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Fussball

DFB-PK: Reus spricht über Comeback - Gündogan: "Sind unter Zugzwang"

Von SPOX
An der heutigen PK werden Ridle Baku, Ilkay Gündogan und Rückkehrer Marco Reus teilnehmen. Das Ganze könnt Ihr hier im Liveticker verfolgen.

Die ersten Länderspiele unter der Leitung des neuen Bundestrainers Hansi Flick stehen an. Vor den Partien in der WM-Quali gegen Lichtenstein (2.9.), Armenien (5.9.) und Island (8.9.) sprachen Marco Reus, Ilkay Gündogan und Ridle Baku mit der Presse. Hier könnt Ihr alle Aussagen nachlesen.

Die Anerkennung durch den neuen Bundestrainer Hansi Flick war für Gündogan dabei ein entscheidender Faktor für die Fortsetzung seiner Karriere in der Nationalmannschaft.

"Es war ein sehr schönes Gespräch, ich habe Wertschätzung mir gegenüber gespürt", berichtete Gündogan über das Telefonat mit Flick.

"Unabhängig davon, wie lange man weg war: Der Anspruch muss immer sein zu spielen", sagte Reus mit Blick auf den Auftakt des WM-Qualifikations-Dreierpacks. Er fühle sich "sehr gut, frisch und fit".

Baku dagegen sieht seinen Weg in die Beletage des Fußballs als Vorbild für andere Talente. "Vom Rastplatz in die Nationalmannschaft, das ist schon krass - so eine Geschichte gibt es nicht oft. Ich bin stolz drauf, vielleicht können sich da einige junge Spieler ein Beispiel nehmen", sagte der Wolfsburger.

DFB-PK mit Reus, Baku und Gündogan im Liveticker zum Nachlesen

Baku über die Stimmung in der Mannschaft:

"Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck. Die Spieler sind alle korrekt, man kann sich mit jedem unterhalten. Bei der U21 sind wir als Underdog angereist. Das war ein Ansporn, um den Leuten zu zeigen, welch eine geile Mannschaft wir sind. Es sind jetzt einige Spieler hier, die belohnt worden sind."

Baku über seinen Wechsel nach Wolfsburg:

"Ich bin sehr froh, dass ich zu Wolfsburg gegangen bin. Ich konnte mich dort gut entwickeln und wir haben eine gute Saison gespielt. Im Verein gibt es einen anderen Spielstil, den man nicht mit dem DFB vergleichen kann. Im Verein habe ich viele Freiheiten, hier habe ich eine klare Position, die ich ausfüllen soll."

Baku über die Hoffnung auf eine EM-Nominierung:

"Aufgrund der Saison, die ich in Wolfsburg gespielt habe, habe ich mir schon Hoffnungen gemacht, dabei zu sein. Ich habe die EM dann im Urlaub verfolgt und mitgefiebert."

Baku über seine Position:

"Nach meinem Debüt bin ich wieder zur U21 gestoßen. Es war klar, dass ich dort vorangehen soll. Das habe ich auch getan. Direkten Kontakt gab es mit Herrn Löw nicht, aber ich wusste, dass mein Weg durch gute Leistungen zurückführen kann. Wo mich Hansi Flick genau sieht, kann ich noch schwer sagen. Ich kann Rechtsverteidiger und rechts vorne spielen. Mal sehen, wo ich gebraucht werde."

Baku über sein Spielerprofi:

"Im Verein komme ich meist über die rechte Seite. Ich definiere mich als Spieler mit starkem Offensivdrang, der auch gute defensive Zweikämpfe führt. Die Spieler aus der U21 sind hungrig, wollen mehr und sich hier etablieren."

Baku über seine Rückkehr ins A-Nationalteam:

Das war es von Gündogan, nun ist Ridle Baku dran. "Ich bin froh, wieder im Kreise der Besten zu sein. Ich durfte bei meinem Debüt schon hineinschnuppern und hatte dann eine lange Pause. Ich wurde mit der U21 Europameister, davon sind einige Jungs jetzt hier. Ich freue mich auf die anstehenden Spiele."

Gündogan über Flicks Debüt:

"Es wäre überraschend, wenn gar keine Anspannung da wäre. Es gibt drei wichtige Spiele, die zu gewinnen sind. Es wird wohl schon eine gewisse Nervosität da sein. Anspannung ist aber auch ein Zeichen dafür, dass man da und wach ist. Ein Mix ist wichtig, den bringt Hansi mit."

