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Champions League - Stimmen und Reaktionen: Nagelsmann genervt nach Schiri-Entscheidungen

Von SPOX
Julian Nagelsmann ist seit dieser Saison Trainer bei RB Leipzig.

Der BVB hat sich in der Champions League trotz einer durchwachsenen Leistung mit 2:0 bei Slavia Prag durchgesetzt. Im Anschluss lobten die Dortmunder Protagonisten die Einstellung der Mannschaft und richteten den Blick bereits nach vorne.

Bei Sky sprach Michael Zorc auch über die Probleme gegen die Tschechen, während Marco Reus die Chancenverwertung bemängelte. Auch bei RB Leipzig stand die Vewertung der großen Tormöglichkeiten nach dem Spiel im Mittelpunkt.

Die wichtigsten Stimmen und Reaktionen im Überblick.

Slavia Prag - Borussia Dortmund 0:2

Marco Reus (BVB) über ...

... das Spiel: "Wir waren nicht mit den Ergebnissen der letzten Wochen zufrieden. Wir wussten, dass Prag heimstark ist. Von der ersten bis zur 90. Minute haben wir gut dagegengehalten und die Zweikämpfe angenommen, hätten aber früher das 2:0 machen müssen. Das 2:0 hat sehr viel Vertrauen zurückgegeben. Wir sind sehr zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben."

... über die Einstellung: "Wir wissen, dass wir über die Zweikämpfe kommen und konstant präsent sein müssen. Danach kommt das Spielerische. Wir haben heute eine Reaktion gezeigt. Großes Kompliment an die Mannschaft. Auch am Samstag gegen Freiburg wollen und müssen wir wieder voll da sein."

Julian Brandt (BVB): "Die Null steht, das ist das Wichtigste. Es ist wichtig, dass du die Chancen nutzt, die du bekommst. Man neigt natürlich dazu, solche Siege der Selbstverständlichkeit zuzuordnen, aber das war es heute nicht. Und zu Achraf: er ist definitiv eine Waffe."

Michael Zorc (Sportdirektor BVB) über ...

... den Spielverlauf: "Wir sind sehr glücklich und erleichtert, weil wir die letzten Spiele nicht gewonnen haben. So ein Sieg ist durch nichts zu ersetzen. Heute haben wir insbesondere in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt, in der zweiten Halbzeit haben wir etwas die Kontrolle verloren. Prag hat viele Kopfballspieler gebracht und dann wurde es nach Flanken das ein oder andere Mal gefährlich."

... über Hakimi und Brandt: "Hakimi hat über die linke Außenbahn eine überragende Partie gemacht. Der Plan vom Trainer ist komplett aufgegangen [...] Das war für Julian eine ungewohnte Rolle, er hat sich aufgerieben und musste viel einstecken. Er hat die Bälle gut gehalten und zwei wichtige Pässe auf Hakimi gespielt."

Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung BVB): "Hakimi hat das hervorragend gemacht, war an allen Torszenen beteiligt. Wir wissen um seine Qualität. Er war für uns heute der Mann des Spiels."

RB Leipzig - Olympique Lyon 0:2

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) auf DAZN über ...

... das Spiel: " Es war ein gutes Spiel und eine total unverdiente Niederlage. Lyon hat sich eine Chance herausgespielt ganz am Ende und schießt zwei Tore, weil wir zwei große Fehler machen. Offensiv hatten wir drei super Abschlüsse und machen keinen.

... über die zunehmende Verunsicherung: "Das ist ja normal, wenn man die Dinger nicht macht. Es stehen anstrengende Wochen an und dann muss man die Chancen nutzen. Am Ende immer noch zuzulegen, ist extrem schwer. Wir hatten zwei Tausendprozentige und dann hätte der Gegner etwas mehr investieren müssen. Irgendwann hängt dir alles in den Beinen und wir müssen das hinkriegen, dass wir deutlich kaltschnäuziger werden als heute."

... über mögliche Lerneffekte: "Gegen solche Fehler kannst du nichts machen. Das erste Tor ist unglücklich, da rennen sie sich mehr oder weniger über den Haufen, beim zweiten sind wir nicht wach genug und sprechen nicht miteinander. Da gibt es kein Trainingstool, um das abzustellen."

... über seine Gelbe Karte: "Da müssen Sie den fragen, der sie verteilt hat. Das weiß keiner so genau, wahrscheinlich nicht mal er selber. Ich darf dazu jetzt leider nichts sagen, sonst werde ich gesperrt. Ich habe kein Wort gesagt zum Schiedsrichter, aber man kennt ihn ja und weiß, dass er gerne solche Dinge macht."

... über die Rote Karte für den RB-Physiotherapeuten: "Das müssen Sie ihn fragen, ich weiß es nicht. Ich bin ja nicht sein Papa."

