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Fussball

UEFA wartet auf Aytekin-Bericht

SID
Am Freitag spielten sich in Montenegro hässliche Szenen auf der Tribüne ab
© getty

Die UEFA wartet nach dem von Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) verfügten Abbruch des EM-Qualifikationsspiels zwischen Montenegro und Russland am Freitagabend auf den Bericht des Unparteiischen sowie des UEFA-Delegierten.

Dies teilte die UEFA mit. Anschließend wird ein Ermittlungsverfahren wohl gegen den montenegrinischen Fußball-Verband eingeleitet.

Das Spiel gegen Russland dürfte für Montenegro mit 0:3 als verloren gewertet werden. Möglicherweise erhält der Verband allerdings noch weitere Sanktionen in Form einer Platzsperre für künftige Heim-Länderspiele.

Der 36 Jahre alte Referee Aytekin hatte die Begegnung in der 67. Minute wegen schwerer Zuschauerausschreitungen sowie Auseinandersetzungen zwischen den Spielern beider Mannschaften auf dem Platz abgebrochen.

Aytekin hatte die Partie in Podgorica bereits in der zweiten Minute für 33 Minuten unterbrechen müssen, da der russische Nationaltorhüter Igor Akinfejew von einer Leuchtrakete am Kopf getroffen worden war und anschließend im Krankenhaus behandelt wurde. Er erlitt Verbrennungen.

Abbruch nach 66 Minuten

"Schon zu diesem Zeitpunkt hätte die Begegnung abgebrochen werden müssen", sagte der italienische Chefcoach der Russen, Fabio Capello. Er glaubt, dass die Anweisung zum Weiterspielen letztendlich nicht nur der Unparteiische, sondern vor allem der UEFA-Delegierte getroffen habe.

Letztendlich musste Akinfejew beim WM-Gastgeber von 2018 aber gegen Ersatzkeeper Juri Lodigin ausgetauscht werden, ehe Aytekin in Absprache mit dem UEFA-Delegierten zunächst die Partie fortsetzte. Nach 66 Minuten wurde erneut ein russischer Spieler von einem Gegenstand getroffen, zudem bekamen sich die Spieler und Ersatzspieler in die Haare. Vorangegangen war eine Strafstoßentscheidung Aytekins zugunsten der Russen, für die Roman Schirokow aber verschoss. Nach erneuten Rudelbildungen brach der deutsche Referee das Spiel endgültig ab.

Am Samstagabend stellte sich ein 25 Jahre alter Tatverdächtiger der Polizei. Der Montenegriner, der angeblich die Leuchtrakete auf Akinfejew abgefeuert hatte, war durch Videoaufzeichnungen identifiziert worden.

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