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Fussball

Even cold Movember rain

Von SPOX
© bournemouth

Premier League

Von Frank Oschwald

Schnauzer des Spieltags: Ja, da sich am Freitagnacht der Oktober für ein Jahr wieder in den Ruhestand verabschiedete, ist es wieder so weit: der Movember is back! Die Zeit, in der sich zahlreiche Milchbubis Hoffnung machen, mit Hilfe ein paar Härchen zwischen Nase und Mund, die Männlichkeit von Burt Reynolds zu erlangen. Der karitative Gedanke in allen Ehren, doch es würde vielleicht auch andere Möglichkeiten geben....wie auch immer, Geschmäcker sind eben verschieden.

Viel wichtiger ist hier, dass der AFC Bournemouth aus der zweiten Liga ebenfalls fleißig am Movember teilnimmt und somit auf zahlreiche Männerkrankheiten aufmerksam machen will. Doch ein paar alberne Bärte in Spielergesichtern sind den Cherries zu wenig, sie gehen in die Vollen und legen Hand an eine der heiligsten Institutionen des Vereins. Denn für den November änderte Bournemouth das Klub-Wappen. Das Männchen, das im Logo den Ball köpft, bekommt somit für einen Monat einen astreinen und angezwirbelten Schnauzer. Das alte Wappen verschwindet kurzzeitig von der Bildfläche und wird durch die Movember-Edition ersetzt. Am Samstag trat das Team erstmals mit neuem Logo auf und gewann 3:2. Auch die Fans wurden bei der Aktion übrigens mit ins Boot genommen. Vor dem Stadion wurden Wappen-Aufkleber verteilt, die man sich - zumindest für einen Monat - auf die Brust kleben kann.

Erdbeere des Spieltags: Für die Fußball-Profis ist das ja immer fies mit diesen ganzen Sprachen. Ständig wechselt man den Klub und soll dann auf einmal in einem fremden Land perfekte Interviews fernab der Muttersprache geben. Während noch vor Jahrzehnten einige Spieler so ihre Probleme hatten (siehe Beckenbauer, F.; Matthäus, L. et al.), kämpfen sich heutzutage die meisten doch zumindest mit Englisch durch. Auch der Belgier Eden Hazard stellt sich bereits in mehr oder weniger fehlerfreiem Englisch den Kameras. Doch hin und wieder klemmt's dann doch wieder.

In einem TV-Interview sprach der kleine Dribbler über sein Bankdrücker-Dasein beim League-Cup-Auftritt der Blues bei Viertligist Shrewsbury. Hazard, geografisch fit, holte aus und meinte, er sei ja auf der Bank gesessen unter der Woche. Als er den Gegner ans Ende des Satzes schieben wollte, merkte man, dass er den Namen nicht mehr zu 100 Prozent auf dem Schirm hatte. Er pausierte kurz, schaute den Journalisten an und sagte statt Shrewsbury dann letztlich Strawberry. Klingt ähnlich, schmeckt dann aber doch deutlich besser als Shrewsbury. Die Erdbeermannschaft, ist doch mal 'ne schöne Alternative zur Gurkentruppe.

Anything else? Quizfrage: Was macht ein Fußball-Profi in seiner Freizeit? Richtig! Er filmt seinen eigenen Werbespot-Auftritt in einem H&M und wird dann aus dem Laden geschmissen. Hört sich jetzt zunächst leicht skurril an, doch exakt diese Geschichte ist West Hams Andy Carroll passiert. Dieser flog unter der Woche aus eben diesem Geschäft in Rom. Dabei wollte der stolze Engländer lediglich einen Werbespot abfilmen, in dem er zu sehen ist. Doch fünf Sekunden nach Start des Videos kam links ein Mitarbeiter in die Szenerie geschossen und unterbrach die Videopiraterie mit einem italienischen "No foto". Da Carroll nicht aufhörte, wurde er hochkant aus dem Laden geschmissen. Das Video stellte er dankenswerterweise dennoch auf seinem Instagram-Account zur Verfügung.

Auch die Rutherford Raiders haben Stress an der Backe. Das Amateurteam fand trotz intensiver Suche keinen Sponsor für die neue Runde. Aus Spaß druckten sich die Spieler deshalb das Logo einer Pornoseite auf die blanke Brust. Die Rotlicht-Firma bekam Wind davon und sponsorte das Team tatsächlich, um etwas Publicity zu bekommen. Ein Sturm der Entrüstung brach los. Wie könne man so etwas nur machen? Ein Spieler des Vereins äußerte sich schließlich und schlichtete: "Ich kann nicht verstehen, warum das so schlimm ist? Es ist eben schwierig, einen Sponsor zu bekommen." Schlagkräftiges Argrument.

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