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Fussball

FC Bayern - Karl-Heinz Rummenigge verteidigt Reformpläne für die Champions League: "Wird viel spektakulärer"

Von SPOX/SID
Die UEFA plant spätestens 2024 eine Reform für die Champions League. Karl-Heinz Rummenigge ist ein Befürworter der Pläne.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern hat Pläne zu umfassenden Reformen in der Champions League verteidigt und sagt der Königsklasse im Falle einer Umsetzung sogar eine höhere Attraktivität voraus.

"Der Wettbewerb wird dadurch viel spektakulärer und lebhafter als die jetzige Gruppenphase", sagte er dem Corriere della Serra. "Aktuell sind die Gruppenspiele zum Ende hin oft langweilig. Durch die Reformen werden eine Qualifikation für die K.o.-Phase schwieriger und die Spiele aufregender."

Zuletzt wurde von der Times über Pläne der UEFA berichtet, wonach die Gruppenphase in Zukunft in einem Ligamodus gespielt werden könnte. Jeder Verein träte dann in der Vorrunde gegen zehn Gegner an. Die gesammelten Punkte würden in einer gemeinsamen Tabelle mit allen 32 Mannschaften gelistet, aus der sich die ersten 16 für die K.o.-Phase qualifizieren.

Damit hätte jeder Teilnehmer vier Gruppenspiele mehr als bislang. Die UEFA ließe die Änderungen gerne ab 2024 in Kraft treten, doch derzeit ist unklar, wie die ohnehin schon an der Belastungsgrenze angekommenen Topklubs auf eine Ausweitung der Gruppenphase reagieren werden.

Den Vorwurf, dass die nationalen Ligen an Wert verlieren könnten, wies Rummenigge allerdings zurück. "Die Ligen werden immer einen sehr hohen Wert haben. Die neue Champions League wäre die Kirsche auf der Torte, auf die nationalen Meisterschaften hätte das keinen Einfluss", begründete er und schob abschließend nach: "Für italienische Fans wird es immer von Bedeutung sein, wie beispielsweise das Mailand-Derby ausgeht."

Durch die Reformen, welche mehr Gruppenspiele zwischen Topteams bedeuten würde, hoffen die Verantwortlichen wohl auch, den Plänen für eine europäische Super League entgegenwirken zu können. Auch die Option, das Teilnehmerfeld von 32 auf 36 zu erhöhen, will man sich wohl offenhalten.

Rummenigge macht sich für Gehaltsobergrenze stark

Gleichzeitig macht sich Rummenigge für eine Gehaltsobergrenze im europäischen Fußball stark. "Vielleicht ist dies jetzt der richtige Moment für eine neue Initiative, mit der wir die Fehler der vergangenen zehn Jahre korrigieren können", sagte er.

Die Leute forderten in Zeiten der Krise einen "vernünftigeren Fußball", meinte der 65-Jährige: "Die Pandemie hat bewiesen, dass wir zurückschrauben und zu einem vernünftigeren Modell zurückkehren müssen. Ich hoffe, dass dies möglich sein wird, doch es ist nicht einfach." In der vergangenen Dekade hätten "alle" Beteiligten Fehler gemacht, "weil wir immer mehr für Spieler und Berater ausgegeben haben".

Laut Rummenigge hat Corona hier bereits einen heilsamen Effekt. "Mein Eindruck ist, dass sich die Spielerpreise in einigen Fällen bis zu 50 Prozent reduziert haben." Allerdings seien die Agenten bei Topspielern "noch in der Lage, Preiserhöhungen durchzusetzen". Hierfür müsse man "eine europäische Lösung finden".

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