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Fussball

Wer schubst wen zu welchem Klub?

Von SPOX
Edinson Cavani vom SSC Neapel ist einer der gefragtesten Stürmer in Europa
© getty

Mario Gomez, Robert Lewandowski, Edinson Cavani, Gonzalo Higuain und Co. wollen im Sommer den Verein wechseln. Noch warten alle, bis das Stürmer-Domino ins Rollen kommt, denn irgendwie ist alles miteinander verwoben. Dabei ist der erste Stein schon gefallen, aber in eine unerwartete Richtung. Eine Übersicht.

Radamel Falcao (Von Atletico Madrid zum AS Monaco)

Erst 2011 wechselte Falcao für 47 Millionen Euro von Porto zu Atletico. Doch schon in seiner zweiten Saison war klar, dass er den Verein wieder verlassen wird. Der FC Chelsea und der Stadtrivale Real Madrid galten als wahrscheinlichste Ziele. Atletico hätte einem Transfer zu Real nur schweren Herzens und gegen eine erhebliche Entschädigungssumme zugestimmt, aber Chelsea, das schien zu passen.

Doch auf einmal drängelte sich der vom russischen Milliardär Dmitri Ribolowlew gesponsorte Aufsteiger AS Monaco ins Geschäft und stach die namhaften Konkurrenten mit einem sagenhaften Angebot aus. 60 Millionen Euro Ablöse für Atletico und angeblich 14 Millionen Euro Jahresgehalt für Falcao lässt sich Ribolowlew den Transfer kosten.

"Ich bin froh, dass mir Monaco für dieses sehr interessante Sport-Projekt das Vertrauen schenkt. Wir wollen Monaco in der Elite des europäischen Fußballs etablieren", sagte der 27 Jahre alte Kolumbianer.

Falcao war der erste Stein, der in diesem Transfer-Domino der Superstürmer gefallen ist. Nur blieb die Kettenreaktion aus, weil Monaco als Zweitligist natürlich keinen Stürmer ähnlicher Kategorie weiterverkaufen kann. Das Warten auf den großen Transferrausch geht also weiter.

Mario Gomez (FC Bayern München)

Nach 174 Pflichtspielen und 114 Toren scheint die Zeit von Gomez beim FC Bayern abgelaufen. "Die Tendenz bei Mario geht ganz klar dahin, dass er sich vom FC Bayern trennen wird", sagt sein Berater Uli Ferber. Die Bayern würden ihren Stürmer auch ziehen lassen, wenn auch "nicht um jeden Preis", wie der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge erklärte.

Dabei geht es den Münchnern aber in erster Linie darum, Gomez nicht unter Wert zu verkaufen. Schließlich überwies der FCB 2009 30 Millionen Euro an den VfB Stuttgart. Eine Summe zwischen 20 und 30 Millionen Euro will der Klub bei einem Transfer von Gomez schon noch erlösen.

Die Vermutung, dass der Abschied von Gomez an einen Kauf von Robert Lewandowski geknüpft ist, haben Rummenigge und Sportvorstand Matthias Sammer dementiert. Die Personalien seien "völlig unabhängig" voneinander.

Aber wo ist Platz für Gomez? Mit dem AC Florenz sollen die Verhandlungen schon ziemlich weit sein und grundsätzlich Einigkeit bestehen. Aber die Italiener können sich aus dem Stand die Ablöse nicht leisten. Falls Stevan Jovetic aber für kolportierte 30 Millionen Euro zu Juventus Turin wechselt, könnte alles ganz schnell gehen.

Als Alternativen gelten der SSC Neapel, der nach einem Ersatz für Edinson Cavani sucht, falls dieser den Klub verlassen sollte, Atletico Madrid, wo ein Falcao-Ersatz benötigt wird und Manchester City, das vielleicht Edin Dzeko und Carlos Tevez ziehen lässt.

Robert Lewandowski (Borussia Dortmund)

Die Fronten sind verhärtet. Lewandowski hat mittlerweile mehrfach betont, dass er sofort zu seinem "Wunschverein" wechseln möchte. Dass es sich dabei um den FC Bayern handelt ist kein Geheimnis. Der BVB hat aber klargestellt, dass Lewandowski 2013 auf keinen Fall nach München verkauft wird.

Sollte die Transferposse wirklich in eine Schlammschlacht ausarten, könnte die Lösung in einem Wechsel ins Ausland zu Real Madrid oder Manchester United liegen. Was zumindest bei United auch Auswirkungen auf die Zukunft von Wayne Rooney haben würde.

Allerdings wird in der Branche seit einiger Zeit geraunt, dass Lewandowskis Berater beim FC Bayern spätestens für 2014 schon eine Wechsel-Vereinbarung unterschrieben hätten. Und Lewandowski will ohnehin nur nach München. Ein offizielles Angebot der Münchner für einen sofortigen Wechsel liegt dem BVB nicht vor. Die Tendenz geht dahin, dass er schmollende Lewandowski am 3. Juli seinen Dienst bei der Borussia antreten muss.

Edinson Cavani (SSC Neapel)

Aurelio De Laurentiis ist ein Freund klarer Worte und knallharter Verhandlungspartner. Napolis Präsident ist auf einen Abschied Cavanis vorbereitet und hat schon Alternativen wie Mario Gomez an der Angel.

Aber klar ist auch: unter der festgeschriebenen Ablösesumme von 63 Millionen Euro geht nichts. "Wir haben viele Angebote für Cavani erhalten, aber alle waren viel niedriger als die festgeschriebene Summe", sagt De Laurentiis. Als größte Interessenten gelten Real Madrid, Manchester City und der FC Chelsea.

Cavani hat in Neapel noch einen Vertrag bis 2017 und wenn die Angebote nicht erhöht werden, wird der Uruguayer kommende Saison mit den Süditalienern in der Champions League antreten. Vieles deutet aber darauf hin, dass Real Madrid sein Angebot nochmal aufbessern wird, wenn die Königlichen endlich mal ihre Trainerfrage geklärt haben.

Seite 2: Der suchende Higuain und Dortmunds Problem

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