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Fussball

Gomez bedrängt Kuranyi

SID
fußball, em 2008, gomez
© Getty

Basel - Vor einem Jahr gegen die Schweiz hatte sich Mario Gomez mit einem spektakulären Flugkopfball in der Nationalmannschaft eingeführt - jetzt ist er vor dem Wiedersehen mit den Eidgenossen auf dem besten Weg zur Stammkraft.

Vier Tore in acht Länderspielen, 15 Treffer in 19 Bundesliga-Saisonpartien - "seine Entwicklung ist enorm, auch was seine Persönlichkeit betrifft", lobte Joachim Löw den Aufsteiger im DFB-Team.

"Er hatte auch eine schwierige Zeit in Stuttgart, trotzdem hat er permanent seine Tore gemacht", bemerkte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und sprach von einer "beneidenswerten Tor-Quote".

Gomez vor Sprung in EM-Stammelf

Längst bedrängt Gomez den Schalker Kevin Kuranyi und ist drauf und dran, bei der EM zweiter Stürmer neben Miroslav Klose zu werden.

"Ich werde keine Forderungen stellen, aber natürlich will jeder von uns Stürmern spielen", sagte der erst 22 Jahre alte Gomez, der längst bei großen europäischen Klubs Begehrlichkeiten geweckt hat.

Sein Vereinstrainer Armin Veh geht inzwischen bereits davon aus, dass seine "Tormaschine" trotz Vertrag bis 2012 den VfB Stuttgart ab 2009 vorzeitig verlassen wird. "Davon weiß ich noch nichts", entgegnete Gomez in Basel.

Auch mögliche Absprachen mit Manager Horst Heldt wies er zurück: "Ich habe mich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt und werde das auch nicht tun", behauptete der Torjäger mit deutschem und spanischem Pass und verwies auf die "wichtigen Wochen" mit Stuttgart und auf die EM.

Gomez will nichts von einem Wechsel wissen

"Da wird so viel spekuliert, so weit ist es noch nicht", betonte Gomez vor dem EM-Test gegen die Schweiz.

"Auf ihn werden viele Augen gerichtet sein, auch von anderen Vereinen", sagte Bierhoff dem derzeit erfolgreichsten deutschen Torschützen dennoch bereits eine aufregende EM voraus.

Gomez selbst erwartet ein härteres Turnier als bei der WM: "Man kann sich da nichts erlauben." Die Entwicklung des Stuttgarters, aber auch die von Kuranyi sorgen dafür, dass Joachim Löw mit dem Angriff derzeit die wenigsten Sorgen hat.

Kein Stürmer-Ranking von Löw

"Da haben wir viele Möglichkeiten", sagte der Bundestrainer, der allerdings kein Ranking erstellen will. "Alle Stürmer haben unterschiedliche Qualitäten und Möglichkeiten."

Bei Gomez strich Löw vor allem dessen bescheidene und selbstkritische Art heraus: "Er hinterfragt immer wieder, was kann ich bessermachen." Auch eine Vielzahl von Verletzungen hat den jungen Angreifer nicht aus der Erfolgsbahn geworfen.

Doch Gomez weiß auch, dass ihm mit Blick auf sein erstes großes Turnier regelmäßiges Training noch besser machen kann. "Wir hoffen, dass er zur EM nicht nur den Spiel-, sondern auch den Trainings-Rhythmus findet", unterstrich Bierhoff.

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