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Fussball

Manipulation: Albanischer Verband unter Druck

SID

Tirana - In Albanien ist ein Machtkampf zwischen der Regierung und dem nationalen Fußball-Verband ausgebrochen.

Kulturminister Ylli Pango beschuldigte den Verbandsvorsitzenden Armando Duka, die EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland (2:4) und Rumänien (1:6) "verkauft" zu haben.

Der Verband rief die Regierung dazu auf, Beweise für solche Behauptungen vorzulegen. Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte zuvor bestätigt, dass 15 internationale Partien auf mögliche Manipulationen untersucht würden. Darunter soll allerdings kein EM-Qualifikationsspiel sein.

"Korrupte Mafia-Gang"

Die Mitte-Rechts-Regierung von Sali Berisha bezeichnete den von den oppositionellen Sozialisten geführten Verband und die albanische Nationalmannschaft als eine "korrupte Mafia-Gang". Berisha selbst nannte das Scheitern Albaniens bei der EM-Qualifikation eine "nationale Schande".

In informierten Kreisen hieß es in Tirana, dass die ganze Angelegenheit kaum etwas mit Fußball zu tun habe, sondern vielmehr Bestandteil eines politischen Machtkampfes sei.

Die Berisha-Regierung wolle seit ihrer Machtergreifung die Sozialisten aus allen öffentlichen Ämtern vertreiben und scheue dabei keine Mittel, hieß es.

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