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Fussball

Wehen bleibt Erster, Heidenheim schlägt Hansa

Von Adrian Bohrdt
Der SV Wehen Wiesbaden hat mit einem Heimsieg die Tabellenführung gefestigt
© getty

Am 6. Spieltag der 3. Liga hat der SV Wehen Wiesbaden im Topspiel RB Leipzig die erste Niederlage seit April 2012 beigebracht und bleibt somit Tabellenführer. Duisburg gewinnt deutlich in Erfurt, Heidenheim schlägt Rostock. Am Freitag siegte der Hallesche FC durch einen Doppelschlag bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart.

Die Samstagsspiele:

Wehen Wiesbaden - RB Leipzig 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 Book (22.), 2:0 Vidovic (38.), 2:1 Schulz (58.)

Gelb-Rote-Karte: Wiemann (84., Wehen Wiesbaden)

Von Beginn an war es ein packendes Spiel, in dem Wehen die etwas bessere Mannschaft war. Die Führung für die Hausherren besorgte Nils-Ole Book nach Vorarbeit von Jose Pierre Vunguidica. Nach einem Freistoß von Book erhöhte Jovan Vidovic per Kopf.

In der zweiten Halbzeit übernahm Leipzig immer mehr das Kommando. In der 59. Minute ließ Wehen mehrere Chancen, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, ungenutzt und Bastian Schulz verkürzte.

Leipzig drückte nun, die Gastgeber verteidigten aber die Führung. Und das, obwohl sie nach dem Platzverweis für Michael Wiemann noch gut sechs Minuten in Unterzahl agierten. Wehen bleibt ungeschlagen Spitzenreiter, Leipzig ist nach der ersten Saisonpleite Sechster.

Chemnitzer FC - Borussia Dortmund II 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Pfeffer (72.), 2:0 Förster (83.)

Die 5495 Zuschauer im Stadion an der Gellertstraße sahen 45 Minuten lang eine schwache und ereignisarme Partie, in der sich zwei stabile Defensivreihen durch viele kleine Fouls das Leben gegenseitig schwer machten.

Der BVB II kam mutiger aus der Kabine und prüfte CFC-Keeper Philipp Pentke in der 48. Minute durch den eingewechselten Balint Bajner erstmals ernsthaft. Auf der Gegenseite klatschte Försters Kopfball in der 60. Minute nach einer Flanke von Maik Kegel an den Pfosten.

Der Aluminiumtreffer war so etwas wie die Initialzündung für die Hausherren, die sich in der 70. Minute durch Joker Sascha Pfeffer auf Zuspiel von Ronny Garbuschewski mit dem 1:0 belohnten. Sieben Minuten vor dem Ende besorgte der lange glücklose Förster mit einem strammen Linksschuss die Vorentscheidung. Chemnitz hat nun acht Punkte und sortiert sich im Mittelfeld ein, der BVB II muss nach der dritten Pleite in Serie nach unten schauen.

1. FC Heidenheim - Hansa Rostock 2:0 (0:0)

Tore: 1:0, 2:0 Schnatterer (68., 83., jeweils Elfmeter)

Die ersten 45 Minuten sind schnell erzählt: In einer ganz schwachen Partie passierte quasi nichts. Nach dem Seitenwechsel wurde es aber endlich besser.

Heidenheim kam mit viel mehr Feuer aus der Kabine und war nun die bessere Mannschaft. Es dauerte allerdings noch bis zur 68. Minute, ehe sich die Mannen von Coach Frank Schmidt belohnten. Florian Niederlechner wurde im Sechzehner geschubst, Marc Schnatterer verwandelte den fälligen Elfmeter sicher.

15 Minuten später zeigte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nach einem Foul von Hansa-Keeper Johannes Brinkies am eingewechselten Michael Thurk erneut auf den Punkt. Wieder schnappte sich Schnatterer den Ball, wieder verwandelte er eiskalt. Heidenheim belegt mit 13 Punkten Rang drei, Rostock ist nach der zweiten Pleite in Folge Siebter.

Holstein Kiel - Wacker Burghausen 2:1 (2:1)

Tore: 1:0 Heider (13.), 2:0 Johansen (23.), 2:1 Kulabas (29.)

Rot-Weiß Erfurt - MSV Duisburg 1:3 (0:2)

Tore: 0:1, 0:2 Wolze (15., 39.), 0:3 Onuegbu (75.), 1:3 Brandstetter (88.)

Rote Karte: Bollmann (34., Duisburg)

Jahn Regensburg - SV Darmstadt 98 2:0 (1:0)

Tore: 1:0, 2:0 Aosman (35., 77.)

SpVgg Unterhaching - 1. FC Saarbrücken 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Welzmüller (39.), 2:0 Bichler (48.), 2:1 Maek (71.), 3:1 Voglsammer (81.)

VfL Osnabrück - Stuttgarter Kickers 2:2 (1:0)

Tore: 1:0 Hohnstedt (15.), 1:1, 1:2 Alvarez (65., 69.), 2:2 Dercho (90.+3)

SV Elversberg - Preußen Münster 2:2 (1:0)

Tore: 1:0 Vaccaro (43.), 1:1 Kara (47.), 2:1 Luz (84.), 2:2 Krohne (89.)

Das Freitagsspiel:

VfB Stuttgart II - Hallescher FC 1:2 (0:0)

Tore: 1:0 Wanitzek (52.), 1:1 Gogia (63.), 1:2 Furuholm (73.)

Gelb-Rote Karte: Grüttner (84./VfB II)

Überraschenderweise ohne Stürmer Pierre Merkel und Mittelfeldspieler Toni Lindenhahn, dafür erstmals mit Neuzugang Robert Schick in der Startelf begann Halle vor 620 Zuschauern im Stuttgarter Gazi-Stadion offensiv und hatte die erste Chance des Spiels.

Der Freistoß von Maik Wagefeld rauschte aber knapp vorbei (2.). Kurz darauf musste VfB-Keeper Odisseas Vlachodimos aus kürzester Distanz gegen Tony Schmidt retten (15.).

In der Folge übernahmen die Hausherren das Kommando, zumal HFC-Kapitän Wagefeld nach einer halben Stunde verletzt raus musste. Dennoch dauerte es bis zum zweiten Durchgang, ehe die Schwaben in Führung gingen. Nach Pass von Alexander Riemann in den Rücken der Abwehr musste Marvin Wanitzek nur noch einschieben (52.). Die VfB-Führung währte nur kurz, elf Minuten später traf Akaki Gogia nach einem Solo mit einem platzierten Flachschuss (63.).

Kurz darauf schlug Halle erneut zu: Timo Furuholm nutzte seine erste Chance im ganzen Spiel zum 2:1 für die Gäste (73.). Stuttgart warf in der Schlussphase erfolglos alles nach vorne und musste dabei ohne Stürmer Marco Grüttner auskommen, der wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz flog (84.). Für Halle bedeutet der Sieg nach vier Niederlagen zum Auftakt den zweiten Erfolg in Serie, während Stuttgart bei sieben Zählern nach sechs Spielen bleibt.

3. Liga: Der 6. Spieltag im Überblick

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