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Fussball

Beckenbauer über Rensing: "Mangelhaft!"

Von SPOX
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Am 11. Juni 2010 findet in Südafrika das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft statt. Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich in der Qualifikationsgruppe 4 auf einem guten Weg zum nächsten großen Fußball-Event.

Zahlreiche deutsche Profis machen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Welttitelkämpfen, jedoch dürfen nur 23 Spieler mit nach Südafrika. Wer darf mit, wer bleibt zuhause? Bis zum Endturnier auf dem schwarzen Kontinent bewertet SPOX wöchentlich die Chancen der 41 potenziellen Kandidaten.

 

Wie kommt die Bewertung zustande? Hier geht's zur Erklärung!

 

 

Rene Adler: War im Spiel gegen Cottbus über weite Strecken beschäftigungslos und konzentrierte sich darauf, lautstark die Bayer-Defensive zu organisieren. War dann aber zur Stelle, als er nach 67 Minuten gegen Skela stark parierte. Verursachte allerdings kurz vor Schluss die Ecke, die zum späten Ausgleich der Cottbuser führte, als er bei einem ungefährlichen Fernschuss die sichere Variante wählte und den Ball ins Toraus abwehrte. War beim Gegentor dann aber chancenlos. Insgesamt trotz einiger Fehler einer der stabilsten deutschen Keeper der Vorrunde. Kam durch Robert Enkes Verletzung zu seinem Debüt im Nationalteam und muss 2009 seinen Status als Nummer eins im deutschen Kasten verteidigen. Denn Enke hat schon angekündigt, nach seiner Verletzung wieder um den Platz im DFB-Team kämpfen zu wollen.

 

Robert Enke: Auch beim enttäuschenden 1:1 seiner 96er gegen Arminia Bielefeld stand Enke nicht im Kader der Niedersachsen und kam somit nach seiner Verletzung zu keinem Hinrunden-Einsatz mehr. Für Überraschung sorgte seine Aussage, er räume Rene Adler die besseren Chancen auf den Status der Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft ein. "Den Vorteil, den ich vor zwei Monaten hatte, habe ich verloren, den hat Rene Adler", so der 31-Jährige. Nach der Winterpause freue er sich jedoch auf einen richtigen Zweikampf mit dem Leverkusener. Bis dahin sollte Enke seinen Kahnbeinbruch in der Hand auch gänzlich auskuriert haben.

 

Manuel Neuer: Musste an diesem Wochenende im hitzigen Duell mit 1899 Hoffenheim bestehen und machte seine Sache sehr gut. Zeigte bei Salihovic' erstem Freistoß-Versuch eine gute Parade (19.) und war auch sonst ein sicherer Rückhalt - nicht nur bei hohen Bällen. Konnte beim Gegentreffer nichts machen, war in der Schlussphase aber der Turm im Schalker Abwehrbollwerk und hatte noch einige gute Szenen. Hielt unter anderem stark gegen einen Schuss aus kurzer Distanz von Ibisevic (87.). In dieser Form definitiv ein Kandidat für Jogi Löw.

 

Michael Rensing: Die Woche des Bayern-Keepers glich einer Achterbahnfahrt. In der Champions League gegen Lyon überzeugte er mit zahlreichen starken Paraden. Mehrfach kam Olympique aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Rensing warf sich ohne zu zögern in die Schusslinie. Seine stärkste Szene hatte er in der 80. Minute, als er einen Kopfball des eingewechselten Fred blitzschnell aus dem linken unteren Eck fischte. So stark er am Mittwoch hielt, so unglücklich präsentierte er sich in Stuttgart. Zwar parierte er gut gegen Hitzlsperger (40.), aber in der Schlussminute leistete er sich eine verunglückte Rettungstat genau vor die Füße von Khedira, wodurch die Bayern zwei wichtige Punkte verloren. "Wenn der Torhüter rausgeht, muss er den Ball auch halten. So wie er den Ball wegfausten wollte, ist amateurhaft", kritisierte Franz Beckenbauer den 24-Jährigen und setzte noch einen drauf: "Er muss das Rauslaufen und das Fausten lernen. Da ist er mangelhaft." Ist momentan nur Backup hinter Manuel Neuer, wenn es um eine Nominierung ins DFB-Team geht.

 

Tim Wiese: Wurde in der Champions League gegen Inter kaum geprüft, zeichnete sich aber in den wenigen Momenten aus. In der 19. Minute stürzte er gegen Inter-Stürmer Adriano mit vollem Risiko heraus und wurde belohnt. Der Brasilianer hatte kaum Zeit und vergab die Chance zur Führung. Im zweiten Durchgang war er weitestgehend beschäftigungslos, wirkte aber bei hohen Flanken sehr sicher. Beim 1:2-Anschlusstreffer in der 88. Minute war der Bremer Schlussmann gegen Superstar Zlatan Ibrahimovic ohne Chance, zu exakt schlug der ansatzlose Schuss des Schwedens aus 23 Metern im rechten Eck ein. Beim 2:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg wirkte Wiese etwas unkonzentriert. Beim frühen Gegentreffer zum 0:1 machte er das kurze Eck auf. Christian Gentner bestrafte dies sofort mit seinem flachen Schuss. Auch beim Rauslaufen zeigte Wiese Schwächen, z.B. in der 44. Minute mit einer ungelungenen Slapstick-Einlage. Wittert seit seinem Länderspiel-Debüt gegen England Morgenluft und ist zusammen mit Robert Enke ärgster Konkurrent von Rene Adler im Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor.

 

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