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Fussball

Dennis Erdmann erhebt nach Rassismus-Vorwürfen schwere Anschuldigungen gegen Magdeburg-Profis

Von SPOX/SID
Erdmann stand am Wochenende erstmals nach seiner Sperre wieder auf dem Platz.

Der nach Rassismus-Vorwürfen zuletzt gesperrte Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken hat harte Anschuldigungen gegenüber Baris Atik und Amara Conde von seinem Ex-Klub 1. FC Magdeburg geäußert.

"Die Spieler Atik und Conde von meinem ehemals geschätzten Verein 1. FC Magdeburg sprachen sich am Morgen vor dem Spiel am 25. August (Saarbrücken gegen Magdeburg, 2:1, Anm. d. Red.) ab, mich abends verletzen zu wollen. Da dies nicht geklappt hat, wurde mir auf Grund eines 'Bild'-Zeitungsartikel erheblich geschadet", schrieb Erdmann bei Instagram.

In besagtem Artikel äußerten Atik und Conde Rassismus-Vorwürfe gegen Erdmann. Daraufhin wurde Erdmann vom Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes zunächst für acht Wochen gesperrt, zuletzt wurde das Strafmaß jedoch um zwei Wochen reduziert. Erdmann durfte beim 3:2 beim Halleschen FC am Wochenende wieder spielen. Die bis zum Ende der ursprünglichen Sperrzeit am 25. Oktober ausstehenden zwei Partien wurden allerdings bis zum Ende der Spielzeit auf Bewährung ausgesetzt.

"Mein Leben als Fußballer und auch als Familienmensch wurde auf eine harte Probe gestellt und fast zerstört. Es war die Hölle, abends einzuschlafen und morgens aufzuwachen. Ich hatte das Gefühl von Leere in mir, von Hilflosigkeit", schrieb Erdmann.

Erdmann: "Ohne jegliche Begründung"

Das Sportgericht hatte es nach mündlichen Verhandlungen in Frankfurt/Main als erwiesen angesehen, dass Erdmann gegen Magdeburg am 25. August mehrere Gegenspieler mit rassistischen Äußerungen beleidigte. "Weder der DFB noch die Spieler vom 1. FCM konnten diese schweren Anschuldigungen vor dem Sportgericht beweisen", schrieb Erdmann. "Der DFB schenkte den FCM-Spielern Glauben ohne jegliche Begründung. Der DFB drehte in der Verhandlung die Beweislast um. Auf einmal sollte ich beweisen, dass ich diese Äußerungen nicht getätigt habe."

Erdmann war erst im Sommer zu den Saarländern gewechselt, durch die sechswöchige Sperre fehlte er in insgesamt fünf Ligaspielen. Das Sportgericht hatte sein Urteil am 13. September damit begründet, dass "für bewusste Falschaussagen aller Magdeburger Zeugen und ein Komplott gegen Dennis Erdmann keine Anhaltspunkte" vorliegen.

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