Fussball

"Habe Ibra eine Kiste an den Kopf getreten"

Von SPOX
Carlo Ancelotti hat Zlatan Ibrahimovic zwei Jahre lang bei Paris Saint-Germain erlebt

Carlo Ancelotti begeistert in München mit seiner ruhigen Art, kann aber auch anders. Der Neu-Coach des FC Bayern wird von den Usern von Four Four Two mit einem Question-and-Answer einmal querbeet durch seine Karriere geführt. Der Italiener steht Rede und Antwort und hat einige Anekdoten im petto.

Ancelotti räumt mit den öffentlichen Thesen auf, Cristiano Ronaldo sei ein schwieriger Charakter. Im Gegenteil: "Er ist sehr leicht zu trainieren, weil du ihm nichts erklären musst. Er weiß, was er tun muss. Ich war froh, ihn im Team zu haben. Er hat 50 Tore pro Saison geschossen, weil er der Allerbeste sein will."

Der Italiener habe sich eines Tages sogar erlaubt, diesen Ehrgeiz auf die Probe zu stellen: "Ich sagte ihm mal vor einem großen Spiel, dass er auf der Bank Platz nehmen müsse. Ich sagte zu ihm: 'Unser Spiel ist um 16 Uhr, aber du wirst dich morgen ausruhen'. Er guckte mich so lange komplett geschockt an, bis ich sagte, dass es ein Scherz war."

Der 57-Jährige vergleicht CR7 mit einer anderen Größe. Der Portugiese sei wie Zlatan Ibrahimovic. Beide hätten ein großes Ego, würden aber für ihr Team spielen. "Ein Trainer will so ein Ego in einem Spieler sehen. Ibra nutzt sein Ego für etwas Gutes", erklärt Ancelotti: "Ibra ist sehr lustig, aber genauso professionell."

"Er hat nicht reagiert"

Der Schwede bekam allerdings nicht immer Nettes von seinem ehemaligen Coach an den Kopf geworfen - wenn auch unfreiwillig. Ancelotti, der für seine Ruhe und Gemütlichkeit bekannt ist, kann auch anders.

Nach dem Ausscheiden im Coupe de France mit Paris Saint-Germain 2013 gegen Evian "war ich wirklich sehr sauer. Ich habe eine Tür kaputt gemacht. Ich habe auch eine Kiste getreten und sie landete an Ibrahimovics Kopf. Er hat nicht reagiert", erzählt der Teilzeit-Rowdy.

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Ancelotti hat bereits mit vielen Top-Stars zusammengearbeitet. Einige Kooperationen blieben ihm aber verwehrt. "Ich habe versucht, Steven Gerrard nach Mailand zu holen, aber es war nicht möglich", verrät der ehemalige AC-Coach.

Er wollte ebenso Roberto Baggio nach Parma locken. Auch mit Francesco Totti und Wayne Rooney hätte er gerne zusammengearbeitet.

Zukunft als Nationaltrainer?

Mit Letzterem wäre das sogar beinahe geschehen. 2013 nach dem Rücktritt von Sir Alex Ferguson bei Manchester United sprach selbiger mit Ancelotti über ein Engagement bei den Red Devils, "aber ich habe Real Madrid schon mein Wort gegeben. United war zu spät. Ich wäre durchaus daran interessiert gewesen."

Ancelotti hat in seiner Laufbahn als Trainer schon für acht Klubs gearbeitet. Ein Engagement als Nationaltrainer drängt sich da natürlich als nächsten Schritt auf. Er war schon mal Co-Trainer in Italien unter seinem Mentor Arrigo Sacchi.

Cheftrainer eines Landes will Ancelotti aber vorerst nicht werden, schließt es aber nicht aus: "Vielleicht in der Zukunft. England? Wieso nicht? Ich hätte kein Problem damit."

Carlo Ancelotti im Steckbrief

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