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Fussball

"Sehe mich auf der zentralen Position"

Von Für SPOX in Leverkusen: Stefan Rommel
Sami Khedira feierte am Samstag gegen Südafrika sein Debüt als deutscher A-Nationalspieler
© Getty

Sami Khedira lief gegen Südafrika erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft auf. Im Interview mit SPOX spricht der U-21-Europameister über das neu erprobte System, seine Position im Team und über einen ganz starken Mesut Özil.

SPOX: Sami Khedira, es war im Vorfeld der Partie viel von Wiedergutmachung die Rede und davon, dass die Mannschaft viele Dinge besser machen muss. Ist das gelungen?

Sami Khedira: Wir hatten phasenweise sehr gute Kombinationen. Aber vor allem in der ersten Halbzeit war es schwer. Südafrika hatte fünf Mann im Mittelfeld, die die Räume sehr eng gemacht haben. Und trotzdem war das erste Tor von Mario Gomez sehr gut herausgespielt. In der zweiten Halbzeit war es einfacher, weil wir mehr Räume hatten und auch gut kombiniert haben. Darauf kann man aufbauen.

SPOX: War das schon der Testlauf für das wohl entscheidende Spiel in Russland?

Khedira: Wir spielen ja eigentlich immer mit der flachen Vier im Mittelfeld, bei der EM im letzten Jahr auch mal mit fünf Spielern im Mittelfeld. Es war ein weiterer Test. Wir sind so stark, dass wir die Systeme spielen können und sie auch verinnerlicht haben.

SPOX: Die Mannschaft hat den Gegner erst sehr spät attackiert.

Khedira: Es ist auch nicht so einfach, wenn deren einziger Stürmer gerade mal am Mittelkreis steht. Aber wir hatten alles gut im Griff, sehr lange Ballbesitzzeiten, hinten nichts anbrennen lassen und gezielt nach vorne gespielt.

SPOX: Sind Sie persönlich jetzt endlich in der A-Nationalmannschaft angekommen?

Khedira: Ich bin froh über jede Einsatzzeit, die ich bekomme. Ich bin froh, dass es endlich geklappt hat. Darauf kann ich jetzt aufbauen.

SPOX: Waren Sie angespannter als sonst vor dem Spiel?

Khedira: Ich habe eine größere Freude verspürt. Ich wusste ja schon seit ein paar Tagen, dass ich auf jeden Fall zum Einsatz kommen werde. Und darauf habe ich mich riesig gefreut. Und so bin ich hier auch hergekommen: ohne Angst. Klar war die Anspannung da, aber ich hatte Spaß am Spiel.

SPOX: Da haben auch ein paar Minuten gereicht?

Khedira: Fast 20 Minuten durfte ich ja noch spielen. Leider kam der Spielfluss durch die vielen Auswechslungen nicht mehr so zustande. Aber das war nicht so wichtig. Ich bin jetzt glücklich und froh über meinen ersten Einsatz.

SPOX: Sind Sie fixiert auf die Rolle im Mittelfeld-Zentrum oder würden Sie auch auf die Außen ausweichen?

Khedira: Auf dem Niveau sollte man schon auf seiner angestammten Position auflaufen und dort spielen, wo man sein Potenzial auch ausschöpfen kann. Bei mir ist das ganz klar das zentrale Mittelfeld. Das spiele ich auch länger schon im Verein, deswegen sehe ich mich schon auf der zentralen defensiven Position.

SPOX: Wie haben Sie Mesut Özils Leistung gesehen?

Khedira: Er war schon wie ein kleiner Fixpunkt in dem System. Die Mannschaft macht es neuen Spielern aber auch leicht. Sie ist eingespielt, nimmt neue Spieler gut auf. Und über die fußballerischen Qualitäten von Mesut müssen wir nicht reden. Er fügt jeder Mannschaft ein spielerisches Element mehr zu.

Analyse: Özil der Mann des Spiels

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