Cookie-Einstellungen
Fussball

FC Bayern München - Kingsley Comans magischer Abend gegen Atletico: Der Unverkäufliche hält sein Wort

Kingsley Coman erzielte zwei Tore gegen Atletico Madrid und bereitete ein weiteres vor.

Kein Leroy Sane, kein Serge Gnabry: Der FC Bayern musste im ersten Champions-League-Spiel der Saison auf sein neues Flügel-Duo verzichten. Kingsley Coman zeigte beim 4:0 gegen Atletico Madrid (die Highlights im Video) aber eindrucksvoll, dass sich Trainer Hansi Flick auf ihn verlassen kann.

Anfang Oktober, als die Transferperiode in ihre finale Phase ging, wurde es im Büro von Hasan Salihamidzic noch einmal hektisch. Der Sportvorstand des FC Bayern sorgte dafür, dass ein paar Spieler kamen. Er sorgte aber auch dafür, dass ein paar Spieler gingen - oder nicht gingen. Kingsley Coman zum Beispiel.

Der TV-Sender ESPN meldete am "Deadline Day", dass Manchester United infolge des gescheiterten Transfers von BVB-Profi Jadon Sancho alles unternehmen wolle, um den Franzosen noch unter Vertrag zu nehmen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Salihamidzic hatte Coman schon im Zuge der Verpflichtung von Leroy Sane für "unverkäuflich" erklärt. Und auch Trainer Hansi Flick sagte viele Male klar und deutlich: "King ist sehr wichtig für uns."

Den Beweis dafür lieferte der Start in die neue Champions-League-Saison gegen Atletico Madrid am Mittwochabend. Eine Coman-Gala, bei der der Finaltorschütze der vergangenen Spielzeit dort weiter machte, wo er am 23. August in Lissabon gegen Paris Saint-Germain aufgehört hatte. Zwei schöne Tore, eine schöne Vorlage - Atleticos Defensivspieler verzweifelten an dem Mann mit der Nummer 29.

FC Bayern: Lob für "Ausnahmekönner" Kingsley Coman

"Kingsley hat ein super Spiel gemacht und seine ganze Klasse gezeigt", schwärmte Leon Goretzka, der einen Pass von Coman zum zwischenzeitlichen 2:0 verwertet hatte. "Er ist ein Ausnahmekönner, einer unserer ganz wichtigen Spieler für Eins-gegen-Eins-Aktionen."

Gegen die Madrilenen waren diese Eins-gegen-Eins-Aktionen insofern von besonderer Wichtigkeit, weil mit dem schon länger am Knie verletzten Sane und dem kurzfristig Corona-positiv getesteten Serge Gnabry zwei dribbelstarke Akteure nicht zur Verfügung standen.

Vor dem Hintergrund, dass Rückkehrer Douglas Costa noch Defizite in Sachen Fitness hat und der erst 17-jährige Shootingstar Jamal Musiala für derart bedeutende Spiele noch zu unerfahren ist, ruhten die Hoffnungen auf den Außenbahnen also hauptsächlich auf Coman.

FC Bayern: Hansi Flick erwartet mehr von Kingsley Coman

Umso zufriedener war Trainer Flick mit dem, was Coman zeigte. Nämlich nicht nur einige gute Dribblings, sondern auch einige gute Entscheidungen vor dem Tor.

Gerade beim Erzielen von Toren hatte sich der Rechtsfuß in den vergangenen Jahren oft schwer getan. Der Doppelpack bei seinem magischen Abend gegen Atletico war sein erster überhaupt in der Champions League.

"Ich habe nach dem Spiel zu ihm gesagt: 'Das ist die Messlatte, daran wirst du jetzt gemessen.' Es ist wichtig, dass er nicht nur Tore vorbereitet, sondern auch Tore schießt. Er kann das, er hat die Qualität dazu", sagte Flick. Coman müsse diese Effizienz "auch in anderen Wettbewerben" wie der Bundesliga entwickeln, forderte der 55-Jährige.

Kingsley Coman: Seine Zahlen beim FC Bayern

SaisonPflichtspiel-EinsätzeToreVorlagen
2015/1635612
2016/172521
2017/183378
2018/1930107
2019/203887
2020/21421

FC Bayern: Kingsley Coman hält sein Wort

In dieser Hinsicht war der in der vergangenen Saison ausgeliehene Ivan Perisic weiter. In dieser Hinsicht sind auch Gnabry und Sane aktuell weiter. Eine Frage der Reife? Obwohl Coman schon seit fünf Jahren in München spielt, ist er immer noch erst 24. Sane ist ein paar Monate, Gnabry sogar fast ein Jahr älter als er. "Kingsley ist nun einmal ein Spieler, der Selbstvertrauen braucht", sagte Goretzka nach dem Atletico-Spiel bei Sky.

An Selbstvertrauen mangelt es dem 2015 aus Turin gekommenen Angreifer nach seinem heroischen Treffer gegen PSG gewiss nicht. Angesprochen auf die neue Konkurrenzsituation durch Sane, meinte Coman nur wenige Tage nach dem Finale: "Konkurrenz gibt es immer. Früher waren es Arjen Robben und Franck Ribery, heute sind es andere. Wir spielen fast alle drei Tage und werden alle Spieler brauchen. Und ich werde mein Bestes geben, wenn ich spiele." Gesagt, getan.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung