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Fussball

DFB-Frauen vor EM immer besser in Schwung

SID
Lena Lotzen konnte mit der deutschen Nationalmannschaft den 1:0-Erfolg feiern
© getty

Die deutschen Fußballerinnen kommen vor der EM in Schweden immer besser in Schwung. Trotz großer Verletzungssorgen gewann das Team von Bundestrainerin Silvia Neid gegen Kanada 1:0.

Dabei präsentierte sich die phasenweise drückend überlegene Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schon in ansprechender Form - einziges größeres Manko war die mangelhafte Chancenverwertung.

Leonie Maier mit ihrem ersten Länderspieltor im achten Einsatz erzielte den Treffer zum hochverdienten Sieg der Gastgeberinnen, die im elften Duell mit ihrem Lieblingsgegner den elften Sieg feierten. Letzter Gegner in der Vorbereitung vor dem EM-Auftakt gegen die Niederlande (11. Juli) ist am 29. Juni Weltmeister Japan.

Nach der jüngsten Absage von Babett Peter (Ermüdungsbruch im Fuß) fehlte Neid vor 9781 Zuschauern ein halbes Dutzend potenzieller Stammspielerinnen, was sich vier Tage nach dem lockeren 3:0 in Essen gegen die zweitklassigen Schottinnen aber kaum bemerkbar machte. Nach einem Warnschuss von Diana Matheson (3.), den Torhüterin Nadine Angerer entschärfte, übernahm die DFB-Elf klar das Kommando.

Zahlreiche Chancen ungenutzt

Vor allem in der Defensive brannte kaum etwas an - angesichts der zahlreichen Ausfälle wohl die wertvollste Erkenntnis für Silvia Neid. Jennifer Cramer ersetzte Babett Peter links in der Viererkette mit Bravour.

Zahlreiche Chancen blieben allerdings ungenutzt. Allein Torjägerin Celia Okoyino da Mbabi verfehlte vor der Pause dreimal aus aussichtreicher Position (19., 31., 41.). Lena Lotzen (45.) schoss bei der größten Möglichkeit der ersten Hälfte freistehend aus 16 Metern über das Tor.

Nach der Pause und der Einwechslung von Debütantin Melanie Leupolz bot sich das gleich Bild, doch dank Leonie Maier fiel auch die Führung. Die Rechtsverteidigerin vom SC Bad Neuenahr fasste sich aus spitzem Winkel ein Herz und traf sehenswert ins lange Eck. In der 66. Minute hatte Dzsenifer Marozsan Pech, als sie aus gut 25 Metern nur den Pfosten traf.

Beste deutsche Spielerinnen waren Maier und Lena Goeßling, bei den doch recht biederen Kanadierinnen überzeugte Diana Matheson.

Wer spielt im Tor?

Am Donnerstag wird Neid ihren nach den Ausfällen auf 25 Spielerinnen geschrumpften Kader um eine Torfrau und eine Feldspielerin reduzieren. Im Tor fällt die Entscheidung um die dritte Position hinter Spielführerin Angerer und Almuth Schult zwischen der erfahrenen Kathrin Längert und der 20-jährigen Laura Benkarth. Unter den Feldspielerinnen dürfte es Sara Däbritz oder Isabelle Linden treffen.

Das endgültige EM-Aufgebot bestreitet den dritten und letzten Lehrgang (24. Juni bis 3. Juli) sowie die Generalprobe in München gegen Japan. Am 7. Juli reist der DFB-Tross nach Schweden. Bei der EM trifft Deutschland in der Gruppenphase auf die Niederlande (11. Juli), Island (14. Juli) und Norwegen (17. Juli). Vor vier Jahren hatte die DFB-Auswahl den Titel mit einem 6:2 im Finale gegen England erfolgreich verteidigt.

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