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Bayern München, Hannover 96
Fussball

4:1! Bayern marschiert ins Achtelfinale

Beeindruckender Luftstand: Claudio Pizarro macht per Kopfball das 2:1
© getty

Der FC Bayern München steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der Titelverteidiger setzte sich gegen Hannover 96 mit 4:1 (2:1) durch. Thomas Müller war mit zwei Treffern der Matchwinner.

Der Nationalspieler schoss (17. und 64.) zwei Treffer selbst und bereitete den Treffer Franck Riberys (78.) vor. Zudem traf Claudio Pizarro (27.). Für Hannover netzte Didier Ya Konan (37.) ein.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Fünf Änderungen beim FC Bayern gegenüber dem 4:0 auf Schalke: Contento, van Buyten, Shaqiri, Müller und Pizarro rücken für Alaba, Boateng, Ribery, Robben und Mandzukic in die Startelf. Hannover mit einer Änderung: Sobiech fällt aus, Bittencourt rückt in die Startelf.

8.: Shaqiri fasst sich aus 25 Metern ein Herz und schießt mit rechts aufs Tor. Guter Ball, aber die Kugel geht rechts am Tor vorbei.

11.: Pizarro spielt im Strafraum Shaqiri frei, der aus kurzer Distanz in ideale Schussposition gerät, aber den Ball nicht richtig trifft. Hannover rettet gerade noch.

17., 1:0, Müller: Shaqiri hat links viel Platz und flankt an den Elfmeterpunkt, wo Müller in den Ball reinspringt und den Ball mit der Brust ins Tor bugsiert.

20.: Was für ein Schuss! Nach Pizarro-Ablage donnert Kroos den Ball aus 23 Metern mit rechts aufs Tor. Zieler wehrt gerade noch ab.

27., 2:0, Pizarro: Wieder hat Bayern links zu viel Platz: Dante flankt perfekt auf den Kopf von Pizarro, der den Ball ins Tor wuchtet.

33.: Nach Bittencourt-Flanke löst sich Ya Konan am zweiten Pfosten von van Buyten und köpft im Fallen aufs Tor. Neuer hält.

37., 2:1, Ya Konan: Pocognoli bricht links durch und flankt an den zweiten Pfosten, wo Ya Konan lauert und den Ball direkt nimmt. Keine Chance für Neuer.

51.: Contento mit einer guten Hereingabe für Müller, der vor dem Strafraum noch ein paar Schritte macht und dann draufhält. Der Ball geht deutlich über den Kasten.

64., 3:1, Müller: Shaqiri bringt einen Freistoß von der rechten Seite mit links scharf vors Tor. Am Fünf-Meter-Raum lauert Müller, der im Fallen den Ball ins Tor spitzelt.

65.: Schweinsteiger wartet lange im Strafraum, bis er Ribery anspielt. Der legt von der Grundlinie zurück zu Müller, der nur noch einschieben muss. Aber der Ball geht knapp links am Tor vorbei.

78,, 4:1, Ribery: Zieler lässt einen Schuss von Müller nach vorne abprallen, Ribery lauert und schiebt die Kugel gekonnt ins kurze Eck.

Fazit: Verdienter Bayern-Sieg, auch wenn Hannover eine zeitlang ordentlich mitspielte. Gefährdet war der Sieg aber nie.

Der Star des Spiels: Thomas Müller. Mit Shaqiri Bayerns gefährlichster Mann und mit nunmehr fünf Toren bester Pokal-Schütze. Beide Treffer waren typische Müller-Tore, die so wohl nur er schießt. Gutes Stellungsspiel, effektiver Abschluss. Dann auch beteiligt am vierten Bayern-Treffer.

Der Flop des Spiels: Edgar Prib. Bis auf eine Ecken-Vorlage nicht auffällig. An ihm ging das Spiel völlig vorbei. Mirko Slomka erlöste den Neuzugang in der Pause. Dass ihn die Münchener auf der Anzeigetafel unter dem Namen "Prip" führten, rundete den Abend ab.

Die Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees. Es bleibt dabei, dass der FC Bayern mit ihm kein Spiel verliert. Wohl die richtige Entscheidung, Müllers Tor zu geben, weil keine aktive Handbewegung vorlag. Keine Beschwerden hätte es auf Hannoveraner Seite geben dürfen, wenn Drees das Sakai-Foul an Shaqiri (53.) im Strafraum ahndet. Positiv: Gute Auslegung der Vorteilsregel.

Das fiel auf:

  • Hannover begann mit der richtigen Idee, spielte aggressiv und gewann zunächst viele Zweikämpfe. Zu schnell gaben sie diese Gangart aber auf und verloren schon im Aufbau viele Bälle. Dadurch früh ein einseitiges Spiel.
  • Bayern suchte sein Glück auf der linken Seite und fand es dort, weil Hannover - besonders in Person von Sakai - zu pomadig agierte. Die ersten beiden Tore resultierten aus Flanken, die Shaqiri und Dante viel zu leicht schlagen konnten.
  • Gute Reaktionen Hannovers auf das 0:2: Gute Kombinationen und viele Bälle auf den beweglichen Ya Konan in die Schnittstelle, der vor seinem Treffer schon zwei Mal van Buyten und Dante entwischte.
  • Der FC Bayern verfiel nach dem Anschlusstreffer bis weit in zweite Hälfte bisweilen in alte Muster: Viel Ballbesitz, wenig Gefahr, weil teilweise auch zu unbeweglich: Pep reagierte mit Ribery, der eine Kettenreaktion auslöste: Shaqiri nach rechts, Müller in die Spitze - wenig später Bayerns 3:1 und weitere Chancen.
  • Seltenes Glücksgefühl für Alaba: Der Österreicher durfte 25 Minuten auf seiner Wunschposition im Mittelfeldzentrum spielen.

Bayern München - Hannover 96: Daten zum Spiel

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