Gündogan über Flicks Gedanken hinsichtlich seiner Position:

"Hansi hat zu meiner Position Ähnliches gesagt wie ich vorhin. Persönliche Gespräche finden relativ spontan statt. Ich sehe ihn mit vielen Spielern sprechen, was gerade am Anfang sehr wichtig ist. Er spricht auch nicht immer nur über Fußball, sondern auch über private Dinge."

Gündogan über den Rücktritt von Toni Kroos:

"Ich hatte mit Toni keinen Kontakt. Eine solche Entscheidung trifft jeder selbst. Grundsätzlich ist es nicht so, dass ein Konkurrent weniger für mich da ist. Es gibt genug andere, die jetzt dabei sind und auf der Position spielen können. Ich bin keiner, der den Konkurrenzkampf scheut. Toni war ein wichtiger Faktor für die Mannschaft und hat viel mir ihr erreicht. Sein Weggang ist schade, macht aber Platz für andere. Ich kann noch mehr Verantwortung übernehmen."

Gündogan über seine Lieblingsposition:

"Mittlerweile fühle ich mich am wohlsten auf der offensiven Acht oder der Zehn. Im Verein spiele ich fast ausschließlich dort."

Gündogan über sein ähnliches Schicksal wie Reus:

"Wir teilen ein ähnliches Schicksal. Wir haben deutlich zu wenig Länderspiele dafür, wie lange wir dabei sind. Manchmal hat man Pech. Man muss jedoch positiv sein und immer zur Mannschaft zurückkehren. Hoffentlich klappt es für uns in den nächsten Jahren besser."

Gündogan über seine Position bei der EM:

"Ich glaube, dass es schwierig ist, wenn man eine Saison auf einer offensiven Position spielt, sich dann in kurzer Zeit im Kopf zu verändern und defensiver zu spielen hat - ohne die Freiheiten nach vorne. Wir haben es aber auch nicht geschafft, unser Leistungsniveau zu erreichen. Daher will ich das nicht nur auf die Position schieben."

Gündogan über sein Gespräch mit Hansi Flick:

"Wenn man sich Gedanken macht, dann will man nicht allein sein und braucht Einflüsse aus dem beruflichen und privaten Umfeld. Daher war es normal, ein Gespräch mit dem Bundestrainer zu führen. Seine Idee mit auf den Weg zu bekommen, war mir wichtig. Es war ein schönes Gespräch und ich habe Wertschätzung gespürt. Wir sind beide froh, dass wir uns nun hier getroffen haben."

Gündogan über das DFB-Team im weltweiten Vergleich:

"Vom Potenzial sehe ich uns nicht weit hinten. Wir haben es zuletzt nicht geschafft, unser Potenzial abzurufen. Es tut daher gut, neue Ansätze zu bekommen. Die ersten Trainingseinheiten machen auch Mut. Wir wollen alles so schnell wie möglich umsetzen. Je mehr Zeit man miteinander verbringt, desto mehr versteht man das, was das Trainerteam erwartet. Es war schon eine gute Energie."

Gündogan über die nächste WM:

"Dadurch, dass man in einem fortgeschrittenen Alter ist, hat man nicht mehr viele Chancen, Turniere zu spielen. Es könnte meine letzte Chance sein, eine WM zu spielen. Daher gehe ich motiviert dran, aber erst einmal müssen wir uns qualifizieren. Je älter man wird, desto mehr bekommt man eine gewisse Verantwortung. Man versucht, etwas von seiner Erfahrung weiterzugeben und voranzugehen, mit Leistungen und im Spiel."

Gündogan über die kommenden Länderspiele:

"Wir sind ein wenig unter Zugzwang. Wir wollen die drei Spiele gewinnen, das muss unser Maßstab sein. Wir freuen uns darauf, mit neuen Ansätzen in die Spiele zu gehen."

Gündogan über seine Entscheidung für das DFB-Team:

Reus ist fort, jetzt kommt Ilkay Gündogan: "Ich freue mich, dass ich nach wie vor Teil der Mannschaft bin. Nach zwei intensiven Spielzeiten mit wenigen Pausen macht man sich Gedanken, wie und ob es weitergehen soll. Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, da hat es nicht lange gedauert, dass ich weitermachen wollte. Ich freue mich auf den Neuanfang und eine gute Zukunft."

Reus über Gedanken an einen Rücktritt:

"Ich wollte bei der EM eine Pause für meinen Körper einlegen, da ich aus einer langen Verletzung kam. Ich habe gemerkt, dass das mir guttut. Ich hatte keinen Gedanken an einen Rücktritt. Ich habe gespannt gewartet, wie es weitergeht. Die Gespräche waren dann einfach."

