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Fussball

"Drei Punkte machen": DFB-Team will Bann in der Nations League brechen

SID
Das DFB-Team will endlich den Bann in der Nations League brechen.

Drei Tage nach dem unglücklichen Kaltstart in die EM-Saison will die Nationalmannschaft im zweiten Gruppenspiel der Nations League in der Schweiz den ersten Sieg einfahren. Dem Bundestrainer muss dafür einen schwieriger Spagat gelingen.

Joachim Löw musste kurz überlegen, doch dann war die Sache für ihn klar: Das Quoten-Duell am Sonntagabend mit dem aus der Sommerpause zurückkehrenden ARD-Tatort wird sein Team gewinnen. "In der Regel würde ich sagen: Die Nationalmannschaft setzt sich durch, auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt knapp ausfällt", sagte der Bundestrainer vor dem zweiten Nations-League-Gruppenspiel in Basel gegen die Schweiz (20.45 Uhr im LIVETICKER).

Viel wichtiger ist für Löw ohnehin, dass der DFB-Auswahl in der Nationenliga im sechsten Anlauf seit der Premiere in der Saison 2018/19 endlich der erste Sieg gelingt. Die Spiele seien zwar vor allem Testläufe für die EM im kommenden Jahr, betonte Löw abermals, "aber natürlich gehen wir gegen die Schweiz mit der Intention ins Spiel, drei Punkte zu machen. Das ist ganz klar."

Nach seiner heftigen Kritik ("Das regt mich auf") am "Hammerprogramm" der kommenden Monate, das am Ende auch seine Titel-Mission gefährden könnte, steht der Bundestrainer vor einem schwierigen Spagat. Einerseits ist auch er von kurzfristigen Ergebnissen abhängig. Andererseits will und muss der 60-Jährige rotieren, um die Belastung möglichst ausgewogen zu steuern.

DFB-Team: Spanien-Spiel habe "Spuren hinterlassen"

Er werde die Zeit bis zum Anpfiff nutzen, "um zu sehen, wie die Spieler regenerieren", sagte Löw, denn das Auftaktspiel gegen Spanien (1:1) habe "Spuren hinterlassen". Verletzt habe sich jedoch niemand.

Kandidaten für eine Verschnaufpause gibt es genügend. Am Ende des Spanien-Spiels "war jeder nur noch am Pumpen", sagte Torschütze Timo Werner. Rückkehrer Leroy Sane, der bei seinem Comeback nach 15 monatiger Pause mit Krämpfen ausgewechselt wurde, fühlt sich jedoch "bereit" für einen Startelfeinsatz. Bernd Leno wird laut Löw im Tor eine Bewährungschance erhalten.

Hoffnungen dürfen sich auch Innenverteidiger Matthias Ginter und Offensivspieler Julian Brandt machen. Kai Havertz hätte mit Sicherheit sein achtes Länderspiel bestreiten dürfen, doch das Ausnahmetalent reiste vorzeitig vom DFB-Team ab und machte mit dem FC Chelsea den 100-Millionen-Euro-Wechsel perfekt. Aufgrund der Quarantäne-Bestimmungen kehrt er nicht mehr zum Schweiz-Spiel zurück.

Er werde dennoch "ein paar frische Kräfte bringen", kündigte Löw an - die taktische Grundformation ließ er aber offen. Nachdem der Bundestrainer gegen Spanien wie schon in den Duellen mit den Top-Gegnern Niederlande und Frankreich auf eine Dreier-Abwehrkette gesetzt hat, könnte er am Sonntag zum Test auf ein System mit vier Abwehrspielern wechseln. "Ich weiß, dass wir beides spielen können", sagte Löw.

Entscheidender wird im St. Jakob-Park ohnehin die Einstellung sein. Und diesbezüglich hatte Löw beim Spiel gegen Spanien wenig zu meckern. Es habe lediglich der "Killerinstinkt" gefehlt, eine eingespieltere oder routiniertere Mannschaft hätte das 2:0 gemacht, kritisierte Löw, "und dann ist der Gegner auch tot".

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