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Fussball

Kasatschok mit deutscher Abwehr

Von SPOX
Deutschland und Russland bilden das Rückgrat der SPOX-Top-11 des 1. EM-Spieltags
© spox

Der erste Spieltag der EM 2012 ist vorbei. Deutschland feierte gegen Portugal einen Auftakt nach Maß, vor allem die Defensive glänzte. Russland überraschte mit Tempofußball und vielen Toren. Spanien und Italien lieferten sich einen Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Das schlägt sich auch in der Top-11 des 1. Spieltags nieder.

Manuel Neuer: Der Bayern-Keeper hatte gegen Portugal zunächst kaum etwas zu tun, spielte aber gut mit und war zweimal zur Stelle. In der zweiten Halbzeit rückte er dann immer mehr in den Blickpunkt und glänzte am Ende mit einer überragenden Parade gegen Varela, die dem deutschen Team den Sieg sicherte.

Holger Badstuber: Sehr routiniert, wie von Löw gefordert antizipationsstark, in der Luft gegen den allerdings deutlich kleineren Postiga unbezwungen. Kam einmal gegen Nani zu spät und handelte sich deshalb Gelb ein. Konzentriert, souverän, abgezockt. Blockte Nanis Versuch in der Nachspielzeit ab.

Daniele De Rossi: Wurde von Prandelli quasi als Libero aufgeboten und räumte hinten ab, was es abzuräumen gab. Im Stellungsspiel hervorragend, dazu absolut bissig im Zweikampf. Ärgerte sich grün und blau, als doch ein Spanier durchkam und zum Ausgleich traf. Ein Führungsspieler par excellence.

Mats Hummels: Er bekam den Vorzug vor Mertesacker. Überragende 1. Halbzeit, perfektes Stellungsspiel, ballsicher und mit zwei tollen Anspielen direkt in die Spitze. Durfte (?) sogar mit dem Ball über die Mittellinie laufen und so das Spiel ankurbeln. Wurde fühlbar von Minute zu Minute sicherer und hatte richtig Spaß, sich in die Partie zu beißen. Ohne Fehler in seinem ersten Turnierspiel überhaupt. Ausnahme: Verschuldete die letzte Portugal-Chance mit.

Andrea Pirlo: Die Kreativzentrale der Italiener war ein erstklassiger Ballverteiler. Mit seinen genialen Pässen öffnete er das Spiel auf die Seiten. Auch unter Druck konnte sich Pirlo auf engstem Raum immer wieder befreien. Absolut unverzichtbar für die Azzurri.

Konstantin Syrjanow: Spulte viele Kilometer ab, schloss in der Defensive Lücken und schaltete sich regelmäßig auch in die Offensive ein. Variierte immer wieder das Tempo und setzte den ebenfalls starken Dsagojew samt Kollegen ein paar Mal geschickt in Szene.

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Roman Schirokow: Bildete gemeinsam mit seinen Zenit-Teamkollegen Syrjanow und Denisov das Herzstück der russischen Siegerelf. Immer anspielbar, dazu torgefährlich und mit seinem schönen Chip zum 2:0 entscheidend an der russischen Gala zum EM-Auftakt beteiligt.

Andres Iniesta: Der Mittelfeldspieler von Barca war bester Mann bei den Spaniern. Gegen taktisch diszipliniert stehende Italiener kreativster Mann beim Welt- und Europameister und an nahezu jedem Angriff beteiligt. Im bisher besten Spiel der EM gemeinsam mit Pirlo stärkster Akteur, lediglich im Abschluss fehlte das letzte Quäntchen.

Alan Dsagojew: Eigentlich galt Marat Ismailow als Kandidat für die Stammelf. Dsagojew, das russische Supertalent, undiszipliniert, außer Form und erst kürzlich von einer Verletzung zurückgekehrt, sollte allenfalls als Joker auf das Feld kommen. Zwei Tore und eine Man-of-the-Match-Auszeichnung später zählt er mit seinem Team zu den Geheimfavoriten. Und Ismailow muss weiter auf der Bank Platz nehmen.

Andrej Schewtschenko: Viele hatten ihn schon abgeschrieben und seine Nominierung allein seinen Verdiensten um den ukrainischen Fußball zugeschrieben. Nun dürften seine Kritiker erst einmal schweigen. Schewa lieferte zwar keine überragende Partie ab, aber er bewies, dass er seinen Torriecher noch lange nicht verloren hat. Stellte gegen Schweden seine Bedeutung für diese Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis.

Mario Mandzukic: Der Stürmer des VfL Wolfsburg war zwei Mal mit dem Kopf zur Stelle, beim zweiten Treffer half Given mit. Mandzukic war sehr beweglich, ging engagiert in die Zweikämpfe und setzte gemeinsam mit Evertons Jelavic die irische Viererkette immer wieder unter Druck.

EM 2012 - Der Spielplan

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