Reus über seine Rolle im DFB-Team:

"Ich bin fast einer der Ältesten. Ich bin Kapitän einer Vereinsmannschaft, daher versuche ich auch hier, Verantwortung zu übernehmen. Ich glaube auch, dass das kein Problem ist. Ich will eine wichtige Rolle spielen. Die Leistung steht im Vordergrund. Ich will immer auf dem Platz stehen und der Mannschaft helfen."

Reus über sein Gespräch mit Jogi Löw:

"Wir hatten vor der EM-Nominierung ein langes Gespräch. Da kam heraus, dass ich nicht mitfahre. Ich habe ihm natürlich alles Gute gewünscht. Alle haben sich mehr vorgestellt, es lag aber nicht daran, dass wir nicht wollten. Wir freuen uns nun auf einen Neustart mit neuer Energie."

Reus über seinen Blick auf die EM:

"Ich bin der Typ, der spielen will, wenn ich eingeladen werde. Der Leistungsgedanke wird hier neu geschrieben. Hansi ist dafür bekannt, Spieler einzusetzen, bei denen er die meiste Qualität sieht. Ich war im Urlaub, habe dort aber viel an mir selbst gearbeitet. Ich habe die Spiele verfolgt und mitgefiebert. Das gehört aber der Vergangenheit an."

Reus über sein Comeback:

"Es war ein sehr gutes Gespräch mit Hansi Flick. Wir haben uns darüber unterhalten, ob ich noch Lust habe und wie ich alles sehe. Ich habe ja damals Stellung dazu bezogen, warum ich nicht mit zur EM gefahren bin. Diesmal war es keine schwere Entscheidung. Es war keine große Frage, dass ich hier hinkomme. Wir sind jetzt mitten im Neustart. Ich hoffe, dass wir eine erfolgreiche Zukunft haben. Das Spielermaterial dafür ist vorhanden. Wir wollen jetzt gut loslegen und frischen Wind hineinbringen. Ich bin guten Mutes."

Reus über die Rückkehr der Zuschauer:

"Die Kulisse ist kaum zu ersetzen. Für uns Spieler ist das Adrenalin pur. Wir freuen uns, endlich wieder Menschen im Stadion zu sehen."

Reus über seine Rückkehr:

Es geht los. Marco Reus, der erstmals seit Oktober 2019 wieder im Kreise der Nationalmannschaft weilt, hat auf dem Podium Platz genommen und beginnt. "Es fühlt sich gut an, so wie immer. Ich freue mich, dass ich wieder dabei bin. Die ersten Einheiten waren sehr positiv und wir haben gut trainiert. Hansi Flick hat versucht, uns seine Spielphilosophie näher zu bringen. Das wird etwas dauern, die Philosophie kommt uns aber entgegen."

DFB: Hansi Flicks Kader für die WM-Quali-Spiele im September

Drei Neulinge, fünf Rückkehrer: Hansi Flick bringt neues und altes in der Nationalmannschaft wieder zusammen. Ihre erste Einladung zum A-Team des DFB erhielten David Raum (Hoffenheim), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) und Karim Adeyemi (Salzburg). Bei der EM nicht dabei, aber nun wieder im Kreis der Nationalmannschaft zurück sind Marco Reis, Mahmoud Dahoud, Thilo Kehrer, Ridle Baku und Florian Wirtz.

  • Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Bernd Leno (FC Arsenal), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)
  • Abwehr: Ridle Baku (VfL Wolfsburg), Robin Gosens (Atalanta Bergamo), Thilo Kehrer (Paris St. Germain), Lukas Klostermann (RB Leipzig), David Raum (TSG Hoffenheim), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg), Niklas Süle (Bayern München)
  • Mittelfeld/Angriff: Karim Ademeyi (Red Bull Salzburg), Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund), Serge Gnabry (Bayern München), Leon Goretzka (Bayern München), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (FC Chelsea), Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach), Joshua Kimmich (Bayern München), Thomas Müller (Bayern München), Jamal Musiala (Bayern München), Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Marco Reus (Borussia Dortmund), Leroy Sane (Bayern München), Timo Werner (FC Chelsea), Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)

WM-Quali - Tabelle: DFB-Team in Gruppe J unter Druck

PlatzMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Armenien33006:249
2Nordmazedonien32019:456
3Deutschland32015:236
4Rumänien31025:6-13
5Island31024:6-23
6Liechtenstein30031:10-90
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