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Fussball

Julian Nagelsmann relativiert historische Leipzig-Pleite in Manchester: "Kein Drama"

SID
RB Leipzig verlor am 2. Spieltag der CL-Gruppenphase 0:5 bei Manchester United.

Nach dem Top-Start in der Bundesliga kam RB Leipzig bei Manchester United in der Champions League heftig unter die Räder (die Highlights im Video). Bei der höchsten Niederlage der Klubgeschichte zeigten die Sachsen ungewohnte Schwächen.

Für die Aufarbeitung der höchsten Niederlage der Klubgeschichte erhielt Julian Nagelsmann Unterstützung von Pep Guardiola. Noch vor der Rückreise in die Heimat durfte RB Leipzig am Donnerstagmorgen auf dem Gelände von Englands Vizemeister Manchester City trainieren und analysieren, was am Vorabend am anderen Ende der Stadt so furchtbar schiefgelaufen war.

Ungeahnte Schwächen der sonst hochgelobten Offensive und ein unerklärlicher Einbruch der Defensive in der Schlussphase waren die offensichtlichsten Defizite beim 0:5 (0:1) in der Champions League bei Manchester United. Der in der laufenden Saison bislang so überzeugende Bundesliga-Spitzenreiter ging am Ende völlig unter, die erste Saisonniederlage fiel deutlich aus.

Mason Greenwood (21.), der eingewechselte und überragende Marcus Rashford (74./78./90.+2) sowie Anthony Martial (87.) per Foulelfmeter verwandelten Leipzigs Reise ins "Theater der Träume" in Old Trafford in ein Trauerspiel.

Julian Nagelsmann will Ergebnis nicht überbewerten

Von einer "Packung" und "Lehrgeld" sprach Trainer Nagelsmann, der am Ende von den ständigen Nachfragen zu seinem auffälligen grau-karierten Sakko genervter war als von der Niederlage seiner Mannschaft: "Ich bin Fußballtrainer und kein Model."

Natürlich sah auch Nagelsmann genug Ansatz für Kritik. Das Ergebnis fühle sich "nicht gut" an, das Spiel im letzten Drittel sei "einfach nicht gut" gewesen, sagte der 33-Jährige bei DAZN und bemängelte "unsaubere" Aktionen und "viele Ballverluste".

Ein Drama sei die Niederlage dennoch nicht gewesen. "Das passiert, es ist schon einigen Mannschaften passiert", sagte Nagelsmann: "Nach dem 0:2 haben wir das Verteidigen eingestellt. Das ist der einzige Vorwurf, den ich der Mannschaft mache. Da müssen wir draus lernen."

Champions League: Die Tabelle der Gruppe H

PlatzKlubSpieleSUNTorePunkte
1.Manchester United22007:16
2.Paris Saint-Germain21013:23
3.RB Leipzig21012:53
4.Basaksehir20020:40

 

Leipzigs Kampl kämpferisch: "United kommt noch zu uns"

Im Verlauf der Gruppenphase könnte sich die desolate Schlussphase noch rächen. Leipzig hatte sich zum Auftakt in der vergangenen Woche gegen den türkischen Meister Basaksehir Istanbul (2:0) durchgesetzt und liegt nun punktgleich mit Paris St. Germain auf dem dritten Tabellenplatz. Nun hat RB aber die klar schlechtere Tordifferenz, auch der direkte Vergleich mit Tabellenführer Manchester ist wohl verloren.

An der Zielsetzung hat sich bei RB dennoch nichts geändert. Nach dem Einzug ins Halbfinale in der Vorsaison wollen die Sachsen möglichst lange im Wettbewerb bleiben. "Wir haben drei Punkte in zwei Spielen geholt, es ist alles offen", sagte Mittelfeldspieler Kevin Kampl: "ManUnited kommt noch zu uns, da werden wir ihnen ein anderes Gesicht zeigen. Wir werden bis zum Ende alles geben, damit wir weiterkommen."

Die nächste Hürde wartet schon am kommenden Mittwoch. Dann gastieren Trainer Thomas Tuchel und Paris St. Germain in Leipzig - bei der Neuauflage des Halbfinals der Vorsaison hat RB noch eine Rechnung zu begleichen.

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