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Fussball

U21-EM: "Holt euch den Pott!" Thomas Müller und Co. fiebern mit Nationalmannschaft mit

SID
Die deutsche U21-Auiswahl steht im EM-Halbfinale.

Mit letzter Kraft hat die U21 das EM-Halbfinale erreicht - wieder einmal. Gegen die Niederlande kann das Kuntz-Team ihr drittes Endspiel in Folge erreichen.

Erst in die Eistonne und den Whirlpool, dann ein Brunch bis zum Mittag: Stefan Kuntz gönnte seinen ausgelaugten EM-Helden nach dem packenden Einzug ins Halbfinale völlige Ruhe. "Einige Spieler waren über den roten Punkt", sagte Kuntz über den Nervenkrimi gegen Dänemark, der bei seinem U21-Team Spuren hinterlassen hatten. Sogar Torhüter und Matchwinner Finn Dahmen klagte über Krämpfe.

Doch die Schmerzen wichen mit Blick auf das anstehende Halbfinale gegen den alten Rivalen Niederlande am Donnerstag (21.00 Uhr im LIVETICKER) schnell einer unbändigen Vorfreude. "Das wird groß. Wir freuen uns, dass wir den einen oder anderen wieder stolz auf die Nationalmannschaft gemacht haben", sagte Kuntz angesichts der Masse an Nachrichten, die auf ihn einprasselten.

Glückwünsche kamen auch von der mitfiebernden A-Nationalmannschaft, die sich derzeit in Tirol auf die "große" EM vorbereitet. "Was für ein Nervenspiel. Ihr habt Euch nie aufgegeben und Widerstände überwunden. Jetzt ist noch mehr drin", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Auch Weltmeister Thomas Müller schickte Grüße nach Ungarn und forderte via Twitter: "Holt euch den Pott."

Kuntz: "Müssen einige Spieler in Watte packen"

Zunächst aber muss Kuntz sein Team fit für das Duell gegen Oranje machen, um zum dritten Mal in Folge ins EM-Endspiel einzuziehen - dann möglicherweise zum dritten Mal gegen Spanien. "Wir müssen jetzt einige Spieler in Watte packen, und dann geht es wieder in den Klassiker gegen Holland", sagte Kuntz. Schon in der Gruppenphase im März waren beide Teams aufeinander getroffen, damals hieß es 1:1.

Das Wiedersehen soll nun mit dem Ticket für das Finale am Sonntag im slowenischen Ljubljana enden. "Die Niederländer kennen wir ja schon. Diesmal wollen wir einen mehr schießen als die. Wir wollen unbedingt ins Finale, und dann ist alles möglich", sagte Amos Pieper von Arminia Bielefeld. Der Innenverteidiger war ähnlich ausgelaugt wie der Rest der Mannschaft, verhaspelte sich im Interview und gab lächelnd zu: "Ich kann nicht mehr geradeaus reden."

Bezeichnend war auch der Einsatz des Fürthers David Raum, der sich in der Verlängerung verletzt auswechseln lassen wollte, was aber nicht mehr ging. "Und dann fängt er an, den gegnerischen Torwart anzulaufen", sagte Kuntz und tippte sich grinsend an die Stirn. Raum gab an, er hätte "einfach keine Lust gehabt, meine Mannschaft im Stich zu lassen". Notfalls hätte er auch noch einen Elfmeter geschossen.

Kuntz: "Mit vollen Hosen reingequetscht"

Das erledigten dann aber andere und verzückten Kuntz mit ihrer Präzision. "Ich hatte als Spieler nicht die Technik, die so einzuschweißen", sagte Kuntz, der 1996 im Elfmeterschießen gegen EM-Gastgeber England getroffen hatte. "Ich habe den damals mit vollen Hosen irgendwo reingequetscht. Aber immerhin im Halbfinale", sagte Kuntz.

Ein solches Halbfinale wartet nun auch gegen die Niederlande, doch ihr Soll hat die U21 schon jetzt erfüllt. "Ich habe den Jungs schon vor dem Elfmeterschießen gratuliert und gesagt: Alle in Deutschland ziehen den Hut vor euch", sagte der DFB-Trainer und fügte später an: "Ich hatte das Gefühl, dass dieses Team heute noch nicht nach Hause fahren wollte." Für den Donnerstag gilt das wohl erst recht.

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