Fussball

Sex mit Frau Balotelli und "Miss BumBum"

Von SPOX
Kann jetzt noch lachen: Balotelli-Freundin Fanny (2. v. R.)
© imago

Premier League

Von Raphael Honigstein

Vergleich des Spieltags: Newcastles Saison wird immer mehr zur Horror-Show. Nicht wenige Experten hatten die "Elstern" im Sommer als Anwärter auf einen Champions-League-Platz gesehen, aber zahlreiche Verletzungen, die Mehrfachbelastung in der Europa League und Alan Pardews uninspirierte Trainingsarbeit haben den Klub aus dem Nordosten an den Rand der Abstiegszone geführt. Am Samstag schoss der FC Liverpool, unter Brendan Rodgers auch nicht gerade ein Spitzenklub, Newcastle im St. James' Park mit 6:0 ab. Es war die höchste Heimniederlage seit 87 Jahren; sogar Jordan Henderson traf zwei Mal für die Gäste, das sagte wirklich alles über die Leistung von United. "Natürlich mache ich mir sorgen", sagte Pardew, "einige hatten es heute nicht verdient, das schwarz-weiße Trikot zu tragen." Der nach seiner Bissattacke gegen Branislav Ivanovic für zehn Spiele gesperrte Luis Suarez wurde von Daniel Sturridge, dem Torschützen des dritten und vierten Tores, glänzend vertreten. Am Sonntagabend, als die Spielergewerkschaft (PFA) Suarez in die Elf des Jahres wählte, wurde sein Name von den geladenen Gästen mit Buhrufen - oder Bell-Rufen? - quittiert. Dabei hatte sich der Uruguayer aufrichtig für seine Missetat entschuldigt. Besser, man hätte Rodgers ausgebuht. Der Trainer, der wegen seiner stets sehr bemühten Statements oft an David Brent, das Vorbild von "Stromberg" erinnert, hatte Suarez' Biss als Akt des Frustes erklärt: "so, als ob ein Tennispieler seinen Schläger zertrümmert." Hmm, so eher nicht. Und der Hinweis auf Suarez' Herkunft war auch leicht daneben. "In Uruguay dreht sich alles ums Überleben", sagte Rodgers. So schlimm, dass sich die Leute gegenseitig auffressen, ist es aber dort nicht, oder?

Mann des Spieltags: "Enttäuschte Liebe", sagte Arsene Wenger, als er auf die Reaktionen des Publikums im Emirates-Stadion angesprochen wurde. Robin van Persie wurde bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstärke ausgebuht, ließ sich aber wie sein Team wenig anmerken. Arsenal begann stark, erzielte das 1:0 durch Theo Walcott schon nach zwei Minuten und ließ dann ziemlich stark nach. Van Persie besorgte per Elfmeter den Ausgleich für Manchester United ("sie haben wohl ein bisschen viel gefeiert diese Woche", meinte Ex-Gunner Martin Keown), am Ende schienen beide Mannschaften mit dem Punkt zufrieden. Van Persie tauchte hinterher in der Arsenal-Kabine zum Plausch mit dem Ex-Kollegen auf, "bei uns ist das Essen besser", erklärte Wenger. Der Franzose schien "RVP" seinen Treffer aber irgendwie nicht so richtig zu gönnen. "Er hat heute nicht getroffen", sagte er, "Okay, er hat einen Elfmeter verwandelt, aber das ist ja nicht das Selbe." In den Augen der Premier League ist das aber leider doch zumindest das Gleiche. Arsenal könnten die zwei Punkte im Rennen um die Champions-League-Plätze fehlen. An der Grundkonstellation hat sich allerdings wenig geändert. Zur gleichen Zeit vor einem Jahr hatten die Nord-Londoner 65 Punkte und 67 Tore auf dem Konto, nun sind es 64 Punkte und 66 Tore. Wer bei den Gunners trifft, nicht trifft oder nur so halb trifft, scheint keine Rolle zu spielen.

Und sonst? Gareth Bale wurde wenig überraschend zum Spieler des Jahres und "Young" Spieler des Jahres gewählt, die Doppelauszeichnung hat sich der Waliser verdient. Weniger gut verlief das Wochenende für seinen Ex-Trainer Harry Redknapp. Der QPR-Coach darf zusammen mit seinem wild zusammengewürfelten Haufen in die zweite Liga, das unendlich fade 0:0 ("fortwährender Müll", schrieb die Times) gegen Reading nahm auch die Elf von Nigel Adkins mit nach unten. Redknapp trifft natürlich keine Schuld, er kam ja erst im November ins Amt und durfte nur ein paar Dutzend Millionen Pfund in Irrsinns-Transfers verbrennen. Die Gründe für den Misserfolg liegen also anderswo, klar. "Wir hatten ein Problem mit dem Team-Geist", sagte Redknapp, "die Kabine ist gespalten." Die unterschiedlichen Gehälter seien das Problem. "Es ist in Ordnung, wenn einer viel verdient und Leistung bringt, aber wenn die Leistung nicht stimmt, schauen die anderen auf ihn", führte Redknapp aus. Wer für diese Gehaltsunterschiede verantwortlich war, wurde leider nicht geklärt; um Redknapp muss man sich dank seiner vielen Freunde in den Medien aber keine Sorgen machen. "Die Söldner müssen raus, lasst Harry einkaufen, dann führt er QPR wieder nach oben", schrieb Mark Lawrenson im Mirror. Finde den Fehler.

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