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Fussball

"Ich bettele nicht um eine zweite Chance"

Von SPOX
Kevin Kuranyi spielt seit Juli 2005 für den FC Schalke 04
© Getty

Bundestrainer Joachim Löw hat eine Rückkehr von Kevin Kuranyi in die Nationalelf ausgeschlossen. Der Stürmer hofft noch, will sich aber nicht verrückt machen. Außerdem verrät er, warum er Magaths harte Hand braucht und für das Kapitänsamt bei Schalke nicht geeignet ist.

Vor neun Monaten sorgte Kevin Kuranyi mit seiner Flucht von der Tribüne der HSV-Arena während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland für einen Eklat.

Joachim Löw verbannte den Stürmer daraufhin aus der Nationalelf und bekräftigte seine Entscheidung vergangene Woche, als er eine Rückkehr Kuranyis kategorisch ausschloss.

Hoffnung aufs Comeback bei Löw

Der Stürmer, der mit zwei Toren am ersten Spieltag gegen 1. FC Nürnberg einen perfekten Auftakt in die neue Saison hinlegte, hat die Hoffnung auf ein Comeback noch nicht aufgegeben.

"Ich habe mir immer gewünscht, eine zweite Chance zu bekommen. Auch deshalb, weil ich schon gezeigt habe, dass ich wichtig für die Nationalelf sein kann", sagt Kuranyi in der "Welt am Sonntag". Falls es ihm aber nicht gelingt, Löws Meinung durch seine Leistungen zu ändern, "werde ich nicht darum betteln".

Kuranyi braucht Magaths Antrieb

Dass er zu Saisonbeginn fitter und aktiver als in den letzten Jahren wirkt, habe besonders mit dem neuen Schalke-Trainer Felix Magath zu tun.

"Durch meine brasilianischen Wurzeln und generell durch meine Art neige ich manchmal dazu, ein bisschen zu locker zu sein. Dann lasse ich in meinen Bemühungen unbewusst etwas nach", gesteht Kuranyi.

Deshalb sei Magath genau der richtige Mann, der ihn immer wieder antreibt und auch nach guten Leistungen und Toren kritisiert, weil "der Trainer weiß, dass ich noch mehr kann".

Zu locker für das Kapitänsamt

Was er laut eigener Aussage aber nicht kann, ist das Amt des Kapitäns ausüben. Deshalb fühlt er sich bei der Wahl von Heiko Westermann auch nicht übergangen. "Der Kapitän sollte jemand sein, der versucht, immer alles in Ordnung zu halten. Der Typ bin ich nicht, ich bin einfach zu locker", sagt Kuranyi.

Er versuche zwar, Verantwortung zu übernehmen und die Mitspieler auf dem Platz mitzureißen, aber die Qualitäten für einen Kapitän habe er nicht.

Das Ausland reizt

Dass sein Vertrag am Ende der Saison ausläuft, ist für Kuranyi keine zusätzliche Motivation. "Ich möchte von Saison zu Saison besser werden. Jetzt gibt es zudem die Möglichkeit, etwas Neues zu erreichen", sagt der 27-Jährige, der sich aber auch einen Wechsel ins Ausland vorstellen kann.

"Spanien, Italien oder England würden mich schon reizen. Aber ob das schon jetzt sein muss? Ich bin auf Schalke eigentlich glücklich."

Meisterschaft noch kein Thema

Zudem hat er mit den Königsblauen noch Großes vor. In dieser Saison sei es zwar das Ziel, unter die ersten fünf zu kommen und sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren.

"Dafür, um die Meisterschaft mitzuspielen, ist es sicher noch zu früh. Aber ich glaube schon, dass wir in ein paar Jahren wieder um den Titel spielen können", sagt Kuranyi.

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