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Fussball

Blitzlichter: Bier besser als Sprite

Von Oliver Birkner / Frank Oschwald
Bier ist besser als Sprite

Ein Ex-Coach von Emile Mpenza plaudert in seiner Biografie über das wilde Leben des Stürmers und enthüllt schmutzige Gründe für das Fehlen des Belgiers. Während in Italien Waschmaschinen über den Platz getragen werden, sind in Spanien nur Heulsusen unterwegs. Die Blitzlichter der Woche.

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von Oliver Birkner

Sprite des Spieltags: Was jedem hinlänglich bekannt war, bestätigte nun auch endlich der Platz: Bier ist besser als Sprite. In der Europa League zauberte sich Inter neulich zur doppelten Demütigung: Ein 0:2 gegen den fantastischen Klub-Namen Beer Sheva (Shevchenko und Milanisti wird er außerordentlich erfreut haben). Zudem ereignete sich die heimische Blamage in der Trikot-Couleur einer Sprite-Dose. Das passte zwar zur Mailänder Darbietung, dennoch muss sich der Designer auf übelsten synthetischen Drogen befunden haben. Gemeinsam mit seinem kleinen Bruder, der für den phosphoreszierenden Lichtblitz der Roma in Florenz schuldig gesprochen wurde. Die Fanta-Version für die Hauptstadt entsprach zumindest marginal den Vereinsfarben.

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Doch zurück zu den Sprite-Vertretern. Denen warfen die Tifosi an den Kopf, in jenem Aufzug "höchstens einen Rülps-Wettbewerb" zu gewinnen. Und die flehende Bitte "Cazzo, hängt euch wenigstens fürs Trikot rein" wurde gleich wieder mit "Oh Gott, nein, lieber doch nicht" verworfen. Es zogen drei Tage ins Land und der Zeugwart hatte für das Duell mit Juventus doch noch irgendwo eine schwarzblaue Kluft ausgegraben. Siehe da: Die Mailänder zeigten ihre anständigste Saisonleistung, siegten nach Rückstand 2:1 und urplötzlich hängt der Haussegen wieder akkurat. Frank de Boer stand nach 40 Tagen laut Gazetten eigentlich schon wieder vor der Rückreise in die Niederlande, am Sonntagabend indes wurde er dann tatsächlich nach Meisterchancen befragt. Sein Pendant Max Allegri erfuhr die gegenläufige Schizophrenie des Calcio. Rotation, ein Remis und eine Niederlage genügten, dass der eminent erfolgreiche Coach zum Grundübel für Welthunger und Windows-Abstürze deklariert wurde. Football, bloody hell!

Waschmaschine des Spieltags: Schnörkellos las Torino-Trainer Sinisa Mihajlovic seinem Stürmer Maxi Lopez die Leviten: "Er trägt eine Waschmaschine mit sich herum. Solange Maxi sieben Kilo Übergewicht hat, wird er nicht mehr spielen, so kann kein Profi auftreten. Wir haben ihm eine Diät verpasst, mit der er jede Woche ein Kilo abnehmen muss." Sieben Kilo sind natürlich eine Hausnummer. Hoffen wir nur, dass der 32-Jährige nicht den Ratschlag von Schauspieler Diego Abatantuono befolgt: "Maxi Lopez sollte meine eiserne Salat-Diät befolgen - alles außer Salat essen." Vollwaschgang bitte.

Altro? Unkonventionelles verriet kürzlich Milan-Manager Adriano Galliani über seine Einkauf-Strategie für die Offensive: "Vorher schaue ich immer auf die Trefferzahl pro Saison im Panini-Almanach. Das hat stets geholfen, zuletzt bei Carlos Bacca." Davor war er jedoch scheinbar einige Male in der Zeile verrutscht, aber sei's drum. Ob auch Napoli Panini vertraut, ist ungeklärt. In jedem Fall machten sie aus der 9 flugs eine 99 - ist ja kein allzu großer Unterschied.

Der Name wiederum schon. Gehen Higuain und Milik noch flott über neapolitanische Lippen, war Gonzalo doch angenehmer als Arkadiusz. So heißt der Pole nun einfach Armadius, angelehnt an das italienische Wort für Schrank. Ganz so reglos wie Ikeas sperriger PAX gibt sich der 22-Jährige aber nicht und notiert bereits drei Doppelpacks. Für die schnelllebigen Gazetten gilt Milik aufs Erste als der Mann "mit dem Vornamen eines Kaisers und Körper eines Gladiators". Schränke haben es im Calcio eben leichter als Waschmaschinen.

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