist mit mir ins Gespräch gekommen. Wir haben uns in Genf getroffen und waren uns eigentlich einig", erklärte Matthäus bei Sky.

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Allerdings schob der Präsident von Inter der ganzen Kiste einen Riegel vor. Die Erklärung ist allerdings halbwegs verstörend. "Er hat wortwörtlich gesagt: 'Lothar, wenn man einen Picasso zuhause im Wohnzimmer hängen hat und man muss ihn nicht verkaufen, dann verkauft man ihn auch nicht. Und du bist mein Picasso." Wir nehmen das mal so hin.

Algo mas? Beim Durchforsten der spanischen Medien hätte man unter der Woche meinen können, Karim Benzema hat über sein Leben mal wieder komplett die Kontrolle verloren. Dinge wie "Benzema mit Strafe belegt", "Benzema muss schon wieder blechen" und "Der Chaos-Pilot schlägt wieder zu" waren dort zu lesen. Doch was zur Hölle war passiert? Drogen? Crack? Der nächste Sex-Skandal? Fast! Der Franzose wurde nachts von der Polizei angehalten. Der gesetzlose Banause hatte um 21 Uhr eine durchgezogene Linie überfahren! EINE DURCHGEZOGENE LINIE! Während die Strafe von Real Madrid noch aussteht, bat ihn die Polizei bereits zur Kasse. Die saftige Geldstrafe beläuft sich auf 90 Euro. Wichtiger Zusatz der spanischen Zeitung: "Benzema akzeptierte die Höhe der Strafe".

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