Cookie-Einstellungen
Fussball

Bei Hansa keimt Hoffnung: Rostock plant Fan-Rückkehr

SID
Hansa Rostock begrüßt schon am Samstag wieder Fans.

Während in der 2. Liga Spiele abgesagt wurden und bereits Abbruchszenarien kursieren, plant Hansa Rostock fürs Wochenende mit Fans.

Es klingt verrückt, doch ist für viele Vereine und Millionen von Sportfans ein kleiner Hoffnungsschimmer: Hansa Rostock plant fürs Wochenende als erster Profi-Fußballklub die Rückkehr von Zuschauern. Während in der 2. Liga zuletzt Spiele abgesagt wurden und im Angesicht der dritten Coronawelle schon Abbruchszenarien kursieren, beschreitet der Drittligist neue Wege.

Für Rostocks Heimspiel gegen den Halleschen FC am Samstag (14 Uhr im Liveticker) sollen 777 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen werden, die sich zuvor alle einem Corona-Schnelltest unterziehen. Ein entsprechendes Konzept winkte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerium am Mittwochabend durch.

Gibt nun auch das Kabinett grünes Licht, was nach intensiven Beratungen von Klub, Landesregierung und Vertretern der Stadt als wahrscheinlich gilt, wäre Hansa der erste Verein in Deutschland, der seit Ende Oktober wieder vor Fans spielen darf.

"Das ist ein möglicher Schritt in Richtung Öffnung", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) dem NDR. Zugleich sprach er von einer "großen Herausforderung für den Verein und für die Zuschauer, Fußball unter Pandemie-Bedingungen im Land zu ermöglichen".

Inzidenzwerte an der Ostsee am Mittwoch bei 18,6

Möglich machen den Vorstoß die niedrigen Inzidenzwerte an der Ostsee. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hansestadt lag am Mittwoch bei 18,6 registrierten Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Die Fan-Zulassung fürs Wochenende, bei der die bekannten Regeln wie Maskenpflicht und Abstandhalten natürlich gelten, soll für den Drittliga-Zweiten nur ein erster Schritt sein. Funktioniert das Konzept reibungslos, planen die Hansa-Macher schon bald mit bis zu 3000 Zuschauern.

"Es ist unrealistisch, dass wir auf einen Knopf drücken und es wieder so ist wie im Februar 2020", hatte Rostocks Vorstandschef Robert Marien kürzlich gesagt: "Es wird von heute auf morgen keine Normalität geben. Wir müssen sie uns Stück für Stück erkämpfen. Dazu müssen wir diesen ersten Schritt gehen, um danach den zweiten und dritten zu machen."

Corona-Chaos in der 2. Bundesliga

Die Rostocker Perspektiven muten angesichts der Nachrichten aus der 2. Liga skurril an. Denn nur eine Klasse drüber, in jener Liga also, in die Rostock im Sommer aufsteigen will, befürchten einige nach vier Spielabsagen und etlichen Infektionsfällen schon den Corona-Kollaps.

"Wenn man die letzten Ereignisse nimmt, dann könnte es mit dem Spielplan eng werden", warnte Frank Schmidt, Trainer des 1. FC Heidenheim, angesichts der sich häufenden Corona-Infektionen im Podcast des Hamburger Abendblatts: "Keiner kann garantieren, dass es die letzten Fälle waren."

Holstein Kiel und Hannover 96 befinden sich aktuell komplett in Quarantäne, das Team von Jahn Regensburg kehrte nach einem Corona-Ausbruch gerade erst aus fast dreiwöchiger Zwangspause zurück. Heidenheims nächster Gegner Hamburger SV kam immerhin trotz einer Corona-Infektion des Stürmers Simon Terodde um eine Gruppen-Quarantäne herum.

Derlei Sorgen gibt es in Rostock momentan nicht. Bei Hansa keimt Hoffnung.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung