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Fussball

Missbrauchsskandal im US-Fußball: Ligachefin Baird tritt zurück, FIFA schaltet sich ein

SID
Nach den massiven Vorwürfen der sexuellen Nötigung in der amerikanischen Frauenfußball-Profiliga NWSL ist Ligachefin Lisa Baird von ihrem Amt zurückgetreten.

Nach den massiven Vorwürfen der sexuellen Nötigung gegen einen Trainer in der amerikanischen Frauenfußball-Profiliga NWSL ist die Ligachefin Lisa Baird von ihrem Amt zurückgetreten. Das bestätigte die National Women's Soccer League via Twitter. Der Weltverband FIFA und der nationale Verband US Soccer, der die Liga 2012 mitbegründet hatte, kündigten Untersuchungen an. Die NWSL-Spiele am Wochenende waren zuvor abgesagt worden.

Die früheren Spielerinnen Sinead Farrelly und Meleana Shim hatten in einem Artikel des Portals The Athletic detailliert Übergriffe ihres Ex-Trainers Paul Riley über mehrere Jahre geschildert. Der Klub North Carolina Courage entließ daraufhin den Engländer, der US-Verband entzog ihm die Lizenz. Riley bestreitet die Vorwürfe, die heftige Reaktionen im Land der Weltmeisterinnen und Kritik an der bisherigen Untätigkeit der NWSL nach sich zogen.

"Ich bin angewidert und habe zu viele Gedanken, um sie im Moment zu teilen. Fazit: Schützt eure Spielerinnen", schrieb Weltmeisterin Alex Morgan. Superstar Megan Rapinoe forderte: "Brennt alles nieder. Lasst all ihre Köpfe rollen."

Riley ist bereits der dritte NWSL-Coach, der dieses Jahr wegen Fehlverhaltens entlassen wurde. Ein vierter Fall ereignete sich bei OL Reign, seit Sommer der Klub von Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan, wo Trainer Farid Benstiti zurücktrat. Die Spielerinnenvereinigung NWSLPA forderte ein Ende des "systemischen Missbrauchs".

Unterstützung kam auch von der Tennis-Ikone Billie Jean King, die via Twitter nachhaltiges Durchgreifen forderte: "Die Änderungen an der Spitze sind ein guter erster Schritt, aber die Liga muss sichere Umgebungen für die Fußballerinnen schaffen, in denen sie sich äußern und gehört werden können. Es darf null Toleranz für das geben, was die Spielerinnen ertragen haben."

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