Fussball

RB Leipzig - Zenit St. Petersburg 2:1: Sabitzers Traumtor beendet Leipzigs Sieglos-Serie

Von Max Schrader
RB Leipzig hat gegen Zenit St. Petersburg mit 2:1 gewonnen.

RB Leipzig hat den ersten Heimsieg dieser Champions-League-Saison eingefahren. Am 3. Spieltag gewann das Team von Julian Nagelsmann gegen Zenit St. Petersburg mit 2:1.

Im Vergleich zum 1:1 gegen den VfL Wolfsburg wechselte Julian Nagelsmann vier Mal. Nordi Mukiele, Ademola Lookman, Emil Forsberg und Kevin Kampl rückten für Marcelo Saracchi, Yussuf Poulsen, Christopher Nkunku und Diego Demme in die Anfangsformation.

Damit begann es für die Hausherren gleich furios. Bereits nach einer Minute war es Laimer, der Zenit-Keeper Kerzhakov zur einer herausragenden Parade zwang, und die Latte traf. Danach gelang es Leipzig allerdings nicht mehr, gegen die tiefstehenden Russen gefährlich zu werden. Die Rasenballer spielten sich zwar oft an den Sechzehner vor. Dort suchten sie allerdings nicht den Abschluss, sondern versuchten den erneuten Pass, der abgefangen wurde.

Zenit probierte es oft, dem Leipziger Druck mit langen Bällen auf Stoßspitze Dzyuba zu entkommen. Aus einem dieser langen Bälle resultierte die Ecke vor dem 0:1. Ansonsten überließ Zenit Leipzig den Ball. Lookman rückte oft als zweite Spitze ein, machte das Spielfeld somit aber noch enger. Erst nach knapp einer halben Stunde wurde RB durch Klostermann vor dem Tor wieder gefährlich. In der 40. vergab dann Werner die größte aller bisherigen Chancen.

Zur zweiten Halbzeit stellte Nagelsmann auf Dreierkette um und nahm den erneut glücklosen Werner aus der Partie. Der eingewechselte Cunha setzte gleich einen Fallrückzieher aus fünf Meter knapp neben das Tor. Wenig später erzielte Laimer mit einem Schuss ins lange Eck den Ausgleich.

Leipzig gelang es im zweiten Abschnitt wesentlich besser, hinter die letzte Kette von Zenit zu kommen. Durch die Systemumstellung war Upamecano Dzyuba zugeordnet und nahm ihn aus dem Spiel. Immer wieder schob Klostermann über seine linke Seite an. So fiel auch der sehenswerte Treffer von Sabitzer, der einen hohen Ball mit der Brust annahm und vom Strafraumeck den Ball in den Winkel feuerte.

"Das Ding war richtig geil. Das versuche ich immer mal wieder im Training. Davon träumst du, dass der im Spiel so reingeht", sagte Sabitzer. Nagelsmann nannte den Volltreffer "das Tor des Monats, mindestens".

Die Gäste tauchten erst wieder in der 69. Minute gefährlich vor dem Tor auf, als Osorio aus fünf Metern das Tor nicht traf. Zenit drückte zwar, ließ aber die absolute Entschlossenheit vermissen. So brachten die Leipziger den Sieg über die Zeit und gewannen nach vier Heimspielen ohne Sieg wieder eine Partie.

Daten des Spiels RB Leipzig - Zenit St. Petersburg

Tore: 0:1 Rakitskyy (24.), 1:1 Laimer (49.), 2:1 Sabitzer (59.)

  • Auch im 9. Spiel in der Champions League kassierte RB Leipzig mindestens ein Gegentor.
  • Timo Werner blieb auch bei seinen vierten Champions-League-Einsatz in der Red-Bull-Arena ohne Torbeteiligung.
  • Julian Nagelsmann beendete seine persönliche Negativ-Serie und gewann sein ersten Heimspiel in der Champions League.
  • Zenit ist bereits seit elf Europapokalpartien auswärts sieglos (3 Remis, acht Niederlagen).

Star des Spiels: Marcel Sabitzer (RB Leipzig)

Der Dreh-und Angelpunkt der Leipziger Offensiver. Knapp die Hälfte der Angriffe erfolgte über seine rechte Seite. Der Österreicher bereitete erst den Ausgleich vor. Wenig später erzielte er sogar per Traumtor den Siegtreffer.

Flop des Spiels: Timo Werner (RB Leipzig)

Erneut blieb der Nationalspieler ohne Torbeteiligung. So vergab er in der 40. Minute die größte Chance in der ersten Halbzeit, als er frei vor dem Tor stand. Ansonsten war er zwar bemüht, aber glücklos. Viel zu oft machte er das Spiel langsam oder verzettelte sich im Dribbling. Nach 45 Minuten nahm ihn Nagelsmann aus dem Spiel. Ebenfalls schwach: Ademola Lookman.

Der Schiedsrichter: Ali Palabiyik (Türkei)

Wurde in diesem Spiel nicht groß gefordert. Einzig die frühe Gelbe Karte für Wilmar Barrios (7.) war zu hart.

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