Heidenheim verteidigt Tabellenspitze

Von Adrian Bohrdt / Marco Heibel
Heidenheim verteidigte durch den Sieg gegen Münster die Tabellenspitze
© getty

Heidenheim dreht am 10. Spieltag die Partie gegen Preußen Münster und baut den Vorsprung an der Tabellenspitze aus, weil Wehen überraschend in Elversberg patzt. Duisburg gewinnt in Kiel, Darmstadt schießt Rostock ab. Borussia Dortmund II muss sich ohne seine Besten mit einem Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken mit Neu-Trainer Milan Sasic begnügen. Schlusslicht Burghausen siegt bei der SpVgg Unterhaching.

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Die Sonntagsspiele

BVB II - 1. FC Saarbrücken 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Hornschuh (32.), 1:1 Korte (45.)

Debüt von Milan Sasic auf der Trainerbank des 1. FC Saarbrücken: Gegen den Favoritenschreck der letzten Wochen, als die Dortmunder U 23 auswärts nacheinander Duisburg und Rostock ärgerte, rettete der FC im Stadion Rote Erde vor 1919 Zuschauern immerhin einen Punkt.

Zunächst gehörte das Spiel aber den Hausherren: Oguzhan Kefkir verfehlte das Tor bei einem Freistoß nur knapp (16.), Mustafa Amini brachte fünf Minuten später eine Direktabnahme nicht auf den Kasten der Gäste. Marc Hornschuh, der für Erik Durm auf die Rechtsverteidigerposition gerückt war, machte es zwölf Minuten später besser und versenkte eine kurz ausgeführte Ecke.

Saarbrücken strahlte nie Gefahr aus. Zudem war Sasic schon in der 38. Minute zum ersten Wechsel gezwungen. Dann aber ließ Dortmunds David Solga die Gäste mit einem schweren Patzer zurück ins Spiel. Seinen viel zu kurzen Rückpass verwertete Raffael Korte zum 1:1.

In einer schwachen zweiten Hälfte konnten die Dortmunder ohne ihre Besten - auch Marvin Duksch fehlte nach seinem Bundesliga-Auftritt im Aufgebot - nicht mehr an die Dominanz der ersten Hälfte anschließen. Aus dem Spiel gelang nichts mehr, die Keeper blieben weitgehend beschäftigungslos.

SpVgg Unterhaching - Wacker Burghausen 1:3 (0:2)

Tore: 0:1 Mokhtari (4.), 0:2 Mokhtari (34.), 1:2 Voglsammer (64.), 1:3 Stephan Thee (81.)

Die Samstagsspiele

1. FC Heidenheim 1846 - Preußen Münster 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Taylor (47.), 1:1 Morabit (65.), 2:1 Bagceci (86.)

Rote Karte: Schöneberg (Münster, 52.)

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Ralf Loose machten sehr defensiv eingestellte Preußen es dem Spitzenreiter in der Heidenheimer Voith Arena lange schwer. Erst in der 36. Minute stellte FCH-Kapitän Marc Schnatterer den Münsteraner Keeper Daniel Masuch mit einem Fernschuss vor die erste Bewährungsprobe.

Nach der Pause gingen die Westfalen mit ihrer ersten Torchance durch Mittelstürmer Matthew Taylor in Führung (47.). Der US-Boy schlich sich bei der Hereingabe von Dennis Grote am langen Pfosten frei und konnte unbedrängt einköpfen. Die Preußen dezimierten sich jedoch nach einem Kung-Fu-Tritt von Kevin Schöneberg gegen Smail Morabit nach 52 Minuten.

Ausgerechnet Morabit besorgte dann in der 65. Minute per Direktabnahme nach Flanke von Philip Heise den mehr als verdienten Ausgleich. Heidenheim startete nun ein Powerplay, das in der 86. Minute durch Alper Bagcecis Treffer aus zentraler Position zum 2:1-Sieg belohnt wurde. Der FCH verteidigt damit die Tabellenspitze, während Münster sich unten festsetzt.

Holstein Kiel - MSV Duisburg 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 de Wit (12.)

Rote Karte: Gebers (11.)

Der Gastgeber erwischte im Holstein-Stadion den besseren Start und um kam in der 7. Minute durch den Kopfball von Tim Danneberg zur ersten Großchance. MSV-Keeper Michael Ratajczak konnte per Fußabwehr retten.

In der 11. Minute drehte sich das Geschehen jedoch: Zunächst konnte Holstein Verteidiger Marcel Gebers Duisburgs Torjäger Kingsley Onuegbu nur mithilfe einer Notbremse stoppen und wurde folgerichtig vom Platz gestellt. Den nachfolgenden Freistoß aus Strafraumnähe schlenzte Pierre de Wit zur Gästeführung ins Tor.

