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Fussball

"Fairplay" auf Mailänder Art

SID
Der AC Milan machte am Wochenende nicht gerade durch Fairplay auf sich aufmerksam
© getty

Premier League

Von Raphael Honigstein

Spiel des Spieltags: So richtig gut war ehrlich gesagt gar kein Spiel an diesem Wochenende - die Premier League kommt dieses Jahr nur schwer in die Gänge. Immerhin gab es beim 1:0 von Everton gegen Chelsea die erste mittelgroße Überraschung. Steven Naismiths Tor bescherte den Toffees einen schönen Sieg - und Jose Mourinho ein paar nostalgische Momente. "Nein, es nicht alles wie 2004", sagte der Portugiese ein bisschen traurig. "Damals (in Mourinhos erster Saison an der Stamford Bridge, der Verf.) haben wir im Oktober unser erstes Spiel verloren. Diese Mannschaft ist anders, sie hat ein anderes Profil".

Es gelte nun, hart zu arbeiten, um "das schöne Spiel in Tore zu verwandeln". Nun, so schön war das Spiel der Blauen im Goodison Park eher nicht. Und Samuel Eto'o ging vorne in Sturm nach dreißig Minuten die Puste aus. Warum Mourinho Romelu Lukaku an Everton verlieh, bleibt ein Rätsel, aber auch hier bringt, wie Jose sagt, der Vergleich mit der Vergangenheit nichts. "Didier Drogba ist nicht mehr da, wir haben jetzt andere Spieler. Lukaku und Drogba haben nicht das gleiche Profil. Sie sind grundverschieden", sagte Mou, den am Samstag nichts aufheitern konnte.

Mann des Spieltags: Am Vorabend mit Magen-Darm-Grippe außer Gefecht und am Samstag der Matchwinner: Mesut Özil feierte beim 3:1 von Arsenal in Sunderland einen traumhaften Premier-League-Einstand. "Ich glaube, er trug Zauberschuhe, jede Ballberührung war gut", schwärmte Sunderland-Coach Paolo Di Canio, "wir müssen mal nachschauen, ob das nicht doch Handschuhe waren." Nein, der 24-Jährige lief nicht auf den Händen durch das Stadium of Light. Aber er war so gut, dass Kollegen wie Aaron Ramsey ihm fast schon Liebeserklärungen machten. "Sein linker Fuß ist ein Wunder, so wie er den Ball streichelt kommt jeder Pass perfekt in den Lauf", säuselte Ramsey beseelt. Özil, das scheint sicher, wird es schaffen, dass Arsenal noch mehr wie Arsenal spielt. Ob dadurch die Probleme in der Defensive verschwinden, ist allerdings eine andere Frage.

Anything Else? Hull-City-Eigentümer Assem Allam macht Ernst. In einem Interview mit dem Guardian erneuerte der in Ägypten geborene Unternehmer sein Vorhaben, den Klub in "Hull Tigers" umzubenennen. "In ein paar Jahren werden viele Klubs ihre Namen verändern und sich interessantere Namen geben", prophezeite der 73-Jährige, "ich werde als Pionier gelten." Im Moment finden besonders die armen Null-Fans doch ein paar andere Bezeichnungen für den Mann. Für die Kollegen von Manchester City hatte Allam übrigens auch noch einen tollen Tipp: "Als Eigentümer von City würde ich sie in Manchester Hunter (Jäger) umbenennen - das hat Power". Eine prima Idee.

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