Timo Werner (RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Ich glaube, dass wir im Großen und Ganzen kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir haben hinten zwei Fehler gemacht, die so nicht sein dürfen und vorne - hauptsächlich in meiner Person - die Torchancen nicht reingemacht. Dann verliert man so ein Spiel."

... zu den Fehlern von Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano: "Wir spielen Champions League. Die Jungs sind noch 21, 22, die haben die letzten Spiele auf einem sehr hohen Niveau gespielt. So jungen Spielern kann man solche Fehler mal zugestehen. Ich glaube, ein Boateng oder ein Hummels waren mit 21 auch noch nicht fehlerfrei."

... zur eigenen Torflaute in der CL: "Von verhext will ich nicht sprechen. Ich hatte das Ergebnis heute mit auf dem Fuß. Ich hätte entscheiden müssen, dass das heute anders gelaufen wäre. Mir tut es leid für die Mannschaft."

Lukas Klostermann (RB Leipzig):"Das Ergebnis spiegelt nicht ganz das Spiel wider, denn ich denke, dass wir nicht zwei Tore schlechter waren als Lyon. Umso ärgerlicher ist letztlich das Resultat. Wir haben uns gute Chancen herausgespielt, diese aber nicht genutzt. Die Fehler vor den Gegentoren waren natürlich vermeidbar. Solche leichten Gegentreffer müssen wir zukünftig vermeiden."

Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "Auf diesem Niveau werden die kleinsten Fehler eiskalt bestraft. Das hat uns Lyon heute aufgezeigt. Wir waren sowohl in der Defensive als auch in der Offensive in den entscheidenen Momenten nicht konsequent genug. Die Chancen, die man in einem Champions-League-Spiel bekommt, haben wir uns herausgespielt - aber keine davon genutzt. Das kann passieren, reicht dann aber nicht, um zu punkten."

FC Liverpool - Red Bull Salzburg 4:3

Virgil van Dijk (FC Liverpool) ...

... über das Spiel: "Salzburg ist ein großartiges Team, mit ihrem Pressing können sie jeder Mannschaft Probleme bereiten. Wir haben ihnen den Glauben zurückgegeben mit dem Tor vor der Halbzeitpause. Und nach der Pause haben sie es in den ersten 20 Minuten sehr gut gemacht, während wir nicht gut waren und einiges hätten anders machen müssen. Wenn wir den Ball vorne verloren haben, hat Salzburg immer wieder versucht, schnell umzuschalten. Und in der zweiten Halbzeit haben sie das auch geschafft. Aber ich bin glücklich, dass wir am Ende doch noch gewonnen haben."

... über einen möglichen Lerneffekt: "Für uns war es ein Zeichen, dass wir uns noch ziemlich verbessern müssen. Vielleicht war es gar nicht so schlecht, das wir drei gegen Tore kassiert haben. Nun müssen wir schauen, was wir besser machen müssen. Es gibt viele Dinge, die wir verbessern werden."

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Anfangs war es überragend. Wir waren überall und waren bärenstark wir haben alles gemacht was Salzburg nicht wollte, das wir es machen. Ich glaube, das 2:0 war eines der schönsten Tor, was ich je gesehen habe. Aber dann haben wir den Fehler gemacht, wir haben dann am Ende zu hektisch gespielt. Das Problem ist, dadurch dass wir zu viele Bälle hektisch abgegeben haben, anstatt das Spiel wirklich aktiv zu kontrollieren. Es war eine ganz wichtige Lektion, die wir heute bekommen haben. Heute haben wir einen schönen Schlag ins Gesicht bekomme von Salzburg. Ich bin ganz glücklich, dass wir die Lektion praktisch im Spiel noch regeln konnten."

Erling Haland (Red Bull Salzburg) ...

... über das Spiel: "Es war ein verrücktes Spiel. Es war sehr eng, fast hätten wir das Remis geschafft. Hatten noch ein paar Chancen, aber es war hart gegen Liverpool in Anfield. Vielleicht ist es das schwerste Spiel, das es derzeit gibt."

... über Salzburgs frechen Auftritt: "Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können auf der großen Bühne. Es war fantastisch hier zu spielen, in dieser fantastischen Atmosphäre, wegen Nächten wie dieser spielen wir Fußball."

Andreas Ulmer (Kapitän Red Bull Salzburg): "Das Spiel wird immer in Erinnerung bleiben. Es war eine sehr starke Leistung von uns vor allem zweite Halbzeit, wie wir uns da zurückgekämpft haben. Das war schon sehr beeindruckend. Schade, dass wir bei 3:3 nicht nachlegen haben können. Wir haben gewusst, dass es schwierig wird. Natürlich wünscht man sich, dass das so nicht eintritt. Wir haben es dann angenommen und haben uns je länger die Partie gedauert hat umso wohler gefühlt. Ich denke, dass wir vor allem zweite Hälfte unser Gesicht gezeigt haben, wie wir auftreten wollen. Ich glaube, das hat jedem sehr gut gefallen."

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