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Fussball

Zorc: "Komplett unnötig"

Von Marco Nehmer
Der Sportdirektor von Borussia Dortmund verteidigt Kevin Großkreutz
© getty

Der Umgang des DFB mit der "Causa Großkreutz" sorgt bei Borussia Dortmund für Kopfschütteln. Sportdirektor Michael Zorc reagiert mit Unverständnis auf ein Interview des Verbandes, in dem Kevin Großkreutz abermals mit seinen Fehltritten der letzten Wochen konfrontiert wird. Auch die Personalie Marcel Schmelzer birgt weiter Zündstoff.

"Das war eine komplett unnötige Aktion, die mich nicht nur überrascht, sondern auch extrem irritiert hat. Ich weiß nicht, warum man drei Tage vor einem WM-Auftaktspiel so etwas bei einem eigenen Medium wieder zum Thema macht", so Zorc in der "Sport Bild" über den Interview-Zwischenfall aus dem Trainingslager der Nationalelf.

Der Dortmunder Großkreutz war vom DFB-Online-Redakteur Steffen Lüdeke zu Beginn des Gesprächs mehrmals auf die medial hochgeschwappten Themen "Dönerwurf" und "Pinkel-Affäre" angesprochen worden. Ob er denn froh sei, "dass es im Campo Bahia keinen Dönerladen gibt?", wollte Lüdecke vom 25-Jährigen wissen. Der reagierte genervt und mit reichlich Unverständnis.

Der DFB versuchte in der Folge, die Wogen zu glätten. Pressesprecher Jens Grittner erklärte, man habe versucht, die Sache "mit einem Augenzwinkern" zu betrachten. "Ein Schuss Lockerheit und Ironie" habe der Verband zeigen wollen - was nach hinten losging.

Zorc: Schmelzer "laut eigener Aussage fit"

"Ich weiß nicht, ob jemand dort künstlich lustig sein wollte. Aber man sollte doch vielleicht lieber über Fußball reden mit seinem eigenen Nationalspieler", stellte sich Zorc hinter seinen Profi, der trotz seiner Verfehlungen mit zur WM reisen durfte. Anders als Teamkollege Marcel Schmelzer, der zu Zorcs Unverständnis aus dem Kader gestrichen wurde.

"Es kam schon überraschend, schließlich war Schmelle in den letzten Jahren eigentlich immer dabei", so der 51-Jährige, der das Argument, die Knieprobleme hätten eine WM-Teilnahme des 26-Jährigen verhindert, nicht zählen lassen wollte. Schmelzer "wäre laut eigener Aussage fit gewesen".

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