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Fussball

Warten auf Markus Söder: Wie viele Zuschauer dürfen EM-Spiele in München sehen?

SID
Markus Söder und die bayerische Landesregierung entscheiden am Freitag, wie viele Zuschauer bei der EM in München erlaubt sind.

In nicht einmal zwei Wochen findet in München das erste EM-Spiel statt: Ob Deutschland gegen Frankreich dann vor Zuschauern spielt, wird am Freitag entschieden.

Markus Söder ist zweifelsohne ein Mann, der den großen Auftritt liebt. Am Freitag, gegen 12.30 Uhr, wird er wieder einen haben. Der Ministerpräsident von Bayern gibt dann im Foyer des Prinz-Carl-Palais in München die Ergebnisse der Kabinettssitzung vom Morgen bekannt, und es ist zu erwarten, dass er dann auch die Frage beantwortet: Werden bei den vier EM-Spielen im deutschen Spielort Zuschauer zugelassen sein?

Die Organisatoren und Verantwortlichen der Stadt sitzen auf heißen Kohlen: Am 15. Juni spielt Deutschland sein erstes Gruppenspiel bei der EURO gegen Weltmeister Frankreich, und mindestens 14.500 Zuschauer sollen dann in der Arena in Fröttmaning dabei sein. Das erwartet die UEFA. Sie hat bereits die entsprechende Anzahl an Eintrittskarten unter den Interessenten verlost.

Die Zeit drängt also, zumal abhängig vom Ergebnis der Sitzung des Ministerrats noch viel Organisatorisches zu regeln ist. "Wir haben unterschiedliche Hygienekonzepte vorbereitet und warten jetzt tagtäglich auf Vorgaben der Staatsregierung, damit wir dann auch in die Umsetzung gehen können", sagte Münchens 3. Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD/Volt), die während des Urlaubs von OB Dieter Reiter (SPD) die Geschäfte führt.

Tatsächlich sind den Verantwortlichen der Stadt sowie des lokalen Organisationskomitees nach wie vor die Hände gebunden: Noch gilt auch für München die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) - bis einschließlich Sonntag (6. Juni). Sie gestattet nur 250 Zuschauer bei Sportveranstaltungen im Freien. Aus diesem Grund durfte auch Bayern München am letzten Spieltag der Bundesliga nur vor dieser Mini-Kulisse feiern.

Es ist freilich anzunehmen, dass die Arena in München (70.000 Plätze bei internationalen Spielen) zu gut 20 Prozent ausgelastet werden darf. "Es besteht eine große Chance", sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), dass die drei Gruppenspiele am 15., 19. und 23. Juni sowie das Viertelfinale am 2. Juli vor Publikum stattfinden können. Die Zuschauerzahl hänge jedoch von "der weiteren pandemischen Entwicklung ab".

Diese stimmte zuletzt optimistisch. Nach zunächst fünf Tagen unter der Inzidenz von 35 lag die Zahl am Donnerstag in München schon den dritten Tag in Serie unter 30.

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