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Fussball

Matthäus glaubt an Özil und das DFB-Team

SID
Weltmeister Lothar Matthäus sieht Mesut Özil als nächsten deutschen Weltfußballer
© Getty

Lothar Matthäus hat ein Loblied auf Spielmacher Mesut Özil gesungen. Im Interview mit dem "Sonntag-Express" sagte Matthäus: "Özil hat das Zeug zum nächsten deutschen Weltfußballer."

Matthäus glaubt, dass das Renommee der spanischen Primera Division ausschlaggebend für den Titel sei. "Real Madrid steht international gesehen größer im Fokus als Bayern. So wie damals die italienische Liga höher im Fokus stand", sagte Matthäus, der bisher als einziger deutscher Fußballer 1990 zum Weltfußballer gewählt worden war.

Die deutsche Nationalmannschaft sieht Matthäus bestens gerüstet für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine: "Die Voraussetzungen sind besser als 1990. Wenn ich sehe, wie die Jungs jetzt die Qualifikation geschafft haben und wie wir uns durchgewurschtelt haben. Thomas Häßler musste uns in Köln erst in letzter Sekunde zur WM schießen!"

Seine Zukunft als bulgarischer Nationaltrainer sieht Matthäus positiv, obwohl die Unterschrift auf den neuen Vertrag noch fehlt. "Eine mündliche Einigung mit Handschlag ist für mich eine Vertragsverlängerung. Wir haben jetzt zwei Spiele verloren. Durch so eine Situation gerät ein Präsident natürlich unter Druck, das verstehe ich auch. Doch für mich ist klar, dass der Vertrag bis 2013 verlängert wird. Weil sich zwei Ehrenmänner die Hand darauf gegeben haben."

Starker Gegenwind für Matthäus

In Bulgarien wird die Zukunft von Lothar Matthäus allerdings äußerst kritisch gesehen. Ministerpräsident Bojko Borissow äußerte sich sarkastisch über den deutschen 90er-Fußball-Weltmeister, der die bulgarische Nationalmannschaft trainiert. Sogar seine Mannschaft Vitosha Bistritsa aus der 3. Liga "verteidigt besser als unsere Nationalelf", sagte Borissow und ließ eine Anspielung auf das Privatleben des deutschen Rekordnationalspielers folgen: "Er würde sich hier nicht langweilen. Es gibt einige sehr hübsche Cheerleader."

Jordan Letschkow, früherer Bundesliga-Profi und inzwischen Vize-Präsident des bulgarischen Fußball-Verbandes BFU, forderte, der Nationaltrainer müsse "in den kommenden vier Jahren Lubo Penew heißen. Und er sollte während dieser Zeit unangreifbar sein." Penew hatte Litex Lowetsch zum Meistertitel geführt.

Matthäus hat die Qualifikation für die EM 2012 in Polen und der Ukraine nicht geschafft, besitzt aber einen Vertrag bis 2013.

Zum Spielplan der EM-Qualifikation

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