Fussball

DFB regelt Einnahmen der Chefetage: Bei einer Viertelmillion ist Schluss

SID
Der DFB hat die Honorare unter anderem von Fritz Keller offengelegt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Einnahmen seiner Spitzenfunktionäre geregelt und offengelegt. Die finanzielle Festlegung durch den neu eingerichteten Vergütungsausschuss sieht für DFB-Präsident Fritz Keller eine jährliche Brutto-Aufwandsentschädigung in Höhe von 246.000 Euro vor.

Schatzmeister Stephan Osnabrügge erhält 166.800 Euro. Vizepräsident Rainer Koch (Regional- und Landesverbände) bekommt 144.000 Euro, Vizepräsident Peter Peters (Liga) 78.000 Euro. Für DFL-Boss Christian Seifert soll es 63.600 Euro geben.

Die Honorare für die Mitglieder des Präsidialausschusses gelten bis 2022. Aufgrund der Coronakrise verzichten die Angehörigen des Gremiums freiwillig auf zehn Prozent der Entschädigung für den Zeitraum der Kurzarbeit beim DFB. Die weiteren stimmberechtigten Mitglieder des DFB-Präsidiums erhalten eine jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 51.600 Euro.

Für Präsidiumsmitglieder, die zugleich Mitglied in Gremien des Weltverbands FIFA oder der Europäischen Fußball-Union (UEFA) sind und von dort Zuwendungen erhalten, gilt eine Deckelung von insgesamt 246.000 Euro pro Jahr - diese Regelung betrifft derzeit Koch, der im Exekutivkomitee der UEFA sitzt. Übersteigt die Gesamtvergütung diesen Betrag, wird die DFB-Aufwandsentschädigung entsprechend gekürzt. Zudem wurde eine Regelung für die Vergütung von Tätigkeiten in weiteren DFB-Gremien getroffen. So erhält der zukünftige Vorsitzende des Aufsichtsrats der DFB-GmbH jährlich 36.000 Euro.

DFB-Präsident Keller froh über "transparente Regelungen"

"Die Einsetzung eines Vergütungs- und Beratungsausschusses war eine der zentralen Bedingungen für meine Kandidatur als DFB-Präsident. Ich bin sehr froh, dass dieses Gremium nun für alle nachvollziehbare, transparente Regelungen gefunden hat", sagte Keller: "Es muss heute selbstverständlich sein, auch finanziell transparent zu sein. Die wichtige Arbeit des Vergütungs- und Beratungsausschusses ist eine von vielen Maßnahmen, um verlorengegangene Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Institutionen des Fußballs zurückzugewinnen."

Der DFB hatte beim Bundestag im September des vergangenen Jahres auf Initiative seines frisch gewählten Präsidenten mit dem Vergütungs- und Beratungsausschuss ein externes Gremium eingerichtet. Der Ausschuss hat am Freitag seine Beschlüsse bei der außerordentlichen Sitzung des DFB-Präsidiums vorgestellt. Mitglieder des Ausschusses unter der Leitung des langjährigen VW-Managers Wolfgang Hotze sind Heribert Bruchhagen, Claudia Diem und Professor Marcel Tyrell.

"Für uns ging es darum, für eine Vielzahl von Personen mit unterschiedlichen Belastungen und Verantwortungen angemessene Lösungen zu finden", äußerte Hotze: "Die Arbeit des DFB-Präsidenten und auch die der übrigen Präsidiumsmitglieder lässt sich nur ganz schwer mit anderen Ämtern und Tätigkeiten vergleichen. Wir sind aber überzeugt davon, dass wir nachvollziehbare Werte gefunden haben, auch wenn es in der Wirtschaft vergleichbare Posten gibt, bei denen die Zahlen ganz andere Dimensionen haben."

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