Cookie-Einstellungen

DFB, Boateng, Corona-Appell: Die denkwürdigen Momente von Uli Hoeneß als TV-Experte

 
Es war ein recht kurzes Vergnügen, das "Klartexter" Uli Hoeneß den deutschen TV-Zuschauern als RTL-Experte bei den deutschen WM-Quali-Spielen bereitete. Nach nur drei Spielen geht der TV-Experte Hoeneß in Rente. Das waren seine denkwürdigen Momente.
© getty

Es war ein recht kurzes Vergnügen, das "Klartexter" Uli Hoeneß den deutschen TV-Zuschauern als RTL-Experte bei den deutschen WM-Quali-Spielen bereitete. Nach nur drei Spielen geht der TV-Experte Hoeneß in Rente. Das waren seine denkwürdigen Momente.

DER FLAMMENDE CORONA-APPELL: Bei seinem dritten und letzten Auftritt vor dem 1:2 gegen Nordmazedonien kam die Corona-Impfthematik zwischen ihm und Florian König zur Sprache. Thema: Die viel geäußerte Kritik an der Regierung - und Hoeneß lieferte.
© getty
DER FLAMMENDE CORONA-APPELL: Bei seinem dritten und letzten Auftritt vor dem 1:2 gegen Nordmazedonien kam die Corona-Impfthematik zwischen ihm und Florian König zur Sprache. Thema: Die viel geäußerte Kritik an der Regierung - und Hoeneß lieferte.
"Schmeißt der Regierung keine Knüppel zwischen die Beine", forderte er in Richtung der "ein oder anderen Zeitung". Wenn er höre, dass die Behörden in England ganz anders mit der Sache umgehen, "da muss ich nur drüber lächeln".
© getty
"Schmeißt der Regierung keine Knüppel zwischen die Beine", forderte er in Richtung der "ein oder anderen Zeitung". Wenn er höre, dass die Behörden in England ganz anders mit der Sache umgehen, "da muss ich nur drüber lächeln".
"Unsere Gesundheitsbehörde ist die allerbeste auf der Welt", sagte Hoeneß und er wolle sich beispielsweise nicht in irgendeinem Supermarkt oder an Tankstellen wie in den USA impfen lassen. Außerdem mahnte er zur Geduld und Geschlossenheit.
© getty
"Unsere Gesundheitsbehörde ist die allerbeste auf der Welt", sagte Hoeneß und er wolle sich beispielsweise nicht in irgendeinem Supermarkt oder an Tankstellen wie in den USA impfen lassen. Außerdem mahnte er zur Geduld und Geschlossenheit.
"Wir sind ein Volk, wir müssen da gemeinsam durch. Und ob da jetzt jemand nach Mallorca fährt oder nicht, das ist nicht wichtig. Wir müssen zusammenhalten. […] Dann geht das zack, zack – und dann bin ich überzeugt, dass es gut wird."
© getty
"Wir sind ein Volk, wir müssen da gemeinsam durch. Und ob da jetzt jemand nach Mallorca fährt oder nicht, das ist nicht wichtig. Wir müssen zusammenhalten. […] Dann geht das zack, zack – und dann bin ich überzeugt, dass es gut wird."
DIE RÜCKKEHR DER ABTEILUNG ATTACKE: Ganz so staatsmännisch wie die Corona-Thematik behandelte Hoeneß bei seinem Debüt beim Spiel gegen Island den DFB nicht. Im Gegenteil. Es wurde ein TV-Moment, in dem er zum Rundumschlag ausholte.
© imago images
DIE RÜCKKEHR DER ABTEILUNG ATTACKE: Ganz so staatsmännisch wie die Corona-Thematik behandelte Hoeneß bei seinem Debüt beim Spiel gegen Island den DFB nicht. Im Gegenteil. Es wurde ein TV-Moment, in dem er zum Rundumschlag ausholte.
Dabei ging alles zunächst recht gemächlich los, ja gar langweilig. "Der Heißsporn wirkte gezähmt", schrieb die FAZ. Doch dann schlug es Mitternacht und Hoeneß polterte aufs Stichwort von König ("DFB") los.
© getty
Dabei ging alles zunächst recht gemächlich los, ja gar langweilig. "Der Heißsporn wirkte gezähmt", schrieb die FAZ. Doch dann schlug es Mitternacht und Hoeneß polterte aufs Stichwort von König ("DFB") los.
"Es ist ein Trauerspiel, was da abgeht. Die streiten ja wie die Besenbinder. Es geht um Postenschacherei und Macht. Denen geht es nicht um Fußball", ätzte Hoeneß gegen die DFB-Führungsriege.
© getty
"Es ist ein Trauerspiel, was da abgeht. Die streiten ja wie die Besenbinder. Es geht um Postenschacherei und Macht. Denen geht es nicht um Fußball", ätzte Hoeneß gegen die DFB-Führungsriege.
Sein Ziel Nummer eins: DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius, der sich einen Machtkampf mit DFB-Präsident Fritz Keller liefert. "Der Generalsekretär wirkt völlig überfordert in dieser Position."
