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Fussball

Schalke-Sieg mit Jeff, Kampf und einem Teenie

Von Fatih Demireli
Schalke 04 blieb in dieser Saison erstmals ohne Gegentor
© Getty

Der FC Schalke 04 ist wieder voll im Geschäft. Das Gesamtbild in der Champions League sieht nach dem 2:0 gegen Benfica Lissabon wieder durchaus positiv aus. Spielerisch überzeugt hat die Elf von Trainer Felix Magath gegen die Portugiesen erneut nicht. Aber Schalke offenbart zwei Tugenden, die in schweren Zeiten helfen: Kampfgeist und Geduld. Und Magath hat mal wieder einen Youngster ausgegraben.

Nachbetrachtung: Raul strahlte über das ganze Gesicht und spendete eine innige Umarmung. Und auch Christoph Metzelder wusste, wer sich an diesem Abend ein Sonderlob verdient hatte: "Hut ab vor Kyriakos Papadopoulos, der mit 18 Jahren auf so einer Bühne so eine Partie macht. Das ist schon toll."

Der blutjunge Innenverteidiger rutschte ins Team, weil Benedikt Höwedes gesperrt war, Nicolas Plestan außer Form ist und der Einsatz von Frank Fahrenhorst dann doch wohl ein zu großes Wagnis gewesen wäre. Neben Metzelder spielte Papadopoulos dann so, als hätte er nie etwas anderes gemacht: robust im Zweikampf, mutig in der Spieleröffnung, hellwach in schwierigen Situationen.

Und die gab es für Schalke gegen Benfica zuhauf - gerade vor der Pause spielte der Gast aus Portugal einen richtig feinen Fußball, erspielte sich gute Möglichkeiten und ging ein Tempo, dem nur schwer beizukommen war. Bayerns Sommerliebe Fabio Coentrao beackerte die linke Seite. Schalke wackelte, fiel aber nicht.

Farfan bester Schalker

Weil die Knappen die richtige Antwort fanden: viel Einsatz, Kampf und eine Prise Härte. "Ich bin sehr zufrieden, wie wir uns in dieses Spiel gekämpft haben und wie wir es im Laufe der Zeit an uns gerissen haben", lobte Trainer Magath.

Jefferson Farfan, wohl beste Offensivkraft gegen Benfica, schlug zu, als Schalke auch erstmals spielerische Mittel fand. Bis dahin (73.) hatte man viel Geduld aufbringen müssen. Klaas-Jan Huntelaars Treffer zum 2:0 (85.) war verdient und sorgte für Tiefenentspannung.

Schalke darf sich dafür auf die Schulter klopfen, in einer extremen Drucksituation genau das richtige Ergebnis erzielt zu haben. Man darf sich aber nicht in Sicherheit wiegen. Der nächste Schritt muss nun sein, das spielerische Potenzial abzurufen. Raul und Huntelaar mussten wieder viel nach hinten arbeiten, um in Ballbesitz zu kommen. Jurado zeigte zuletzt zwar aufsteigende Tendenz, tauchte aber gegen Benfica wieder ab. Der Patient S04 ist auf dem Wege der Besserung, aber noch nicht hundertprozentig gesund.

Schalke - Benfica: Farfan spielt den Dosenöffner

Reaktionen:

Felix Magath: "Ich bin hochzufrieden. Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, dass Benfica eine klasse Mannschaft hat. Wir haben ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Dann haben wir das Spiel kontrolliert, uns gesteigert und waren in der zweiten Halbzeit besser. Wir haben verdient gewonnen. Ich bin sehr zufrieden, wie wir uns in dieses Spiel gekämpft haben und wie wir es im Laufe der Zeit an uns gerissen haben."

Christoph Metzelder: "Man merkt natürlich, dass wir auf diesem Niveau auf Kaliber treffen, die sehr gut Fußball spielen. Benfica hat uns schon unter Druck gesetzt und es war heute nicht ganz so einfach, zu gewinnen. Gerade für Jefferson Farfan freut es mich, dass er das Tor gemacht hat und ich muss noch einen hervorheben: Kyriakos Papadopoulos! Mit 18 Jahren auf so einer Bühne so eine Partie zu machen, ist schon toll."

Schalke 04 - Benfica Lissabon: Daten zum Spiel

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