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Fussball

FC Bayern: "Werbung für den Frauenfußball" - So lief die Arena-Premiere der Frauen

Von Johannes Ohr
13.000 Zuschauer feuerten das Frauen-Team des FC Bayern in der Allianz Arena an.

Die Frauen von Bayern München haben bei ihrem "Meilenstein" in der Allianz Arena im Viertelfinal-Kracher der Champions League zwar mit 1:2 (0:1) gegen Paris St. Germain verloren. Die Premiere in der Arena ist vor 13.000 Zuschauern aber dennoch geglückt.

In der Schlussviertelstunde gaben die Zuschauer noch einmal alles. Die Fans in der Allianz Arena erhoben sich von ihren Sitzen, peitschten das Team von Trainer Jens Scheuer nach vorne. Und tatsächlich: Wie von einer Welle getragen jagte Klara Bühl einen Freistoß zum 1:2-Anschlusstreffer in den Kasten. "Jetzt brennt hier die Bude", brüllte ein enthusiastischer Fan angesichts des großen Jubels im weiten Rund.

Dass Bühls Bude am Ende nicht mehr zum 2:2-Ausgleich reichte, war den nach Vereinsangaben 13.000 Zuschauern - darunter die Bayern-Bosse um Oliver Kahn und Herbert Hainer, Trainer Julian Nagelsmann sowie Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg - am Ende aber egal. Zu spannend das Spiel, zu aufopferungsvoll der Kampf der Frauen.

Nach dem Schlusspfiff blieben deshalb fast alle auf ihren Plätzen, um den Spielerinnen bei ihrer Ehrenrunde zu applaudieren. Szenen, die zeigen, dass die Premiere der Frauen beim "Meilenstein" in der Allianz Arena vollauf geglückt ist.

Die Stimmung in der Arena, zumindest in der 2. Halbzeit, beschrieben hinterher viele sogar als besser als beim 4:0 der Profis in der Vorwoche gegen Union Berlin.

Arena-Premiere der FCB-Frauen: "Die Zuschauer haben uns geholfen"

"Man hat schon gemerkt, dass das Publikum uns nach vorne getrieben hat. Gerade in der 2. Halbzeit war es sehr laut", beschrieb Trainer Jens Scheuer die Atmosphäre vor der größten Kulisse, vor der die Frauenmannschaft des FC Bayern München bei einem Heimspiel jemals aufgelaufen ist.

Und Torschützin Klara Bühl ergänzte: "Man hat die Atmosphäre gespürt, die Zuschauer waren da, das hat uns sehr geholfen. In Momenten, in denen es eng war, hat uns das einen Push gegeben. Wir haben uns über die Zuschauerzahl gefreut. Wir wussten, auf welcher Bühne wir spielen dürfen. Wir haben gesagt, dass wir das als positive Energie nutzen."

Im Rückspiel ist trotz der unglücklichen Niederlage noch alles drin. "Trotz des nicht so guten Ergebnis sehen wir das positiv", sagte Kapitänin Lina Magull: "Ein Tor in Paris ist auf jeden Fall machbar." Ein 1:0 würde für eine Verlängerung reichen, mit einem 2-Tore-Vorsprung wäre das Team nach 2019 und 2021 zum dritten Mal im Halbfinale der Königsklasse.

Nur: Welche Energie kann der Frauenfußball aus diesem Abend nutzen? Scheuer hofft, dass der Abend gegen Paris der Startschuss zu einer nachhaltigen Entwicklung ist. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Zuschauer - und mehr Spiele in der Arena: "Wer das Spiel gesehen hat, dem war es nicht langweilig. Es war ein tolles Spiel, das wir gezeigt haben. Ich hoffe, dass das nicht eine Eintagsfliege war. Dass wir uns die Bühne Champions League weiter erarbeiten und dann bei ausgewählten Spielen wieder so ein Erlebnis haben. Es war Werbung für den Frauenfußball."

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