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Fussball

Lothar Matthäus übt heftige Kritik an Pep Guardiola und lobt Thomas Tuchel

Von SPOX
Lothar Matthäus hat Pep Guardiola heftig kritisiert.

Lothar Matthäus hat heftige Kritik an Pep Guardiola geübt. Dieser habe Manchester City bei der 0:1-Niederlage im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea "allein um den Pokal gebracht", schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner Sky-Kolumne.

"Er hat durch seine Aufstellung dem Klub und den Fans die Champions League gestohlen und er muss sich die harte Kritik von allen Seiten jetzt zurecht anhören", wetterte Matthäus in Richtung City-Coach Guardiola.

Er sei sich sicher, dass in Manchester intern sogar über eine Entlassung von Guardiola diskutiert werde, so der 60-Jährige.

"Die Spieler werden seit diesem Finale an ihm zweifeln. Er musste mal wieder irgendwas probieren, eine ausgedachte Genialität im schlechtesten Moment präsentieren und hat total verdient verloren. Wie kann man im wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte auf einen defensiven Mittelfeldspieler verzichten, der in fast jeder Partie der Saison auf dem Platz stand, der für die Balance sorgt, der allen Beteiligten die nötige Sicherheit gibt? Wieso hat er Rodri und Fernandinho draußen gelassen, sechs Offensive gebracht und auch auf einen Mittelstürmer verzichtet?", schrieb Matthäus.

Matthäus lobt Tuchel in den höchsten Tönen

Dagegen lobte er Chelsea-Trainer Thomas Tuchel, der nach Jürgen Klopp (mit dem FC Liverpool) und Hansi Flick (mit dem FC Bayern) als dritter deutscher Coach in Folge die Königsklasse gewann, in den höchsten Tönen.

"Im Grunde ist seine Leistung mit Chelsea ein kleines bisschen höher einzuschätzen als der Sieg von Liverpool oder der Bayern. Diese Londoner Mannschaft war von der Zusammenstellung und der Erfahrung noch nicht dafür geschaffen, die beste in Europa zu werden. Vor ein paar Monaten, bevor Tuchel übernahm, stand der Verein auf Platz neun der Premier League. Doch Thomas hat etwas geschafft, das fantastisch ist", schrieb Matthäus.

Einmal mehr habe sich auf allerhöchster Ebene gezeigt, dass der Trainer durch Ehrlichkeit, taktische Finesse, einem Wir-Gefühl und einer tollen Atmosphäre Dinge erreichen kann, die nur sehr wenige für möglich gehalten hätten.

"Dass sich die Ersatzspieler fast noch mehr gefreut haben als diejenigen auf dem Feld, sagt alles über das Innenleben dieses Teams. Tuchel hat etwas ganz spezielles an sich und es ist ihm in kürzester Zeit gelungen, die Mannschaft und den Verein für sich zu gewinnen. Mein Freund und Klubeigner aus Paris kommt mit Sicherheit ins Grübeln und fragt sich, wie der Sportchef diesen Thomas Tuchel im Winter hat rauswerfen können", so Matthäus.

Tuchel war erst kurz vor Weihnachten bei PSG entlassen worden. Im Januar trat er dann sein Amt bei den Blues an.

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