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Fussball

DFB-Erkenntnisse: Draxler deutet PSG-Abschied an - Musiala in tieferer Rolle noch präsenter

Von Johannes Ohr

Nach dem 2:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Testspiel gegen Israel hat Julian Draxler seinen Abschied von Paris Saint-Germain angedeutet. Auch Timo Werner kämpft um seine WM-Teilnahme. Derweil befindet sich Jamal Musiala in bestechender Verfassung. Und: David Raum erweist sich als echter Gewinn. Die Erkenntnisse.

1. Draxler deutet Abschied an - auch Werner kämpft um WM

Der eine machte immerhin mal wieder ein Tor, der andere spielte endlich mal wieder 90 Minuten durch. Für Timo Werner und Julian Draxler diente das Länderspiel gegen Israel vor allem als Aufbauhilfe - denn beide kämpfen um ihr WM-Ticket.

Ein Thema, das das Duo gleichermaßen beschäftigt: Mangelnde Spielpraxis! Werner spielt bei Chelsea aktuell eine Saison zum Vergessen, kommt auch verletzungs- und krankheitsbedingt nur auf 14 Einsätze in der Premier League. Seinen letzten Treffer im Wettbewerb markierte er Anfang Oktober beim 3:1 gegen Southampton - also vor fast sechs Monaten.

Draxler geht es in Paris sogar noch schlechter. Der Ex-Schalker stand in der Ligue 1 bei gerade mal sechs Spielen mehr als 45 Minuten auf dem Platz. Keine Leistungsdaten, die Bundestrainer Hansi Flick vor Begeisterung im Viereck springen lassen. Schmoren Werner und Draxler bei ihren Klubs auch weiterhin auf der Ersatzbank, ist ihre WM-Teilnahme in Gefahr.

Flick habe das Thema im Einzelgespräch mit ihm zwar nicht direkt thematisiert, sagte Draxler nach dem Spiel. Vor der versammelten Truppe aber schon. Draxler: "Er hat der Mannschaft gesagt, dass er viele fitte Spieler braucht." Draxler deutet deshalb sogar einen Abschied von PSG im Sommer an: "Meine Situation ist nicht einfach. Ich brauche mehr Spielpraxis und einen Rhythmus, vor allem im Hinblick auf die WM. Man wird sehen, was im Sommer passiert."

Auch Werner ist unzufrieden mit seiner Rolle unter Thomas Tuchel. "Bei Chelsea läuft es nicht so, wie ich mir das vorstelle", gab der Stürmer im ZDF zu. "Es gibt Unterschiede in der Spielweise zwischen dem Fußball bei Chelsea und dem hier beim DFB. Vielleicht passt das Spiel hier mehr zu mir, ich fühle mich sehr wohl hier. Ich bekomme in jedem Spiel meine Torchancen und kann dadurch meine Tore schießen."

Aufbauhilfe DFB - dank Hansi Flick. "Wir sind dafür da, dass wir ihm die Spielzeit geben", sagte der Bundestrainer über Werner. Flick hofft, dass ihm der Treffer zum 2:0 Rückenwind gibt: "Es freut mich, dass er sich bei der Nationalmannschaft Selbstvertrauen geholt hat, das er mit zu Chelsea nehmen kann. Es ist wichtig, dass er in einen Rhythmus kommt."

Ratschläge hinsichtlich eines Vereinswechsels gebe Flick aber nicht. "Davon bin ich weit entfernt. Der Spieler muss für sich selbst Verantwortung zeigen. Er muss seine Situation einschätzen können und sich im Klaren darüber sein, was für seine Zukunft gut ist."

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