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Fussball

Glückliche Schalker wieder remis

Bitte, danke - Ausgleich! Geis verwandelte einen fragwürdigen Elfer zum Ausgleich
© getty

Der FC Schalke 04 hat auch nach dem 4. Spieltag der Europa League weiterhin beste Chancen auf den Einzug in die K.o.-Phase. Beim ärgsten Verfolger Sparta Prag kam Königsblau zu einem 1:1 (1:1).

Vor 20.854 Zuschauern in der Generali Arena sorgte David Lafata nach nur sechs Minuten für den Traumstart der Gastgeber. Johannes Geis brachte Schalke mit einem strittigen, an Leon Goretzka verursachten Foulelfmeter (20.) aber schnell wieder ins Spiel zurück und sorgte für den Schalker Punktgewinn.

Schalke hat damit als Gruppenerster (8 Punkte) weiterhin alle Trümpfe zum Einzug in die K.o.-Runde in der Hand. Sparta Prag liegt mit sechs Punkten auf Rang zwei, Tripolis (4 ) und APOEL (3) komplettieren Gruppe K.

Die Reaktionen:

Andre Breitenreiter (Trainer Schalke 04): "Wir haben den Schritt gemacht, den wir uns vorgenommen hatten. Wir sind weiterhin ungeschlagen und Tabellenführer. Wir waren beim 0:1 deutlich zu passiv, haben anschließend aber Moral gezeigt und nehmen den Punkt gerne mit."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Sparta-Coach Stanislav Hejkal sieht nach dem 2:2 im Hinspiel wenig Grund zur Veränderung. Lediglich eine Änderung gibt's: Lafata darf im Sturm für Konate ran.

Auf Seiten der Königsblauen ist Andre Breitenreiter zu mehr Rotation gezwungen. Neben Höwedes (Handbruch) meldet sich auch Matip kurzfristig ab. Neustädter und Ayhan beginnen in der Innenverteidigung. Auch Kolasinac, Meyer und di Santo müssen zuschauen, für sie rücken Höjbjerg, Choupo-Moting und Geis ins Team.

6., 1:0, Lafata: Marecek hat nach einem Doppelpass an der rechten Eckfahne viel zu viel Platz und darf eine Flanke butterweich an den Fünfer schnibbeln. Lafata rauscht heran und drückt die Kugel aus wenigen Metern per Kopf in die Maschen. Drittes Saison im laufenden Wettbewerb!

20., 1:1, Geis: Goretzka geht rechts im Strafraum nach einem Kontakt von Costa zu Boden - Referee Clos Gomez zeigt auf den Punkt! Geis schnappt sich die Kugel, schickt Bicik in die falsche Ecke und trifft unten links.

34.: Jetzt geht's mal schnell bei S04! Choupo-Moting nimmt links Tempo auf und bedient in der Mitte Sane. Der Youngster legt mit dem Rücken zum Tor auf für Goretzka, dessen strammen Abschluss Bicik gerade so über die Latte lenkt.

52.: Dockal schießt nach einem Solo von Jiracek aus 18 Metern zentral aufs Tor, doch da die Kugel Ayhan durch die Beine geht, wird der Schuss brandgefährlich! Mit dem Fuß klärt der königsblaue Schlussmann gerade so zur Ecke...

62.: Marecek bekommt eine Flipperkugel aus der Schalker Abwehr und zieht aus zwölf Metern mit vollem Risiko volley ab - Zentimeter zischt die Pille am Gestänge vorbei!

82.: Caicara mit einer Bogenlampenflanke von rechts auf Goretzka, der aus zehn Metern völlig blank zum Kopfball kommt. Bicik fischt das Ding sensationell aus dem Eck!

Fazit: Glücklicher, aber extrem wichtiger Schalker Punkt gegen einen Tick bessere Prager dank einer Leistungssteigerung nach schwacher Anfangsphase - und eines unberechtigten Foulelfmeters.

Der Star des Spiels: Lukas Marecek machte als Rechtsverteidiger unglaublich viel Druck nach vorne und stellte die Schalker Defensive vor allem in Hälfte eins vor gröbere Probleme. Bereitete das 1:0 wunderbar vor und war an den meisten Prager Angriffen beteiligt. Nach hinten zweikampfstark und enorm viel unterwegs.

Der Flop des Spiels: Klaas-Jan Huntelaar war ohne Sturmpartner komplett aufgeschmissen und blieb - zugegebenermaßen auch wegen schwacher Unterstützung aus den eigenen Reihen - ohne einen einzigen Torschuss und ohne nennenswerte Aktion. Musste eine Viertelstunde vor Schluss runter.

Der Schiedsrichter: Carlos Clos Gomez (Spanien) lag beim Elfmeter für Schalke in der 20. Minute falsch. Auch ansonsten mit mehreren kleinen Wacklern in der Zweikampfbewertung. Insgesamt kein guter Auftritt des spanischen Unparteiischen.

Das fiel auf:

  • Breitenreiter opferte seine zweite Spitze di Santo, um im 4-2-3-1 mehr Präsenz und Kompaktheit im Mittelfeld zu generieren. Bemerkbar machte sich das aber erst nach einer guten halben Stunde, bis dahin fanden die Schalker überhaupt keinen Rhythmus und ließen sich vom hektischen Spiel Spartas anstecken.
  • Oftmals haperte es bei Königsblau an Raumaufteilung und Abstimmung, auch mit der Viererkette. So gaben die Königsblauen gefährliche Räume zwischen den Ketten preis und leisteten sich im Spielaufbau immer wieder einfache Ballverluste, die die gut nachrückenden und umschaltenden Prager für ihre Angriffe zu nutzen wussten.
  • Sparta überließ den Schalkern nach einer starken Anfangsphase die Spielkontrolle, gefiel aber in der Arbeit gegen den Ball, setzte die defensiven Mittelfeldspieler der Königsblauen gut unter Druck und zwang die Gäste so zu vielen langen Bällen. Wirkungsvoll war dieses Mittel gegen die stabile und luftzweikampfstarke Defensive der Hausherren nicht.
  • Nach dem Seitenwechsel taten sich beide Teams schwer, wieder Struktur ins Spiel zu bringen. Vor allem bei Schalke fehlte es an Kreativität aus der Zentrale heraus.

Sparta Prag - FC Schalke 04: Die Statistik zum Spiel

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