Gegen geschockte Kieler verwaltete Duisburg die Partie in Überzahl. Erst nach einer Stunde kamen die Hausherren wieder gefährlich vor das Tor von Ratajczak, der gegen Patrick Breitkreutz und Fabian Wetter stark reagierte. Den dezimierten Kielern fiel aber insgesamt wenig ein. Der MSV konnte sich sogar den Luxus erlauben, seine Konter unpräzise auszuspielen.

SV 07 Elversberg - SV Wehen Wiesbaden 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Cisse (34.), 2:0 Salem (35.), 3:0 Luz (70.)

Für die Gäste begann die Partie im Waldstadion Kaiserlinde denkbar schlecht: Robert Müller musste schon nach sechs Minuten mit einer Knieverletzung raus. Elversberg setzte unterdessen auf Konter und war damit die spielbestimmende Mannschaft. Dominik Rohracker prüfte Michael Gurski erstmals aus 18 Metern, der SVWW-Keeper wehrte den Ball aber ab (17.). Danach scheiterte Bernard Onanga Itoua nach einer Ecke mit einer Doppelchance aus sieben Metern (29.).

Wehen-Wiesbaden bekam die eigene Defensive auch in der Folge nicht in den Griff und kassierte in der 34. Minute den Rückstand. Cisse nutzte einen Abpraller, nachdem die Gäste Felix Luz frei zum Schuss kommen ließen. Statt sich aufzuraffen, kassierten die Hessen direkt den nächsten Treffer: Nach einer weiteren Fehlerkette erhöhte Milad Salem auf 2:0 (35.).

Nach dem Seitenwechsel sollte die Umstellung auf zwei Stürmer Wehen-Wiesbaden Erfolg bringen. Prompt schoss Jose Pierre Vunguidica den Ball von der Strafraumkante knapp übers Tor (46.). Danach übernahm die SVE aber wieder das Kommando. Als die SVWW-Abwehr wieder schlief, erhöhte Luz im zweiten Versuch zur Vorentscheidung (70.) und sicherte damit Elversbergs dritten Sieg in den letzten vier Spielen.

Darmstadt 98 - Hansa Rostock 6:0 (2:0)

Tore: 1:0 Gondorf (23.), 2:0 Behrens (26.), 3:0 Stroh-Engel (47.), 4:0 Stroh-Engel (54., Foulelfmeter), 5:0 Stroh-Engel (57., Foulelfmeter), 6:0 Stroh-Engel (72.)

Rote Karte: Kucukovic (Rostock, 14.)

Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Garbuschewski (84.)

Gelb-Rote Karte: Stein (Stuttgart, 63.)

Jahn Regensburg - Hallescher FC 2:4 (1:2)

Tore: 1:0 Kotzke (4.), 1:1 Bertram (14.), 1:2 Furuholm (40.), 2:2 Amachaibou (52.), 2:3 Lindenhahn (85.), 2:4 Baude (89.)

VfB Stuttgart II - Rot Weiß Erfurt 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Grüttner (6.), 2:0 Janzer (81.), 2:1 Nietfeld (90.+2)

Das Freitagsspiel

VfL Osnabrück - RB Leipzig 3:2 (1:2)

Tore: 0:1 Heidinger (13.), 1:1, 2:2 Grimaldi (21./54.), 1:2 Poulsen (32.), 3:2 Prokoph (82.)

Die erste Chance vor 8.974 Zuschauern in der Osnatel-Arena hatte Leipzig, Matthias Morys scheiterte im Eins-gegen-Eins an Osnabrücks Schlussmann Daniel Heuer-Fernandes (8.). Kurz darauf machte es RB besser: Nach einem Freistoß fiel der Ball vor die Füße von Sebastian Heidinger, der nach Doppelpass mit Dominik Kaiser aus spitzem Winkel vollendete (13.).

Doch die Führung währte nur kurz. Eine Flanke sorgte für Verwirrung im Gäste-Fünfer und Adriano Grimaldi drückte den Ball über die Linie (21.). Wenig später hätte der VfL die Partie fast gedreht, doch Grimaldi verpasste es, frei vor RB-Keeper Fabio Coltorti auf den mitgelaufenen Andreas Spann querzulegen (27.). Kurz vor der Pause bestrafte Leipzig die verpasste Gelegenheit, nach Pass von Timo Röttger brachte Yussuf Poulsen die Gäste aus kürzester Distanz in Front (32.).

Die Antwort des VfL kam nach der Pause: Wieder war Grimaldi zur Stelle, dieses Mal holte er den Ball an der Torauslinie, dribbelte sich durch den RB-Strafraum und schob überlegt ein (54.). In der Schlussphase machte dann Roman Prokoph alles klar: Nach einem zu kurzen Rückpass von Niklas Hoheneder spritzte er dazwischen, umkurvte Coltorti und schob zum Siegtreffer ein (82.).

3. Liga: Der 10. Spieltag im Überblick