© getty
Sein Ziel Nummer eins: DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius, der sich einen Machtkampf mit DFB-Präsident Fritz Keller liefert. "Der Generalsekretär wirkt völlig überfordert in dieser Position."
Sein Ziel Nummer zwei: Schatzmeister Stephan Osnabrügge. Der "Arbeitsrechtler" könne nicht verhindern, dass "die Steuerfahndung beim DFB so oft ein und ausgeht wie ein Briefträger".
© getty
Sein Ziel Nummer zwei: Schatzmeister Stephan Osnabrügge. Der "Arbeitsrechtler" könne nicht verhindern, dass "die Steuerfahndung beim DFB so oft ein und ausgeht wie ein Briefträger".
Sein Ziel Nummer drei: Vizepräsident Rainer Koch. "Er glaubt, dass er eigentlich der Präsident wäre. Die ewig Unzufriedenen versuchen hier das Geschäft zu machen. Der Leidtragende ist Fritz Keller", dem man "nur Knüppel zwischen die Beine" stecke.
© getty
Sein Ziel Nummer drei: Vizepräsident Rainer Koch. "Er glaubt, dass er eigentlich der Präsident wäre. Die ewig Unzufriedenen versuchen hier das Geschäft zu machen. Der Leidtragende ist Fritz Keller", dem man "nur Knüppel zwischen die Beine" stecke.
Anschließend empfahl er noch Rummenigge als DFB-Vertreter bei der FIFA und der UEFA. "Ich glaube, er würde dem deutschen Fußball damit einen Gefallen tun", sagte Hoeneß
© getty
Anschließend empfahl er noch Rummenigge als DFB-Vertreter bei der FIFA und der UEFA. "Ich glaube, er würde dem deutschen Fußball damit einen Gefallen tun", sagte Hoeneß
DIE BOATENG-Grätsche: Nicht ganz so sauer, aber immerhin "ein bisschen sprachlos" machte Hoeneß die 1:2-Blamage der DFB-Elf gegen Nordmazedonien, nach der sich zunächst Bundestrainer Löw einen kleinen Rüffel abholte.
© imago images
DIE BOATENG-Grätsche: Nicht ganz so sauer, aber immerhin "ein bisschen sprachlos" machte Hoeneß die 1:2-Blamage der DFB-Elf gegen Nordmazedonien, nach der sich zunächst Bundestrainer Löw einen kleinen Rüffel abholte.
"Ich verstehe es überhaupt nicht, warum man ein so erfolgreiches System aus zwei Spielen ändert", kritisierte Hoeneß mit Blick auf die guten ersten beiden Auftritte der Deutschen gegen Island und Rumänien: "Ich hätte das so nicht verändert."
© getty
"Ich verstehe es überhaupt nicht, warum man ein so erfolgreiches System aus zwei Spielen ändert", kritisierte Hoeneß mit Blick auf die guten ersten beiden Auftritte der Deutschen gegen Island und Rumänien: "Ich hätte das so nicht verändert."
Es folgte ein erneuter Appell, Thomas Müller für die EM im DFB-Trikot zu reaktivieren: "Ihn kann man immer gebrauchen", sagte Hoeneß und hatte außerdem eine klare Vorstellung davon, wen man nicht mehr gebrauchen kann.
© imago images
Es folgte ein erneuter Appell, Thomas Müller für die EM im DFB-Trikot zu reaktivieren: "Ihn kann man immer gebrauchen", sagte Hoeneß und hatte außerdem eine klare Vorstellung davon, wen man nicht mehr gebrauchen kann.
"Boateng würde ich jetzt nicht mitnehmen, wir haben da hinten genug - vor allem wenn Mats Hummels noch kommt." Eine Aussage, die einen langen Nachhall haben sollte, gerade weil Hoeneß bei Bayern stets die Politik betrieb, eigene Spieler zu schützen.
© getty
"Boateng würde ich jetzt nicht mitnehmen, wir haben da hinten genug - vor allem wenn Mats Hummels noch kommt." Eine Aussage, die einen langen Nachhall haben sollte, gerade weil Hoeneß bei Bayern stets die Politik betrieb, eigene Spieler zu schützen.
Auch deshalb wunderte sich Bayern-Trainer Flick, selbst ein klarer Boateng-Fürsprecher, wenige Tage später sehr. "Das ist seine Meinung", sagte er: "Ich kenne das von Bayern München, dass man seine Spieler immer unterstützt."
© imago images
Auch deshalb wunderte sich Bayern-Trainer Flick, selbst ein klarer Boateng-Fürsprecher, wenige Tage später sehr. "Das ist seine Meinung", sagte er: "Ich kenne das von Bayern München, dass man seine Spieler immer unterstützt."
Boateng ist da jedoch allein historisch die Ausnahme von der Regel, wie es scheint. Immer wieder knirschte es zwischen ihm und der Bayern-Führung um Rummenigge ("Back to Earth") und Hoeneß (Rat zum Wechsel 2019).
© getty

