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Fussball

Lieber Dorfverein als Nationalelf

SID
© Getty

Madrid - Für Spaniens Fußballer zählt in der EM-Qualifikation (Samstag, 15 Uhr im LIVE-TICKER) nur der Sieg. Bei einer Niederlage gegen Dänemark in Århus müssen die Gäste auf den Patzer eines anderen Teams in der Gruppe F hoffen, um sich doch noch qualifizieren zu können.

Die Statistik spricht für die Iberer: Beide Mannschaften haben 15 Mal gegeneinander gespielt, zehn Siege gab es für Spanien, nur zwei für die Dänen. Nun wird der "Geist von Querétaro" beschworen: Am 18. Juni 1986 hatte Spanien Dänemark mit 5:1 bezwungen und bei der WM in Mexiko den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Der heutige Trainer Morten Olsen spielte damals für die Dänen.

Spaniens umstrittener Coach Luis Aragonés hat im Vorfeld wieder einmal für Streit gesorgt: Er ließ Raúl erneut draußen, obwohl der Real-Madrid-Star derzeit in Bestform ist. Der 69-Jährige setzt ihn seit der WM in Deutschland nicht mehr ein, die Forderungen von Fans und Presse prallen an ihm ab.

"Raúl war bei drei Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften dabei. Und was haben wir gewonnen? Nichts!", beschied er jüngst einem Fan. Dass Raúl der Torschützenkönig des Teams ist, lässt er als Argument nicht gelten.

Kritik von Canizares 

Auch die Aussage von Fernando Hierro, neuer Sportidrektor des spanischen Fußballverbandes, Raul sei ein Mythos, interessiert Aragones nicht. 

Der Coach boykottiert die Presse bereits seit dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft über Lettland in der EM-Qualifikation vor einem Monat. Auf der Internetseite des Verbandes ließ er aber wissen: "Die Kritik und der Druck von außen spornen mich nur noch mehr an."

Neuester Kritiker ist Ex-Nationaltorhüter Santiago Canizares. Er wirft Aragones vor, Spieler zu berufen, "für die es wichtiger ist, das Trikot ihres Dorfvereins zu tragen als das der Nationalmannschaft." Für mich war es immer eine große Ehre, die gesamte spanische Torhütergilde in der Nationalelf zu vertreten", so Canizares.

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