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Fussball

Mateo Kovacic vom FC Chelsea exklusiv: "Natürlich war es enttäuschend, nie in einem Finale zu spielen"

Von Nizaar Kinsella
Steht mit Chelsea in seinem vierten Champions-League-Finale: Mateo Kovacic.

Mateo Kovacic könnte sich am Samstag mit dem FC Chelsea im Finale gegen Manchester City (ab 21 Uhr live auf DAZN) bereits zum vierten Mal in seiner Karriere zum Champions-League-Sieger krönen. Mit Real Madrid hatte der 27-jährige Mittelfeldspieler die Königsklasse einst dreimal gewonnen - ohne dabei allerdings auch nur eine Minute in einem der Finals zum Einsatz zu kommen.

Im exklusiven Interview mit SPOX und Goal spricht der Kroate vor dem Endspiel gegen Manchester City unter anderem über diese Erfahrungen, ebenso wie über seine Stiftung, seine gute Entwicklung bei Chelsea und den Umgang mit den Sozialen Medien.

Chelsea-Star Mateo Kovacic über ...

... die drei CL-Finals mit Real, in denen er nicht zum Einsatz kam: "Es war wunderbar, Teil dieses Teams zu sein, das den Titel dreimal in Folge (2016 bis 2018, d. Red.) gewinnen konnte. Aber natürlich war es enttäuschend, in einem Finale nie eine Einsatzminute zu bekommen. Aus meiner Sicht hätte ich es verdient gehabt, weil ich dieser Mannschaft viel gegeben habe. Viele Spieler haben ihre Chance bekommen, ich aber nicht. Das ist eben Fußball, das ist das Leben. Und auch aus Enttäuschungen lernt man. Man will beweisen, dass man es doch kann."

... die Bedeutung des CL-Finals am Samstag im Vergleich zu den drei Titeln mit Real: "Ja, ganz sicher (würde ein Triumph mit Chelsea mehr bedeuten, d. Red.). Aber am Ende des Tages ist das nicht Tennis, sondern ein Teamsport. Wir sind 25 Spieler und jeder leistet seinen Beitrag. Wir sind eine gute Mannschaft und werden versuchen, den Pokal nach London zu holen. Es wäre wunderbar für das Team, für mich persönlich aber auch."

... seine Stiftung, die benachteiligten Kindern in Kroatien hilft und sich speziell um Kinder kümmert, die am Down-Syndrom leiden: "Als Kind habe ich zu meinem Vater immer gesagt, dass ich anderen Menschen helfen will, wenn ich Fußballer werden sollte. Wenn ich ein Spiel verlor, war ich traurig, aber meine Eltern sagten immer: 'Es gibt Menschen, die kein Zuhause haben oder nicht gesund sind'. Ich habe daher immer schon verstanden, dass es ein Segen ist, gesund zu sein und den besten Job der Welt ausüben zu können. Wir haben ein sehr gutes Leben und etwas davon mit anderen Menschen zu teilen und ihnen zu helfen, ist schön und macht zufrieden. Wir haben die Stiftung ins Leben gerufen, weil die Schwester meiner Frau ein Kind mit Down-Syndrom hat. Ich wollte diesen Leuten und diesen Kindern helfen, die gesundheitliche Probleme haben. [...] Überall auf der Welt gibt es Probleme und ich versuche für mein Land das Beste zu tun. Die Stiftung ist noch nicht sehr groß, aber wir wachsen. Normalerweise rede ich nicht gerne darüber oder lese darüber in der Zeitung. Ich tue es vor allem für mich selbst und die Menschen, die mir nahe stehen. Aber ich will auch, dass Leute von meiner Stiftung wissen und selbst ebenfalls helfen. Ich will, dass sie weiter wächst, vielleicht auch außerhalb Kroatiens."

... Social Media und seinen Umgang damit: "Mein Vater sagte mir früher immer: 'Spreche nie über dich selbst, sondern lass andere über dich reden, wenn du dein Bestes gibst'. Ich hatte nie das Ziel, mich mit etwas zu profilieren. Ich will immer nur ich selbst sein und auf dem Platz und außerhalb davon mein Bestes tun. Die Medien berichten sehr viel und Social Media ist heutzutage auch wichtig. Daher poste ich manchmal schon etwas und die Leute wollen auch noch mehr davon. Mir fällt das schwer, aber ich versuche mehr und mehr, es intensiver zu betreiben."

... seine Entwicklung bei Chelsea, seit er 2018 von Real nach London wechselte: "Ich habe nun ein Alter erreicht, in dem ich mich stark fühle. Es ist immer besser, wenn du regelmäßig gut spielst und die Resultate in den letzten drei oder vier Monaten waren ja auch sehr erfreulich. Aber schon vom ersten Tag an habe ich mich wirklich wohl gefühlt hier. Auch meine Familie ist glücklich, das ist sehr wichtig."

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