Boateng ist da jedoch allein historisch die Ausnahme von der Regel, wie es scheint. Immer wieder knirschte es zwischen ihm und der Bayern-Führung um Rummenigge ("Back to Earth") und Hoeneß (Rat zum Wechsel 2019).

Kurz nach Hoeneß‘ Verbalgrätsche gab Bayern-Vorstand Salihamidzic angeblich entgegen interner Absprachen bekannt, dass Boatengs Vertrag bei Bayern (bis 2021) nicht mehr verlängert werde. Wasser auf die Streit-Mühlen mit Flick.
© getty

Kurz nach Hoeneß' Verbalgrätsche gab Bayern-Vorstand Salihamidzic angeblich entgegen interner Absprachen bekannt, dass Boatengs Vertrag bei Bayern (bis 2021) nicht mehr verlängert werde. Wasser auf die Streit-Mühlen mit Flick.

DER BESORGTE: Ganz anders, nämlich fast schon väterlich, gab sich Hoeneß dann als RTL-Experte bei der Verletzung von Robert Lewandowski, die sich der Bayern-Stürmer im Spiel der Polen gegen Andorra zugezogen hatte.
© imago images
DER BESORGTE: Ganz anders, nämlich fast schon väterlich, gab sich Hoeneß dann als RTL-Experte bei der Verletzung von Robert Lewandowski, die sich der Bayern-Stürmer im Spiel der Polen gegen Andorra zugezogen hatte.
"Mir ist gerade das Herz stehengeblieben. Hoffen wir mal, dass nicht viel passiert ist", sagte Hoeneß und griff danach zum Telefon und brachte die Zuseher live auf den neuesten – wenn auch hinterher falschen – Stand bei Lewandowski.
© getty
"Mir ist gerade das Herz stehengeblieben. Hoffen wir mal, dass nicht viel passiert ist", sagte Hoeneß und griff danach zum Telefon und brachte die Zuseher live auf den neuesten – wenn auch hinterher falschen – Stand bei Lewandowski.
"Die ersten Prognosen sehen nicht so schlimm aus", sagte Hoeneß. Am Ende war es dann aber doch etwas schlimmer. Lewandowski erlitt eine Bänderdehnung und muss seitdem pausieren.
© getty
"Die ersten Prognosen sehen nicht so schlimm aus", sagte Hoeneß. Am Ende war es dann aber doch etwas schlimmer. Lewandowski erlitt eine Bänderdehnung und muss seitdem pausieren.
1 / 1
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung