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Fussball

Mindestens zehn Tage Pause für Wiese

Von SPOX
2 Punkte aus 3 Spielen: Das hatte sich Werder Bremen anders vorgestellt
© Getty

Werder Bremen wartet nach dem 1:1 bei Twente Enschede weiter auf den ersten Champions-League-Dreier, hat das Weiterkommen aber dennoch selbst in der Hand. Auch wenn das Fazit ernüchternd ausfällt. Die Verletzung von Tim Wiese hat sich bei einer Kernspin-Untersuchung in Bremen als Innenbanddehnung im rechten Knie herausgestellt. Wiese fällt damit mindestens zehn Tage aus und steht in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach und im DFB-Pokal bei Bayern München nicht zur Verfügung.

Reaktionen:

Marko Arnautovic: "Es war schwer, in mein altes Stadion zurückzukommen und dann so ausgepfiffen zu werden. Trotzdem habe ich Respekt gegenüber dem Verein und den Fans.

Ich konnte nach der Einwechslung meinen Teil beitragen, auch wenn ein Punkt zu wenig für uns ist. Es wird jetzt natürlich nicht einfacher. Gegen Tottenham müssen wir unbedingt kompakter stehen und die drei Punkte einfahren."

Thomas Schaaf über das Spiel: "Wir hatten auch draußen den Eindruck, dass das Gegentor nicht korrekt war. Aber es war wichtig, dass wir uns nach der Pause gesteigert haben. Da war schon viel Gutes dabei, auch wenn ich mir das Spiel nach vorne noch schneller vorstelle. Wir müssen jetzt die positiven Dinge aus dieser Partie mitnehmen. Wir haben den Ball ja phasenweise ganz gut laufen lassen."

...über die Verletzung von Tim Wiese: ""Es hat sich bestätigt, was wir schon am Mittwoch vermutet hatten. Es ist glücklicherweise nicht Größeres."

Tim Wiese: "Es war ein Schmerz und dann ein Schock. Ich habe aber gleich gefühlt, dass es das Innenband und nicht das Kreuzband ist. Der Doktor hat einen Test gemacht."

Nachbetrachtung:

Durch die Niederlage von Tottenham bei Inter Mailand hat Werder (genau wie Twente) trotz der mageren Ausbeute von zwei Punkten aus drei Spielen das Weiterkommen in Gruppe A noch selbst in der Hand.

Betrachtet man allerdings die 90 Minuten gegen Enschede isoliert, fällt das Fazit ernüchternd aus: Weder die Bremer noch die Niederländer gehören in der Form in ein Achtelfinale der Champions League. Die Abwehr anfällig und nervös, das Mittelfeld behäbig und ideenlos, der Angriff umständlich und verkrampft.

Schafft es Werder ins Achtelfinale? Jetzt nachrechnen

Allerdings: Rechnet man die schwierige personelle und psychologische Situation einer Mannschaft mit dem Rücken zur Wand und ohne Selbstvertrauen mit ein, ergibt auch die Analyse von Werder-Trainer Schaaf Sinn: Zumindest die zweite Hälfte war im Vergleich zu den letzten Partien spielerisch eine Steigerung.

Hoffnung macht vor allem die Rückkehr von Pizarro, der trotz fehlender Spielpraxis zumindest phasenweise Charisma, Tempo und Spielfreude auf den Platz brachte. Auch das Tor von Arnautovic war nicht nur ein persönliches Highlight des Österreichers gegen die pfeifenden Fans seines Ex-Klubs, sondern zeigt auch das fußballerische Potential, das in der Mannschaft steckt.

Trotzdem bleibt vor allem in der Champions League ein Bremer Problem bestehen: Werder schwankt emotional zwischen den Extremen: Lethargie oder mentale Blockade wechseln mit leidenschaftlichem Harakiri und kopflosem Aktionismus. Auch wenn das Gegentor unglücklich - und vor allem irregulär - war: In der Schlussphase hätte Bremen dank der eigenen Hektik das Spiel auch noch verlieren können.

Analyse: Das Warten geht weiter

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