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Fussball

Dortmund verpasst den Gruppensieg

Andan Januzaj (M.) hatte gegen PAOK keinen leichten Stand
© getty

Am 6. Spieltag der Europa League verlor Borussia Dortmund gegen PAOK Saloniki mit 0:1 (0:1) und zieht als Gruppenzweiter in die Runde der letzten 32 ein. Der Ex-Nürnberger Robert Mak erzielte das Tor des Tages.

Vor 55.000 Zuschauern im Dortmunder Signal-Iduna-Park brachte Robert Mak die Griechen völlig überraschend in Führung (33.).

Im zweiten Durchgang versuchte der BVB alles, um den Ausgleich zu erzielen, doch trotz einiger Möglichkeiten wollte dieser nicht gelingen. Der BVB fuhr damit erstmals seit vier EL-Spielen zu Hause keinen Sieg ein.

Aufgrund des Sieges von Krasnodar gegen Qäbälä im Parallelspiel wäre Dortmund auch bei einem Sieg nicht als Gruppenerster in die nächste Runde eingezogen.

Die Auslosung des Sechzehntelfinals findet am Montag in Nyon statt.

Die Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben es nicht geschafft, das Spiel zu gewinnen, obwohl wir drei, vier große Chancen hatten. Die Ausgangslage war nicht einfach, denn wir wussten, dass wir den direkten Vergleich verloren hatten. Mit Blick auf das Spiel am Sonntag und anschließend im Pokal war es schwer, eine Aufstellung zu finden."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Tuchel rotiert und tauscht im Vergleich zum Bundesliga-Sieg über Wolfsburg auf sieben Positionen. Bürki, Schmelzer, Piszczek, Castro, Gündogan, Mkhitaryan und Aubameyang schauen zunächst zu. Dafür spielen Weidenfeller, Park, Hummels, Ginter, Kagawa, Januzaj, Ramos und Debütant Stenzel von Beginn an.

Bei den Griechen trifft man auf fünf ehemalige Bundesliga-Akteure: Malezas (Ex-Düsseldorf), Tzavellas (Ex-Frankfurt), Tziolis (Ex-Bremen), Mak (Ex-Nürnberg) und Berbatov (Ex-Leverkusen). Coach Tudor schickt das Team im 3-5-2 aufs Feld.

10.: Kagawa sorgt halblinks im Sechzehner für den ersten Torschuss der Begegnung. Der abgefälschte Ball klatscht an den linken Außenpfosten.

23.: Reus nimmt auf dem Flügel Tempo auf und dringt bis zur Grundlinie durch. Seine Hereingabe zischt durch den Torraum. Ginter wartet am langen Pfosten, doch seine Direktabnahme mit dem rechten Fuß aus spitzem Winkel verfehlt das Ziel deutlich.

33., 0:1, Mak: Konstantinidis mit einem flachen Pass in die Spitze, Park hebt das Abseits auf, sodass Mak den herausstürzenden Weidenfeller umkurvt und aus spitzen Winkel mit dem linken Fuß einschiebt.

42.: Doppelchance für den BVB! Januzaj tritt auf rechts an und zieht zur Mitte. Von der Strafraumkante nimmt der Belgier mit links Maß. Glykos pariert stark. Doch Reus setzt nach. Links in der Box wird der Winkel spitz. Reus trifft den linken Außenpfosten.

47.: Der zur Pause eingewechselte Mkhitaryan hat gleich die Riesenchance zum Ausgleich. Der Armenier kommt zentral im Strafraum frei zum Abschluss, scheitert allerdings am stark parierenden Glykos.

52.: Mkhitaryan schickt Park auf dem linken Flügel zur Grundlinie. Die wunderbare Flanke des Südkoreaners köpft Kagawa aus fünf Metern aufs Tor. Mit einer Hand lenkt Glykos die Kugel über die Querlatte.

60.: Ansatzlos zieht Henrikh Mkhitaryan von der linken Seite ab. Der Schuss zischt um Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

76.: Wieder Pech! Aus dem rechten Halbfeld hebt Mkhitaryan die Kugel mit viel Gefühl in den Sechzehner. Sechs Metern vor dem Tor köpft der eingewechselte Aubameyang die Hereingabe an den linken Pfosten.

83.: Am Fünfer kommt Mkhitaryan völlig frei zum Kopfball. Erneut ist Panagiotis Glykos zur Stelle und hält seinen Kasten sauber.

Fazit: Der BVB fand kein Mittel gegen die griechische Betonabwehr, hatte aber auch Pech.

Star des Spiels: Panagiotis Glykos. Sicherer Rückhalt der Griechen, reagierte eins ums andere Mal überragend. Hielt kurz nach der Pause stark gegen Mkhitaryan und war auch sonst immer auf der Höhe.

Flop des Spiels: Adnan Januzaj. Dem Belgier war in allen Belangen das fehlenden Selbstvertrauen anzusehen. Keine Körpersprache, zögerlich in seinen Entscheidungen und ohne Mut in seinen Aktionen. Wenigstens gönnte ihm Tuchel mal 90 Minuten Spielzeit.

Der Schiedsrichter: Mattias Gestraniuis (Finnland). Pfiff sein zweite EL-Spiel und agierte dabei recht kleinlich, lag aber meist richtig. Vor allem seine Assistenten hatten bei einigen, teils kniffligen Abseitsentscheidungen ein gutes Auge.

Das fiel auf:

  • PAOK stand tief und machte aus der Dreier- eine Fünferkette. Dadurch hatte der BVB im letzten Drittel keinen Platz und tat sich schwer, trotz häufiger Positionswechsel, Chance zu kreieren. Aufgrund der defensiven Haltung der Griechen kamen die Dortmunder teilweise auf 82 Prozent Ballbesitz.
  • Der BVB war besonders über links gefährlich, wenn sich Kagawa oder Reus einschalteten. Dadurch kam Tempo in die Aktionen, allerdings war das Dortmunder Spiel in der Offensive zu ungenau, um Saloniki ständig unter Druck zu setzen.
  • Direkt nach dem Führungstreffer wurde die griechische Brust immer breiter und PAOK traute sich auch mal aus der eigenen Hälfte, um am Spiel teilzunehmen. Im zweiten Durchgang zogen sich die Griechen dann aber teilweise noch weiter zurück. Berbatov und Mak griffen erst 30 Meter vor dem eignen Tor an.
  • Tuchel brachte nach der Pause Mkhitaryan und Weigl für Reus und Bender. Der Armenier hatte auch direkt die Chance zum Ausgleich, brachte umgehend frischen Wind und war in der Folge an jeder Offensivaktion des BVB beteiligt.
  • Auch Gäste-Coach Tudor reagierte und brachte nach gut einer Stunde für Torschütze Mak den Defensivspieler Leovac, nahm in der 70. Minute auch mit Berbatov den letzten Offensivspieler vom Feld und wechselte mit Sabo einen Mittelfeldspieler ein. Hieß: Noch mehr Beton und noch weniger Durchkommen für die Schwarz-Gelben. Die Partie ähnelte immer mehr einem Handballspiel.

Dortmund - PAOK: Die Statistik zum Spiel

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