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Fussball

Im Schatten der großen Stars

Von Ben Barthmann
Drei heiße Talente: Haris Seferovic, Luca Marrone und Matej Vydra (v.l.n.r.)
© spox

Nach den vielbeachteten Transfers von Gareth Bale und Mesut Özil hat sich der Staub, den diese Wechsel auf dem internationalen Transfermarkt aufgewirbelt haben, wieder gelegt. Grund genug, einen Blick auf acht vielversprechende Talente zu werfen, die ebenfalls in der abgelaufenen Transferphase den Verein wechselten.

Mubarak Wakaso (23 Jahre, von Espanyol Barcelona zu Rubin Kasan)

Wakasos Transfer ging so gar nicht durch die europäischen Medien. Ein ghanaischer Mittelfeldspieler wechselt von einem spanischen Mittelklasseverein nach Russland: Unspektakulärer könnte ein Transfer fast nicht sein. Dabei ist Wakaso alles andere als unauffällig. Nachdem er sich bei Villarreal in die erste Mannschaft spielte, wechselte er zur Saison 2012/2013 zu Espanyol.

Dort gelang ihm auch der Durchbruch: Wakaso stand 23 Mal in der Startaufstellung, erzielte drei Tore und bereitete sechs weitere vor. Im gleichen Jahr wurde er zum Afrika Cup berufen und netzte in fünf Spielen gleich vier Mal für sein Heimatland. Doch Aufmerksamkeit erhielt der Flügelspieler viel eher durch seine Ansammlung Gelber und Roter Karten: Ganze 17 in gelb und zwei Platzverweise handelte er sich im Jahr 2013 ein.

Nun will Wakaso unter Trainer Kurban Berdyev für Kasan auf Torejagd gehen. Dort stellt eine mehr als gleichwertige Alternative zu den alternden Dmitri Torbinski und Gökdeniz Karadeniz dar. In der russischen Premjer Liga werden ihm besonders seine körperbetonte Spielweise und Schnelligkeit weiterhelfen. Diese sportlichen Parameter und die fast wöchentlich wechselnden sowie extravaganten Frisuren machten ihn schon in Spanien schnell zum Publikumsliebling.

Juan Quintero (20 Jahre, von Delfino Pescara zum FC Porto)

Juan Cuadrado, Falcao, Fredy Guarin, James Rodriguez und Jackson Martinez - alles Kolumbianer, die einmal für den FC Porto aktiv waren oder im Falle von Martinez noch aktiv sind. Auch der Name Quintero würde sich gut in dieser Liste machen, denn der junge Kolumbianer scheint der typische Porto-Transfer zu sein: Ein Südamerikaner, für wenig Geld gekommen, kreativ, technisch stark.

Nachdem er sich zuletzt in der Serie A bei Absteiger Pescar, sowie bei der U20-Weltmeisterschaft als Stammspieler und Leistungsträger in den Blickpunkt verschiedenster Vereine spielte - unter anderem sollen Manchester United und Inter Interesse angemeldet haben - wechselte der Spielmacher zur neuen Saison in die portugiesische Hafenstadt. Bereits nach dem ersten Testspiel gegen den SSC Neapel lobte Trainer Paulo Fonseca seinen Neuzugang in höchsten Tönen.

Denn Quintero besticht nicht nur durch seine tollen Fähigkeiten am Ball, sondern bringt auch das nötige Auge mit, um seine Mitspieler in Szene zu setzen. Dabei ist seine größte Stärke auch seine größte Schwäche: Der 20-Jährige ist mit dem linken Fuß genial, mit dem rechten aber weit von internationaler Klasse entfernt. Daran muss er noch arbeiten, um eine höhere Unberechenbarkeint in sein Spiel zu bekommen.

Es riecht also ein wenig nach dem nächsten 40-Millionen-Abgang für Porto. Wieso? Das ist die festgeschriebene Ausstiegsklausel in Quinteros Vertrag...

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